Eutingen

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Eutingen an der Enz

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Eutingen ist der östlichste Stadtteil von Pforzheim. Es war eine ursprünglich selbstständige Gemeinde und hat daher eine eigene Ortsverwaltung. Ortsvorsteher ist Helge Hutmacher (Stand: 2007). Mit 7930 Einwohnern (Stand: 31.12.2006) ist Eutingen der größte Pforzheimer Stadtteil. Über das Geschehen im Ort informiert das Mitteilungsblatt Eutingen.

In der kommunalen Statistik zählt Mäuerach zu Eutingen.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Eutingen schließt sich in nur 1 Kilometer Entfernung an die Pforzheimer Oststadt an und liegt an der Enz.

Geschichte

Die erste Erwähnung Eutingens als "Utingen" ist in einem Güterverzeichnis des Klosters Reichenbach von 1143 zu finden. 1279, mittlerweile im Besitz der Ritterfamilie von Roßwag, wurde der Ort an die Brüder Einhart und Günther Imhof, zwei wohlhabende Pforzheimer Privatleute, verkauft. Nach deren Ableben wurde Eutingen unter den Erben aufgeteilt und die Besitzer wechselten häufig. Im Laufe der Zeit gingen die einzelnen Eutinger Besitzungen ins Eigentum des Klosters Maria Magdalena der Dominikanerinnen zu Pforzheim über. Der letzte urkundlich erwähnte Verkauf fand 1454 statt. Nach der Auflösung des Pforzheimer Frauenklosters in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde Eutingen ein Teil des badischen Lands. Der Dreißigjährige Krieg mit dem Einfall der Truppen Tillys und den folgenden Morden, Brandstiftungen und Plünderungen bewirkte, dass ein Großteil der Eutinger Einwohner nach Pforzheim flohen. Den Verwüstungen des Krieges folgte die Pest, die zahlreiche Opfer forderte.

Nach dem Krieg waren Eutingen und seine Einwohner durch Hunger und Krieg geschwächt. Noch vor der Erholung von den Kriegsfolgen wurden Eutingen und Umgebung von weiteren Kriegen überzogen. 1689 brachte der Orléanssche Krieg das Niederbrennen Pforzheims und Eutingens mit sich. Auch die darauf folgenden Spanischer Erbfolgekrieg, Polnischer Erbfolgekrieg und Österreichischer Erbfolgekrieg trotzten Eutingen viel ab. 1748 zog der Frieden ein. 1783 wurde die Leibeigenschaft durch Markgraf Karl Friedrich aufgehoben, was von der Eutinger Bevölkerung mit einem Denkmal neben der Kirche gewürdigt wurde. Im Zuge der Französischen Revolution litt Eutingen ab 1792 wieder durch Truppendurchmärsche und -einquartierungen sowie Viehlieferungen und Kriegsfronten in größerem Umfang. Auch die nachfolgenden Napoleonischen Kriege gingen nicht spurlos an dem Ort vorbei.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich Eutingen vom Bauerndorf zur Arbeiterwohngemeinde. Durch den Wandel setzte umfangreiche Bautätigkeit und ungewöhnliches Bevölkerungswachstum ein. Von 1871 bis 1910 stieg die Einwohnerzahl Eutingens von 1286 auf 3000. Diese Entwicklung wurde vom Ersten Weltkrieg beendet. Im Zweiten Weltkrieg marschierten am 10. April 1945 die Franzosen ein und setzten das Rathaus in Flammen. Infolge der Gefechte zwischen deutschen Truppen die sich in der Waldstraße und im Waldgebiet oberhalb "Kuhställe" verschanzt hatten und den französischen Besatzern im Ortskern wurden alle Brücken über die Enz von deutschen Soldaten/Pionieren gesprengt.

In der Nachkriegszeit setzte wieder eine Aufwärtsentwicklung ein. Handwerk und Gewerbe verzeichneten Zuwächse und neue Wohngebiete wurden erschlossen. Im Zuge der Gemeindereform wurde Eutingen an der Enz am 20. September 1975 in die Stadt Pforzheim eingegliedert.

Wüstung Igelsbach

Der Igelsbach entspringt auf der Gemarkungsgrenze von Eutingen und Kieselbronn, unterhalb des Hochstetter Feldes und fließt zwischen Eutingen und Niefern in die Enz. Die von ihm bewässerte Wiesenschlucht scheint einst ein kleine Siedlung getragen zu haben; darauf weist schon der Flurname Hochstetter Feld hin. Bekannt ist, dass 1576 verschiedene Abgaben von Gütern zu Kieselbronn und Igelsbach von einer Pforzheimerin an das Kloster Maulbronn verkauft wurden; auch wird 1396 vom Kloster Maulbronn ein Garten zu Igelsbach erworben.

Diese abgegangene Siedlung hat jedoch mit der heutigen Siedlung Igelsbach nichts gemein.

Verkehr

Eutingen ist über die Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Ost der Bundesautobahn 8 angebunden. Die Bundesstraße 10 quert das Gebiet Eutingens in Ost-West-Richtung.

Eutingen hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Karlsruhe - Pforzheim - Mühlacker - Stuttgart. Dieser wird von der Stadtbahnline S 5 und den RegionalExpress-Zügen der Deutschen Bahn bedient.

Per Bus erreicht man Eutingen mit Stadtbuslinie 1 und Buslinien 735, 736. Vor der Eingemeindung nach Pforzheim bediente das Busunternehmen Flitsch die Strecke Kühler Grund - Marktplatz.

Wappen

Das Wappen von Eutingen

Das Wappen zeigt ein goldenes Hufeisen auf rotem Hintergrund.

Sehenswürdigkeiten

Schule

Sport

Stadtteilbad Eutingen

Vereine

Gastronomie

Unternehmen

Ehemalige Unternehmen:

Adresse

Rathaus Eutingen
Hauptstraße 93
75181 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 39 10 71
Telefax: (0 72 31) 39 17 52
E-Mail: ov-eutingen(at)stadt-pforzheim.de

Namensgleichheit

Es gibt auch eine Stadt Eutingen im Gäu. Zur Unterscheidung hiervon führte der heutige Pforzheimer Stadtteil früher als selbstständige Gemeinde die Bezeichnung Eutingen an der Enz; der Bahnhof allerdings hieß und heißt noch heute Eutingen (Baden).

Stadtteile der Großstadt Pforzheim

Au, Brötzingen, Buckenberg, Büchenbronn, Dillweißenstein, Eutingen, Hohenwart, Huchenfeld, Innenstadt, Nordstadt, Oststadt, Südoststadt, Südweststadt, Weststadt und Würm bilden zusammen die Stadt Pforzheim.


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