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Alfons Kern

Von Stadtwiki

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Alfons Kern Kopf von Fritz Wolber im Stadtmuseum
Der Alfons-Kern-Brunnen am Aufgang von der Kirchenstraße zum Museumsareal in Brötzingen.
Wasserturm auf dem Rodrücken erbaut nach Plänen von Alfons Kern
Der Saalbau 1900 nach Plänen von Alfons Kern
Das Grab von Alfons Kern auf dem Hauptfriedhof

Alfons Kern (* 13. März 1859 in Pforzheim; † 1. März 1941 in Pforzheim) war Architekt und Historiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Alfons Kern wurde am 13. März 1859 in Pforzheim geboren und besuchte hier die Schule. Seine Eltern waren die Wirtsleute vom Gasthof "Zum Römischen Kaiser". Seine Familie entstammte einem alteingesessenen Pforzheimer Flößergeschlecht. 1876 begann er sein Architekturstudium in Karlsruhe. Nach Studium und Praktikantenzeit trat er 1882 eine Stelle im städtischen Hochbauamt Freiburg an. 1885 kehrte er nach Pforzheim zurück, um den Umbau der elternlichen Gastwirtschaft zu planen und betreuen. Danach machte er eine längere Italienreise, nach der Rückkehr nach Deutschland arbeitete er zunächst in Offenburg, dann wieder in Freiburg. 1891 wurde er dann vom Stadtrat einstimmig zum Stadtbaumeister der Stadt Pforzheim gewählt. Sein erstes größeres Projekt als Stadtbaumeister war der Bau des Pforzheimer Rathauses. Er überarbeitete die angekauften Pläne eines reichsweiten Wettbewerbs. Sein Stil war damals zeitgenössisch historisch.

Er erstellte unter anderem das Rathaus, den Saalbau, das Elektrizitäts- und Wasserwerk und die Osterfeld-Schule.

1905 kündigte er dann nach personalpolitischen Streitereien seine Stelle als Stadtbaumeister. Ab da widmete er sich vorwiegend seinen Archiv-und Museumsprojekten, darunter das Stadtarchiv, das bis dahin eher ein Stiefkind der Stadtverwaltung war, das Heimatmuseum und ein früheres Reuchlinmuseum im alten Archivbau bei der Schlosskirche.

Kurz darauf, im selben Jahr wurde er in den Stadrat gewählt. Mit kurzer Unterbrechung gehörte er bis 1922 dem Stadtrat an. 1919 wurde er auch in den Kreisrat gewählt. Für kurze Zeit während des Ersten Weltkriegs arbeitete Kern nochmals bei der Stadtverwaltung, um zum Militärdienst Verpflichtete zu ersetzen. Bis 1919 war er Mitglied der Nationalliberalen Partei, dann wechselte er bis 1926 in die Demokratische Partei. 1924 wurde nach jahrelangen Bemühen von Alfons Kern das nach Johannes Reuchlin benannte Heimatmuseum im Steueramtsgebäude (der ehemaligen Obereinnehmerei) und Archivbau eröffnet. Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Museum widmete er sich noch stark dem Aufbau eines Stadtarchivs, das auf seine Initiative 1936 erstmals eigene Räume erhielt. Kern hat in seiner Sammelleidenschaft auch noch eine städtische Gemäldesammlung zusammengetragen, die wie das Stadtarchiv im Bohnenberger Schlößle sein Domizil hatte.

Er starb am 1. März 1941.

Ehrungen

1939 wurde er, anläßlich seines 80. Geburtstages, zum Ehrenbürger der Stadt Pforzheim ernannt.

Nach ihm wurde in Pforzheim die Alfons-Kern-Schule 1984 benannt. Auch der Alfons-Kern-Brunnen und die Alfons-Kern-Staffel sollen an ihn erinnern.

Publikationen

Literatur


Quelle

Weblinks

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