Wolfgang Kappis

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Sonnenuhr an der Fassade der Alfons-Kern-Schule, gestaltet von Wolfgang Kappis, gefertigt von Rolf Gröger

Wolfgang Kappis (* 7. Oktober 1927 in Berlin, † 31. Dezember 2004 in Schömberg) war ein Pforzheimer Künstler.

Leben und Wirken

Wolfgang Kappis wurde 1927 in Berlin als Sohn eines Kunsthändlerpaares aus Pforzheim geboren. Nach häufigen Umzügen seiner Familie von Berlin über Prag, Wien, Venedig, Mailand und Paris kam er 1939 beim Kriegsausbruch nach Pforzheim. Ab 1942 besuchte er die Kunstakademie in Karlsruhe. Bei der deutschen Wehrmacht wurde er 1944 als Gebirgsjäger verpflichtet und kam dann in Kriegsgefangenschaft.

1945 konnte Wolfgang Kappis aus der Gefangenschaft flüchten. Daraufhin kam er nach Karlsruhe, wo er 1946 mit Freunden ein Gemeinschaftsatelier eröffnete. Seine Zusammenarbeit mit dem Pforzheimer Mosaikkünstler Rolf Gröger begann 1948.

Das Atelier von Wolfgang Kappis befand sich lange Zeit in der Pforzheimer Weiherbergschule. Die Sonnenuhr an der Südfassade der Alfons-Kern-Schule gestaltete er im Jahr 1956, worauf einige öffentliche Aufträge folgten. 1959 entstanden die Glasfenster der Kapelle des Klinikums Pforzheim. Auch im Krankenhaus Siloah in der Kapelle (gesamte Ausgestaltung) und in der Eingangshalle (Alu-Relief) sind 1966 geschaffene Werke von ihm vertreten. Für die neue Stadtkirche fertigte er 1967 sein größtes Glasfenster, für dessen Fertigung er in Südspanien eine leerstehende Zuckerfabrik mietete.

Wolfgang Kappis arbeitete zwischen Mitte der 1960er und Mitte der 1980er auch viel in Spanien und der Türkei. Sein Werk Die vier Jahreszeiten, das den Eingangsbereich der Stadthalle schmückt, entstand 1987. Ab 1997 verlegte er sein Atelier nach Schömberg. In erster Linie war er ein Maler, was durch seine vielen öffentlichen Werke in anderen Techniken nicht ganz offensichtlich ist.

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