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Hedwig David

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Hedwig David (geboren 1893 in Eberbach/Baden; ermordet 1942 im Konzentrationslager Auschwitz) war Lehrerin in Pforzheim am Hilda-Gymnasium und an der Osterfeld-Schule und Opfer des Antisemitismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Familie und Ausbildung

Nach ihren Prüfungen am Lehrer/innen-Seminar in Heidelberg 1912 und 1913 arbeitete Hedwig David als Hilfslehrerin in Randegg, Mannheim und Königsbach. Als nicht planmäßige Lehrkraft erhielt sie 1920 eine Stelle am Hilda-Gymnasium Pforzheim und unterrichtete Handarbeit sowie Religion für jüdische Schülerinnen. Trotz guter Bewertungen in ihren Dienstzeugnissen bekam sie keine dauerhafte Anstellung und wurde 1930 Hauptlehrerin in Freiburg.

Verfolgung

Aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 8. April 1933 erhielt sie wegen ihrer Religionszugehörigkeit Berufsverbot durch das von der NSDAP übernommene Unterrichtsministerium. Danach erteilte Hedwig David in mehreren jüdischen Gemeinden wie in Freiburg und Mannheim und an der „jüdischen Abteilung“ der Osterfeld-Schule Pforzheim Unterricht. Nach der Schließung dieser Ghetto-Schule in Pforzheim nach dem 10. November 1938 - Zerstörung der Synagoge an der Zerrennerstraße - konnte sie 1939 noch in der von der „Reichsvereinigung“ der jüdischen Gemeinden betriebenen Schule in Karlsruhe weiter arbeiten. Vom 2. Oktober 1939 stammt ein in der Personalakte enthaltener Erlass, nach dem „ die bestehenden öffentlichen jüdischen Schulen den Betrieb einzustellen haben. Demgemäß wird die Volksschulabteilung und die Mädchenfortbildungsschulabteilung für jüdische Fortbildungsschülerinnen in Karlsruhe aufgehoben. Damit endet auch das Dienstverhältnis mit der früheren Hauptlehrerin Hedwig David“.[1]

Hedwig David wohnte weiterhin in Pforzheim und unterrichtete in einer von jüdischen Eltern organisierten Behelfsschule in der Güterstraße. Nach dem 30. April 1939 wurde sie mit ihrer Schwester Sophie zwangsweise in ein Judenhaus in der Bertholdstraße 4 eingewiesen.

Deportation

Am Morgen des 22. Oktober 1940 holten Gestapo- und Polizeibeamte 22 jüdische Einwohner aus dem Haus Bertholdstraße 4 und insgesamt 186 Menschen in Pforzheim aus ihren Wohnungen und deportierten sie vom Güterbahnhof ins Internierungslager Gurs in Südfrankreich. Im Lager Gurs half sie im Frühjahr 1941 eine Schule für die ebenfalls deportierten jüdischen Kinder, unter ihnen zehn aus Pforzheim, aufzubauen.

Hedwig David wurde im August 1942 über Drancy/Paris ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und wie ihre Schwester Sophie und zwei ihrer früheren Schüler, Manfred Maier und Erich Reutlinger, ermordet.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurden für Hedwig David am 28. Mai 2009 je ein Stein vor ihrer Wohnadresse in der Bertholdstraße 4 und vor ihrer Arbeitsstätte, der Osterfeldschule Ecke Osterfeldstraße/Neßlerstraße, in den Boden eingelassen.

Literatur

Quellen

Weblinks

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