Schloßkirche

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Schlosskirche Pforzheim von Süden
Westfassade der Schlosskirche

Die heute evangelische Schloßkirche St. Michael in Pforzheim ist in ihren ältesten Teilen im frühen 13. Jahrhundert erbaut. Von 1460 bis 1555 wurde hier ein Kollegiatstift eingerichtet. Mit der Einführung des Protestantismus wurde die Kirche evangelisch. Vom 16. bis ins 18. Jahrhundert wurde die Kirche als Grablege der Markgrafen von Baden genutzt.

Da die Schloßkirche eines der wenigen, alten und erhaltenen Baudenkmäler in Pforzheim ist, spricht man auch von dem "Steinernen Geschichtsbuch" der Stadt Pforzheim.

Beim schwersten Luftangriff am 23.02.1945 Luftangriff auf Pforzheim stark beschädigt, wurde sie nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Für den Wiederaufbau engagierte sich maßgeblich die Stiftung der Freunde der Schloßkirche Pforzheim, heute als Verein Freunde der Schloßkirche sich um den Erhalt bemühend.

Ein Führer durch die Kirche, herausgegeben von den Freunden der Schloßkirche, ist in der Reihe "Kleine Kunstführer" (Nr. 2215) beim Verlag Schnell & Steiner, Regensburg, erschienen (1. Auflage 1996) und kann in der Kirche für 3,- Euro am Eingang erworben werden.

Inhaltsverzeichnis

Gottesdienste

Gottesdienste sind sonntags um 10:00 Uhr.

Ein offenes Gesprächsangebot bietet Montag und Freitag, 16:00 bis 18:00 Uhr sowie Mittwoch von 11 bis 13 Uhr der C-Punkt.

Reuchlinkolleg

Von 1455 bis 1522 hatte Johannes Reuchlin in der zweigeschossigen Sakristei ein Studierzimmer und seine Bibliothek. Am 7.9.2008 wurde in der im äußeren Erscheinungsbild wiederaufgebauten Sakristei das Museum Johannes Reuchlin als Dokumentationsstätte für diesen "ersten deutschen Humanisten" eröffnet.

Grablege des Hauses Baden

In der Gruft, deren Eingang sich im Stiftschor unter einer im Boden eingelassenen Holztür befindet, wurden bis Mitte des 19. Jahrhundert (die letzte Beisetzung erfolgte 1860) Angehörige des Hauses Baden bestattet. Die Gruft teilt sich in die Nordgruft und die Südgruft. Beide sind durch einen Gang miteinander verbunden.

In den Grüften liegen unter Anderem bestattet:

Tag der offenen Tür

Am Sonntag, 25. Juni 2006, fand ein Gedenkgottesdienst statt, an dem auch Nachfahren badischer Markgrafen, u.a. SKH Erbprinz Bernhard und Gemahlin teilnahmen. Prinz Bernhard legte im Namen des Hauses Baden einen Kranz mit den Farben seines Hauses nieder.

Auf Initiative Prinz Bernhards war an diesem Tag die Gruft erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich (Die BNN berichteten): Besucher wurden kostenfrei von 15 bis 17 Uhr in kleinen Gruppen und Begleitung einer Führungsperson hinuntergelassen. Aus Gründen der Pietät ist das Fotografieren in der Gruft nicht erlaubt.

Die Margarethenkapelle

Margarethenkapelle

Die sogenannte Margarethenkapelle wurde um 1320 - 1350 an die Nordseite des Langhauses angebaut. Ihre ursprüngliche Zweckbestimmung ist unklar. Der Name, dessen Überlieferungsgeschichte weitgehend im Dunkeln liegt, scheint eine Verbindung zur "Märtyrerin" Margaretha von Pforzheim herzustellen, deren Reliquien im Mittelalter in der Schloßkirche verehrt wurden, jedoch nach allen vorliegenden Quellen gerade nicht in dieser Kapelle. Der Figurenschmuck an der Außenseite der Kapelle wurde lange Zeit im Licht der Märtyrerlegende gedeutet, was nach heutigem Forschungsstand jedoch in Zweifel gezogen wird.

Weitere Bilder siehe: Schloßkirche (Galerie)#Margarethenkapelle

Weblinks

Siehe auch

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