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Wilhelm Knodel

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Wilhelm Knodel (* 1894, † 1974) aus Kieselbronn war Gegner des Nazi-Regimes und Kriegsdienstverweigerer zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Über seine Haltung zum Nazi-Regime schreibt Wilhelm Knodel im Rückblick 1946: "An allen Wahlen von 1933 an, ebenso an allen nationalsozialisischen Einrichtungen, Sammlungen, Spenden, Hitlergruß und sonstigem habe ich mich nie beteiligt..."[1]

Am 1. September 1939 zieht die Wehrmacht den Blechnermeister Wilhelm Knodel aus Kieselbronn zum Kriegsdienst ein. Als überzeugter Christ weigert er sich, den Fahneneid auf Adolf Hitler zu leisten und eine Waffe in die Hand zu nehmen. Als die Truppen in den Eroberungskrieg nach Polen ziehen, bleibt er in der Buckenberg-Kaserne in Pforzheim zurück und wird im Pforzheimer Gefängnis eingesperrt. Er kommt zur Untersuchung in die Universitätsklinik Tübingen, wird ohne Befund entlassen und muss in einer Kaserne in Stuttgart in der Küche arbeiten. Wann und warum er heimgeschickt wird, ist unbekannt. Mit Hilfe Gleichgesinnter übersteht er die Schikanen bis zur Befreiung 1945.

1946 bestätigt er dem früheren Bürgermeister Kieselbronns, Edwin Wolf, der als "belastet" im Internierungslager Ludwigsburg inhaftiert war, er habe sich ihm und seiner Familie gegenüber "jederzeit zuvorkommend und hilfsbereit bewiesen... die meisten Einwohner würden es begrüßen , wenn ihm bald die Freiheit gegönnt wäre"[2].

Literatur

Quellen

  1. Rudin, Bärbel: Kieselbronn, Kieselbronn, 2001, Seite 254
  2. dito
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