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Benckiser

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Kanaldeckel Gebr Benckiser Pforzheim

Die Familie Benckiser war eine Pforzheimer Unternehmerfamilie. Die Villa Benckiser wurde früher von der Familie bewohnt und trägt ihren Namen.

Inhaltsverzeichnis

Familie und Unternehmen

Johann Adam Benckiser (* 1708; † 1763) war Holzhändler und Klosterwirt in Bad Herrenalb. In den 1740ern wurde er Generalunternehmer für Scheiterholz der Markgrafschaft Baden. 1755 kauft er zusammen mit Christoph Friedrich Lidell das Eisenhammerwerk in Pforzheim. Sein Sohn Christoph Friedrich Benckiser (* 1740) leitet die Firma bis zu seinem Tode († 1805). Danach übernehmen seine beiden Söhne, Christoph Eberhard (* 1779) und Johann Adam Benckiser (* 1782) die Firma, die bis dahin Bergwerk Pforzheim geheißen hatte und nun den Namen Gebrüder Benckiser, Eisenwerk Pforzheim führte. Der erstgenannte Sohn leitet die Firma bis zu seinem Tod († 1855), der zweitgenannte Sohn scheidet aus dem Betrieb aus und gründet 1816 eine Schmuckfabrik und übernimmt 1823 eine kleine chemische Fabrik (Salmiakhütte) in der Bleichstraße. 1858 erfolgte der Umzug dieses Unternehmens nach Ludwigshafen[1] welches heute noch als Drogerieartikelunternehmen unter dem Namen "Reckitt Benckiser" existiert. 1811 kommt das Eisenwerk in den Alleinbesitz von Christoph Eberhard Benckiser, er vererbt es an seine beiden Söhne Moritz (* 1816) und August Theodor Benckiser (* 1820). Moritz erblindet und scheidet nach wenigen Jahren aus und August Benckiser baut das Werk an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße Ecke Belfortstraße durch zahlreiche Eisenbrückenkonstruktionen und Wasserleitungsanlagen zu einem weltbekannten Unternehmen aus. Nach dem Tod von August Theodor († 1894 übernimmt sein Sohn August Benckiser (* 1863; [[† 1925) die unter der Konkurrenz der großen Werke im Ruhrgebiet leidende Firma und verkauft diese 1910 an Theodor Pitzmann und August Pfeiffer, die sich neben Maschinenbau auf Wasserleitungsbau konzentrieren.

Um 1870 war der spätere Automobilpionier Carl Benz für zwei Jahre als Brückenkonstrukteur bei Gebr. Benckiser in Pforzheim tätig. In dieser Zeit lernte er auch seine spätere Ehefrau Bertha Ringer kennen.

Schild im Benckiserpark

Villa Benckiser mit Parkanlage

Nach dem Wegzug der Familie Benckiser 1918 wurde der Park der Villa Benckiser durch eine Stiftung der Familie zur öffentlichen Grünanlage, dem Benckiserpark. Das Haus der Jugend fand 1945 seine Heimat auf der Ruine der am 23. Februar 1945 zerstörten Villa Benckiser. An der Nordwest-Ecke des Parks steht eine Tafel zur Erinnerung an die Unternehmerfamilie Benckiser.

Emiliensteg & Emilienstrasse

Nach Emilie Benckiser (* 1819; † 1900), Ehefrau von August Theodor Benckiser, sind die Emilienstraße und der Emiliensteg über die Enz westlich der Goethebrücke benannt.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Reckitt Benckiser in Deutschland

Siehe auch

Weblinks

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