Kieselbronn

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Südwestansicht

Kieselbronn ist eine Gemeinde im Enzkreis, die bereits unter Heinrich VI. unter den Namen Cussilbrunnin erwähnt wurde.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Wappen Kieselbronn.png
Kieselbronn
Ortsteil von: Kieselbronn
Kreis: Enzkreis
Koordinaten: N, O
Höhe: 338 m ü. NN
Fläche: 862 ha km²
Einwohner: 3.014 Stand: 2007
Bevölkerungsdichte: Einwohner/km²
Postleitzahl: 75249
Vorwahl: 0 72 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 20
75249 Kieselbronn
Webpräsenz: www.kieselbronn.de
Bürgermeister: Heiko Faber



Die Gemarkung Kieselbronn war schon zur Römerzeit besiedelt, was sich durch zahlreiche Funde belegen lässt.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1100 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch. Am 6. Januar 1100 wurde Kieselbronn Eigentum der Benediktinerabtei Sinsheim. Bald danach kam der Ort zum Kloster Maulbronn. Ab 1504 war Kieselbronn ein Unterlehen Württembergs, da die Lehensherren Grafen von Löwenstein Lehensleute von Württemberg wurden.

Von 1554 bis 1632 beherrschten die Herren von Hirschhorn das Dorf. Im Jahr 1555 führte Hans von Hirschhorn die Reformation in Kieselbronn ein. Im dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) litt Kieselbron stark unter Plünderungen und Brandschatzungen und Seuchen. Am Ende des Kriegs war das Dorf auf fünf Einwohner geschrumpft. Im Orlean´schen Krieg (1688 - 1697) des französischen Königs Ludwig XIV wurde der Ort fast vollständig niedergebrannt.

Im Jahr 1810 kam Kieselbronn von Württemberg zum Großherzogtum Baden. Die Gemeinde erlebte eine Aufwärtsentwicklung, die aber durch den Krieg 1870/1871 unterbrochen wurde. Danach setzte wieder ein Aufschwung ein, der sein Ende durch den ersten Weltkrieg fand. Im zweiten Weltkrieg hatte Kieselbronn viele Opfer zu beklagen.

Im Jahr 2000 feierte die Gemeinde Kieselbronn 900 Jahre Ortsgeschichte mit einem großen Jubiläum.

Wappen

Die Bedeutung und die Herkunft des Wappens sind nicht vollständig geklärt. Es zeigt einen goldenen Schwimmvogelfuß auf rotem Grund.

Im 18. Jahrhundert erscheint das Motiv im Siegel der Gemeinde, als Wappen in diesen Farben wurde es 1907 festgelegt.

Namen

Kieselbronn hatte im Laufe seiner 900jährigen Geschichte viele Namen.

1100 Cusselbrunnin
1265 Kusselbrunne
1327 Kusselbrunnen
1376 Kusselbrunn
1396 Küßelbrunnen
1397 Kusselbrunn
1440 Küsselbrunnen
1490 Kysselbronn
1496 Kusselbron
1572 Küsselbron

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Vereine

Straßen

Straßen finden sich unter Straße (Kieselbronn)


Legende

Wie die Kieselbronner zu ihrem Unnamen kamen

Die kleine Gemeinde Kieselbronn hatte schon sehr früh ein eigenes Kirchlein. Darauf waren die Kieselbronner sehr stolz. Doch nach vielen Jahren führten einige Kirchgänger Klage darüber, dass bei starkem Regen die Dachrinne überlaufe, so dass mancher Kirchgänger ganz durchnässt in die Kirche kam. Einige kluge Bürger fanden auch den Grund für dieses Übel heraus: In der Dachrinne war Gras gewachsen, so dass sie nicht mehr so viel Wasser fassen konnte wie früher. Da musste dringend Abhilfe geschaffen werden. Aber niemand traute sich auf das Kirchendach zu steigen. Der Kirchengemeinderat beriet lange, bis einer auf den Gedanken kam, das Gras von einer Ziege abweiden zu lassen. Nach langem Hin und Her erklärte sich der Bürgermeister bereit,seine Ziege dafür zur Verfügung zu stellen. Das Problem, wie man das Tier auf das Dach bringen könnte, wurde auch gelöst. Man wollte die Ziege mit einem Strick auf das Kirchendach ziehen. Fast das ganze Dorf war versammelt, als man das Vorhaben anpackte. Man band der Ziege einen langen Strick um den Hals und warf das andere Ende über das Kirchendach. Dann begannen einige kräftige Männer daran zu ziehen. Als die Ziege fast oben war, hängte sie die Zunge heraus. Da brüllte einer: "Zieht schnell weiter! Sie hat großen Appetit auf das Gras. Man sieht es an der heraushängenden Zunge." Als sie endlich oben war, wollte sie überhaupt nichts fressen. Man ließ sie langsam wieder herunter. Da stellte man mit Entsetzen fest, dass sie tot war. Die Kieselbronner machten sich jedoch keinerlei Gedanken über ihre Dummheit, sondern nahmen den Tod der Ziege zum Anlass kräftig zu feiern, wobei die Ziege verspeist wurde. Den Bewohnern der Nachbargemeinden blieb jedoch nicht verborgen, was sich die Kieselbronner mit ihrer Geiß geleistet hatten. Die Geschichte wurde weiter erzählt. Und seit jenen Tagen nennt man die Kieselbronner "Geißenschinder".

Weblinks


Städte und Gemeinden (inklusive Stadtteile, Teilorte und Orte) im Enzkreis

Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen (Württemberg), Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.


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