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Hans Brammer

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Hans Brammer (* 20. April 1907 in Huchenfeld, † 22. September 1995 in Steinegg) war Holzfacharbeiter in Pforzheim und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Inhaltsverzeichnis

Weimarer Zeit

Hans Brammer ist ab 1924 Gewerkschaftsmitglied und engagiert beim Sozialistischen Jugendverband und der SPD. 1931 geht er mit vielen jüngeren SPD-Mitgliedern in Pforzheim zur links der SPD stehenden neugegründeten Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP). Der Huchenfelder Ortsverein der SAP besteht mehrheitlich aus Mitgliedern der Deutschen Friedensgesellschaft, die die Zustimmung der SPD zum Bau von Panzerkreuzern ablehnt.

Vor den Reichspräsidentenwahlen im April 1932 warnen die Linksparteien: „Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk !“ – auch bei der gemeinsamen Demonstration von SAP und KPD am 16. Juli 1932 in Pforzheim - eine vergebliche Warnung, denn am 30. Januar 1933 übergeben die bürgerlichen Parteien Hitler und der NSDAP die Macht. Bei der Reichstagswahl 1933 erhält die NSDAP in Pforzheim 57,5 Prozent der Stimmen.

Widerstand und Zuchthaus

Im Juni 1933 verteilen Hans Brammer, Karl Otto Bührer, Karl Schroth und weitere SAP-Mitglieder in Pforzheim die illegale Schrift „Fanal“. Das Titelblatt zeigt eine Fotomontage mit schrecklichen Kriegs- und Verwüstungsszenen unter dem Titel „Durch Rüstung zum Krieg!“. 1934 heißt es „Hitler bedeutet Krieg!“ auf Zetteln, die die SAP-Mitglieder heimlich in Briefkästen stecken. Die Mitglieder der SAP leisten auch für Verfolgte Fluchthilfe nach Frankreich – organisiert mit Hilfe des Pfarrers Friedrich Honecker in Schwann.

Am 13. Mai 1938 verhaftet die Gestapo Hans Brammer und weitere 15 SAP-Mitglieder, das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilt ihn am 14. März 1939 zu 3 1/2 Jahren Gefängnis wegen "Vorbereitung zum Hochverrat", die er wie Karl Otto Bührer zuerst im Zuchthaus Ludwigsburg und anschließend im Zuchthaus Brandenburg-Görden absitzen muss. Im Mai 1941 entlassen, wird er als "wehrunwürdig" 1943 zum Strafbataillon 999 eingezogen.

Freiheit

1947 wird Hans Brammer aus englischer Kriegsgefangenschaft in Ägypten entlassen. Er schließt sich der SPD an, arbeitet bei der AOK, wird Mitglied der Gewerkschaft ÖTV, heute Verdi, ist Mitbegründer der "Gemeinnützigen Baugenossenschaft Huchenfeld" und übernimmt als Gemeinderat in Huchenfeld Verantwortung für das Gemeinwesen.

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