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Saalbau

Von Stadtwiki

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Saalbau, vor der Fertigstellung des Stadtgartens
Der Saalbau als Lazarett, Vorderansicht von der Jahnstraße
Saalbau, Innenansicht


Der Saalbau war eine Fest- und Veranstaltungshalle an der Jahnstraße 42 Pforzheim.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Das Gebäude befand sich an der Nordwestecke[1] des Stadtgartens an der Stelle des heutigen Reuchlinhauses. Der Eingang befand sich an der Westseite der Jahnstraße[2] gegenüber dem Altem Gebäude der Kunstgewerbeschule

Baugeschichte

1888 wurde ein Saalbau Komitee gegründet, um den schon länger angedachten Bau voranzutreiben.

Am 3. Mai 1897 beschließt der Bürgerausschus einen Saalbau gegenüber der Kunstgewerbeschule zu erbauen.[3] Am 8. November 1897 erfolgte der erste Spatenstich für den Saalbau.[3]


Es wurde in den Jahren 1897 bis 1900 nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Alfons Kern[4] fertiggestellt und am 20. Mai 1900 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 605.000 Mark, wobei die Stadtverwaltung dem bestehenden Theaterbaufont 130.000 Mark entnahm um den Saalbau zu finanzieren. Am Heiligabend 1944[5] wurde das Gebäude zusammen mit der Stadtkirche und der Goldschmiedeschule bei einem Luftangriff zerstört.

Nutzung

Der Musikverein und Gesangvereine nutzten den Saalbau für große Konzerte und Veranstaltungen. Während des Ersten Weltkriegs (1914–’18) diente der Bau vorübergehend als Lazarett. In der Zeit danach wurde er auch häufig für politische Veranstaltungen genutzt. 1944 versuchte die Waffen-SS hier unter Zwang versammelte Schüler anzuwerben und zu rekrutieren.


Architektur

Der Eingang befand sich an der Straßenpartie gegenüber dem Altem Gebäude der Kunstgewerbeschule an der Jahnstraße 35m. Die Halle orientiert sich an der Architektur der römischen Antike (Basilika). Die dreischiffige Halle wurde in Basilikaform errichtet, wobei das Mittelschiff von einem großen, hölzernen Tonnengewölbe überspannt wurde. In den Seitenschiffen befanden sich Emporen. Es hatte eine Doppelturmfassade des Westgiebels am Stadtgarten. Auf der Gartenterrasse des Saalbaus im Stadtgarten befand sich der Deichselbrunnen[6] Er wurde von dem Architekten Heinrich Deichsel (1872-1954) für das Bauunternehemen Leopold Sieber Witwer entworfen. Diese schenkte dann den Brunnen der Stadt. Der Brunnen befindet sich heute im Oststadtpark.

Einzelnachweise

  1. Timm 2004, S.407.
  2. Timm 2004, S. 342.
  3. 3,0 3,1 Becht und Kremer 1996, S. 41.
  4. Timm 2006, S. 358.
  5. Timm 2004, S. 63.
  6. Timm 2004, S. 115.


Literatur

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