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Gerlinde Beck

Von Stadtwiki

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Eine Plastik von Gerlinde Beck in der Pforzheim Galerie
Der Helmut-Britsch-Brunnen (ehem. Bürgermeister von Bauschlott) in Bauschlott von Gerlinde Beck

Gerlinde Beck (* 11. Juni 1930 in Stuttgart-Cannstatt; † 19. Februar 2006 in Niefern-Öschelbronn) war eine Bildhauerin und Malerin.

Durch ihre zahlreichen Preise und Ehrungen zählt Gerlinde Beck zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts aus der Region Pforzheim-Enzkreis.

Als erste Ausbildung absolvierte Gerlinde Beck eine Holzbildhauerlehre, dann begann sie 1949 in der Bildhauerklasse von von Professor Karl Hils an der Stuttgarter Kunstakademie zu studieren. 1955 begann sie eine Lehre als Feinblechnerin, um ihre handwerklichen Fähigkeiten zu vertiefen. Im selben Jahr wurde sie, nach sehr umstrittener Ausstellungsbeteiligung in Paris, von der Kunstakademie verwiesen. 1965 wurde sie in den Künstlerbund Baden-Württemberg aufgenommen und ein Jahr später in den Deutschen Künstlerbund.

1956 heiratete sie Hans-Peter Beck. 1966 bekam sie ihren ersten öffentlichen Auftrag für die Stadtbibliothek Bregenz. Nach einer Ausstellung ihrer Plastiken im Duisburger Wilhelm-Lehmbruck-Museum 1969 erreichte sie überregionale künstlerische Anerkennung. Durch ihr Projekt Klangstraße, das von 1973 bis 1984 entstand, wurde sie einem großen Publikum bekannt. Diese zwölf Einzelskulpturen brachten auch eine Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen. 1977 wurde sie in den Vorstand des Deutschen Künstlerbundes gewählt und wurde Kuratoriumsmitglied der Kunststiftung Baden-Württemberg. Am 24. Mai 1978, dem 50. Geburtstag ihres Mannes, wurde ihr Atelier neben dem Wohnhaus in Mühlacker-Großglattbach eingeweiht. Im selben Jahr schuf Gerlinde Beck die Brunnenanlage Wasser in Bewegung im Hof der Sparkasse Pforzheim.

Durch den Bundespräsidenten Richard v. Weizsäcker bekam Gerlinde Beck 1984 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 1985 fand im Pforzheimer Reuchlinhaus eine große Einzelausstellung statt. Am 18. April 1989 wurde Gerlinde Beck vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth ein Professorentitel verliehen.

1994 erfolgte die Berufung in die Kunstkommission der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Am 11. Juni 1995 bekam sie die Enzkreis-Medaille durch Landrat Dr. Reichert in Pforzheim verliehen. Im August des selben Jahres starb ihr Mann. Während ihrer ganzen Schaffenszeit war sie an unzähligen Ausstellungen beteiligt und hatte einige Einzelausstellungen. Gerlinde Beck hat ihre eigene unverwechselbare künstlerische Handschrift entwickelt. 2006 starb sie in Niefern-Öschelbronn.

Quelle

Karl-Ludwig Hofmann/Alfred Hübner: In und aus Pforzheim und der Region, Band 2; herausgegeben vom Kulturamt Pforzheim; Heidelberg 2007 im Verlag Regionalkultur; ISBN 978-3-89735-474-6

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