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Osterfeld-Realschule

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Eingang zu den Schulen an der Neßlerstraße Ecke Osterfeldstraße
Der Schulhof der Osterfeldschule

Die Osterfeld-Realschule liegt am östlichen Ende des Pforzheimer Stadtteils Brötzingen, im selben Gebäude wie auch die Osterfeld-Grundschule und das Kulturhaus Osterfeld.

Schulleiter ist seit 1997 Peter Schneider, Konrektor Wofgang Frey.

Inhaltsverzeichnis

Name

Der Name Osterfeld leitet sich von der früheren Bezeichnung eines Stückes Land ab. In diesem Fall das östliche Feld der Gemarkung Brötzingen. Die Straße östlich der Schule war früher die Grenze zwischen Pforzheim und Brötzingen.

Profil / Besonderheiten

2007

Am Samstag den 24. März 2007 fand anlässlich des 100 jährigen Jubiläums in der Osterfeld-Realschule, der Osterfeld-Grundschule sowie im Kulturhaus Osterfeld ein "Tag der offenen Tür" statt.

Zeitgleich fand im Treppenhaus der Schule eine Ausstellung über die ehemalige Lehrerin Hedwig David statt. Thema: "Antisemitismus bis Auschwitz".

Oldie-Treffen

Die Osterfeld-Realschule organisiert alle 2 Jahre für alle ehemaligen Schüler und Lehrer der Schule ein Oldie-Treffen. Sie finden in geraden Jahren am Freitag vor dem 1.Advent in der "Rollschuhhalle" der Schule statt.

Geschichte

von 1907 bis 1933

Gebaut wurde die damalige Volksschule nach Plänen von Alfons Kern. Die Einweihung war am 5. September 1907. Es gab drei Flügel (zwei für Mädchen und einer für Jungen) sowie zwei Turnhallen (heute: Veranstaltungssäle im Kulturhaus Osterfeld). Mit Kriegsbeginn 1914 wurde die Schule zum Lazarett für über 600 Verwundete, 1919 zum Seuchenkrankenhaus. Ab Sommer 1919 findet wieder regulärer Unterricht statt, die Schulküche ist Ausgabestelle der „Quäkerspeisung“, die täglich bis zu 3000 Kinder, werdende und stillende Mütter mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Nach der Fertigstellung der Nordstadtschule übernimmt eine „Fortbildungsschule für Mädchen“ einen Teil des Nordflügels, eine hauswirtschaftliche Berufsschule auch für Mädchen, die aufgrund von Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit keinen Ausbildungsplatz finden; dem selben Zweck dient eine Fortbildungsschule für Jungen. 1930 ist eine zeitlang die Jugendherberge im Schulhaus untergebracht. Der Beginn und die Größe einer Sonderschule für Lernbehinderte an der Osterfeld-Schule sind unklar, sie endet 1937, was weiter mit den Kindern geschah, ist noch nicht erforscht. Gleiches gilt für eine Sonderklasse für Sinti- und Roma-Kinder.

von 1933 bis 1940 – „Hindenburg-Schule“

Die nationalsozialistischen Machthaber machen aus der Osterfeld- die „Hindenburg“-Schule, in den Klassenzimmern hängen Hitler-Bilder oder Hakenkreuz-Fahnen. Sport dient der vormilitärischen Ausbildung, der „Hitlergruß“ zu Beginn und Ende jeder Stunde ist Pflicht. Lehrer kann nur sein, wer “im Geist des neuen Deutschland“ unterrichtet. Ab 1936 müssen jüdische Kinder die staatlichen Schulen verlassen und sind an der Hindenburg-Schule in einem Schulgetto, auch „Judenschule“ genannt, zusammengefasst. Ab Oktober 1940 verschleppen die NS-Machthaber von 38 namentlich bekannten Kindern 14 in Lager, drei Kinder werden in Auschwitz bzw. im Osten ermordet, ebenso die Lehrerin Hedwig David.

von 1941 bis 1945 – Schule im Krieg

Ab Oktober 1941 dient die Schule wieder als Lazarett, um Verwundete wieder für die Front oder die Rüstungsindustrie fit zu machen. Ein Diphtherie-Zimmer ist die Isolierstation für Verwundete mit Ansteckungskrankheiten, im Keller entsteht eine Station für Schwerverwundete wie z.B. Querschnittsgelähmte, die bei Fliegeralarm nicht in den Keller gehen oder transportiert werden können. Beim Bombenangriff am 23. Februar 1945 liegt das Schulgebäude am westlichen Ende des Bombenteppichs. In der Neßlerstraße schlagen Sprengbomben ein und in der Nähe Brandbomben, aber die Verwundeten und das Personal des Lazaretts können sich aus dem berennenden Gebäude retten. Die Schule brennt aus, Decken stürzen ein, aber die Mauern bleiben stehen.

von 1945 bis 1973 – multifunktionales Provisorium statt Schule
Nach dem 23. Februar 1945 sind alle öffentlichen Gebäude in der Innenstadt zerstört, nach der Befreiung Pforzheims am 18. April und dem Kriegsende am 9. Mai 1945 wird das Osterfeld mit einfachen Balkendecken notdürftig repariert. Am 31. Juli zieht das Bürgermeisteramt in den Flügel entlang der Neßlerstraße ein, im Oktober die Polizei, später das Einwohnermeldeamt, das Wohnungsamt, auch die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer, ab 1950 auch das Standesamt.
Am 15. April 1946 öffnet die Stadtbücherei im Erdgeschoss, sie zieht erst 1959 in das neu errichtete Reuchlinhaus an der Jahnstraße.
Nach dem Umbau der Knabenturnhalle der Schule findet am 11. September 1948 die erste Aufführung im „Kammerspielhaus“ statt, als provisorisches Stadttheater gedacht, jedoch bis 1990 in Betrieb.
von 1970 bis 1977 – Rückbau zur Schule

Im Zug des absehbaren Umzug der Stadtverwaltung ins neu errichtete Rathaus am Marktplatz fällt die Entscheidung, das Gebäude zur Grund- und Realschule um- bzw. rückzubauen. Die Arbeiten beginnen 1973, die Einweihung findet am 19. August 1975 statt, 1977 folgt die notwendige Sporthalle, denn in der ehemaligen Knabenturnhalle spielt immer noch das Stadttheater. Es gilt wieder der Auftrag, den Stadtschulrat Ziegler vor fast 100 Jahren formulierte: „Nicht nur Lernschule, sondern Erziehungsschule; sie soll sozial erziehen zur Selbständigkeit und zur Selbsthilfe“.

innere Schulentwicklung


Literatur zur Schulgeschichte

Adresse

Osterfeld-Realschule
Neßlerstraße 10
75172 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 39-28 53
Telefax: (0 72 31) 39-28 97
E-Mail: Realschule(at)Osterfeld.de

Weblink

Offizielle Webpräsenz „Osterfeld-Realschule”
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