Karl Otto Bührer

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Gedenkplatte auf dem Hauptfriedhof beim Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes

Karl Otto Bührer (* 3. Juni 1901 in Pforzheim; † 27. Dezember 1942 in Brandenburg/Havel) war Lehrer und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Karl Otto Bührer war ab 1927 Hauptlehrer in Pforzheim, Mitglied der SPD und Leiter des Verbundes der Arbeitersportvereine mit über 3000 Mitgliedern. 1931 trat er in die Sozialistische Arbeiterpartei (SAP), die ein Bündnis der Arbeiterparteien und Gewerkschaften gegen den drohenden Faschismus anstrebte, ein.

Widerstand

1933 arbeitete Bührer als führender Kopf der SAP trotz Verbot weiter: Flugblätter warnten vor der "Erweiterung des Lebensraums nach Osten" (A. Hitler in „Mein Kampf“), was "soviel wie Krieg bedeutet"[1]. Spendensammlungen halfen Verfolgten und ihren Familien, Fluchthilfestationen in Pforzheim und Schwann (Pfarrer Friedrich Honecker) retteten Bedrohte.

1935 wurde Karl Bührer verhaftet, doch die Beweise gegen ihn reichten nicht zu einer Verurteilung. Im Herbst 1937 wurde er nach Dietenhausen versetzt. 1938 wurde er erneut verhaftet und zusammen mit 15 anderen SAP-Leuten, darunter Hans Brammer und Karl Schroth, 1939 vor Gericht gezerrt. Vom Volksgerichtshof erhielt er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zehn Jahre Zuchthaus. Er war zuerst wie Otto Habmann und Walter Purkl von der SAP Pforzheim und Wilhelm Künzler (KPD) aus Singen im Zuchthaus Ludwigsburg inhaftiert, dann wie Hans Brammer im Zuchthaus Brandenburg/Havel, wo er unter unbekannten Umständen am 27. Dezember 1942 starb.

Erinnerung

In Pforzheim erinnern die Karl-Bührer-Straße beim Hauptfriedhof und eine Gedenkplatte beim Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes auf dem Hauptfriedhof an ihn.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Karl Schroth: Karl Bührer darf nicht vergessen werden, S.4
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