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Rudolf Pöhler

Von Stadtwiki

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Rudolf Pöhler (* 1874; † 9. Mai 1961) war SPD-Stadtverordneter in Pforzheim, Gegner der Nationalsozialisten und 1944 Opfer der Aktion Gitter.

Leben

Rudolf Pöhler ist Metall-Gewerkschafts-Sekretär, von 1922 bis 1925 SPD-Stadtverordneter und ab 1926 SPD-Stadtrat. Am 1. Mai 1928 spricht er auf dem Marktplatz gegen die „militärischen Ambitionen der Regierenden“, das heißt die Aufrüstung der Reichswehr mit Panzerkreuzern, 1932 gehört er zu den Rednern der SPD vor den Reichstagswahlen im April unter anderem mit folgenden prophetischen Worten:

„Hitler heißt Vernichtung der sozialen Einrichtungen!
Hitler heißt Inflation!
Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk!“ [1]

Am 19. Juli 1933 erhält der Gewerkschaftssekretär Rudolf Pöhler vom Leiter der örtlichen Nationalsozialistischen Betriebsorganisation (NSBO) Franz Flick die fristlose Kündigung zum 31. Juli 1933.

Im Zuge der „Aktion Gitter“ ist Rudolf Pöhler im August 1944 wie 14 weitere frühere SPD- bzw. KPD-Stadtverordnete aus Pforzheim im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.

Nach 1945

Von 1945 bis 1947 ist Rudolf Pöhler kommissarischer Leiter des Pforzheimer Arbeitsamtes. Er gehört zu den Mitbegründern der gemeinnützigen Baugenossenschaft Arlinger. Im August 1945 beruft ihn die US-Militärregierung in den Stadtrat. 1947 bei den ersten freien Wahlen nach der Nazi-Diktatur wird er für die SPD in den Stadtrat gewählt, 1946 bis 1948 ist er Landtagsabgeordneter.

Seit 1966 ist die Rudolf-Pöhler-Allee im Stadtteil Arlinger nach ihm benannt.

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