Würm (Pforzheim)

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Am Ortseingang von Würm

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Würm ist ein Stadtteil Pforzheims. Würm war eine ursprünglich selbstständige Gemeinde und hat daher eine eigene Ortsverwaltung. Ortsvorsteher ist seit 1994 Rüdiger M. Nestler.

Einwohnerzahl: ca. 2.800 (Stand: 31.12.2003).

Inhaltsverzeichnis

Lage

Würm liegt am Fluss Würm, etwa 4 Kilometer süd-östlich von Pforzheim beim Naturschutzgebiet Unteres Würmtal. Auf der östlichen Talseite befindet sich die Würmer Siedlung Künstlerkolonie "Auf dem Berg", während sich der Ort auf der westlichen Talseite den Hang hoch zieht.

Geschichte

1263 wurde Würm das erste Mal urkundlich erwähnt.

Es wurde zusammen mit der Burg Liebeneck von den Herren Belrem und Berthold von Weißenstein dem Badischen Markgrafen Rudolf I überlassen.

Von 1342 gibt es einen Flößervertrag zwischen Baden und Württemberg, der den Holztransport auf der Würm regelte und damit wesentlich die wirtschaftliche Entwicklung von Würm prägte.

1347 war Würm als Filialort der Altstädter St. Martinskirche in Pforzheim genannt.

1458 mußte der Markgraf Bernhard Würm an den markgräflichen Vogt Paul Leutrum verpfänden.

1499 erhielten die Nachkommen Paul Leutrums das Dorf endgültig als Erblehen, da Markgraf Christoph das Pfand nicht mehr einlösen konnte.

Der älteste Teil der evangelischen Kirche, das östliche Kirchenschiff entstand 1516. Trotzdem gehörte Würm kirchlich zur Altstädter Kirche St. Martin. Erst 1902 erhielt das Dorf seinen eigenen Pfarrer.

1534 erwarben die Herren von Leutrum auch noch die Zehntrechte über den Ort vom Kloster Hirsau.

Von 1659 bis 1820 diente die evangeliche Kirche als Grablege der Familie Leutrum. In dieser Zeit fanden mindestens 15 Bestattungen aus der Familie statt.

Nach der Zerstörung der Burg Liebeneck im Jahr 1682 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Ruine nicht wieder aufgebaut. Einige Wirtschaftsgebäude waren noch erhalten und bis ins 19. Jahrhundert bewohnt.

Im Jahr 1760 wurde die Kirche erweitert und eine Totengruft angelegt.

1798 wurde unter Beteiligung der Würmer Bürger eine große Holzhandelsgesellschaft gegründet, die bis 1830 bestand. Danach wurde die Flößerei auf der Würm eingestellt.

Im 18. Jahrhundert wurde am Liebenecker Kopf mit der Förderung von Eisenerz begonnen. Diese wurde 1860 wieder eingestellt.

Die Gemeinde Würm konnte 1851 ihre Zins- und Zehntverpflichtungen gegenüber der Familie Leutrum für 9800 Gulden ablösen.

Die Würmtalstraße wurde 1870 gebaut, was eine erhebliche Verbesserung der Anbindung nach Pforzheim bedeutete.

Das Rathaus wurde 1872 als Schul- und Rathaus erbaut. 1895 wurde das Wasserleitungsnetz der Gemeinde gebaut. Ab 1905 gab es die erste elektrische Versorgung, die nach und nach ausgeweitet wurde.

Die Schule wurde 1909 errichtet.

An der Käfersteige betrieb die Firma Döppenschmitt (später I.G.Farben, dann Bayer Leverkusen) ab 1934 bis 1997 ein Bergwerk um Fluß- und Schwerspat abzubauen.

Die Holzbrücke über die Würm wurde 1955-1956 durch eine Betonbrücke ersetzt.

Die Gemeinde wurde 1958 an die Bodenseewasserversorgung angeschlossen.

Würm wurde am 1. September 1971 in die Stadt Pforzheim eingegliedert.

Wappen

Das Wappen von Würm

Das Wappen zeigt eine rote Pflugschar vor goldfarbenem Hintergrund.

Schule

Grundschule Würm

Adresse

Rathaus Würm
Schulstraße 8
75181 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 39 - 13 20
Telefax: (0 72 31) 39 - 16 69
E-Mail: Ov-Wuerm(at)Stadt-Pforzheim.de

Siehe auch

Weblinks

Stadtteile der Großstadt Pforzheim

Au, Brötzingen, Buckenberg, Büchenbronn, Dillweißenstein, Eutingen, Hohenwart, Huchenfeld, Innenstadt, Nordstadt, Oststadt, Südoststadt, Südweststadt, Weststadt und Würm bilden zusammen die Stadt Pforzheim.


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