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Galeria Kaufhof: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Galeria Kaufhof''' heißt das größte Kaufhaus in der [[Innenstadt]] von [[Pforzheim]]. Es nimmt das gesamte Gelände im Straßenviereck von [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlicher Karl-Friedrich-Straße]], [[Lammstraße]], [[Brüderstraße]] und [[Blumenstraße]] ein. Früher firmierte es im Laufe der Jahre als ''Kaufhaus S. Wronker & Co.'', ''Kaufhaus Schocken'', ''Merkur'', ''Horten'' und ''Galeria Horten''.
'''Galeria Kaufhof''' hieß das größte Kaufhaus in der [[Innenstadt]] von [[Pforzheim]]. Das Gebäude-Ensemble nimmt das gesamte Gelände im Straßenviereck von [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlicher Karl-Friedrich-Straße]], [[Lammstraße]], [[Brüderstraße]] und [[Blumenstraße]] ein. Früher firmierte es im Laufe der Jahre als ''Kaufhaus S. Wronker & Co.'', ''Kaufhaus Schocken'', ''Merkur'', ''Horten'' und ''Galeria Horten''.


== Geschichte ==
== Geschichte ==


=== Gründung und erste Jahrzehnte als Kaufhaus Wronker ===
=== Gründung und erste Jahrzehnte als Kaufhaus Wronker ===
[[Datei:Warenhaus "Simon Wronker & Co." (Westliche Karl-Friedrich-Straße 17, Pforzheim), Bild Nr. 1.png|thumb|Kaufhaus Wronker in der Westichen 17]]
Die Geschichte des größten Kaufhauses in der Pforzheimer Innenstadt beginnt im März [[1890]] am [[Marktplatz (Pforzheim)|Marktplatz]] an der Ecke zur [[Apothekergasse]] mit der Eröffnung eines "Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäfts" namens "S. Wronker & Co." 1899 entsteht an gleicher Stelle ein [[Kaufhaus Wronker|Neubau]] im [[Jugendstil]] mit vier Verkaufsetagen. Am 17. März 1914 eröffnet das Warenhaus Wronker einen [[Warenhaus "Schlomo Salman Schocken & Simon Schocken" (Westliche Karl-Friedrich-Straße 17)|Neubau in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 17]], der heutigen Adresse der "Galeria Kaufhof". Dafür wurden in dem Häuserblock zwischen der Westlichen, der [[Scheuernstraße|Scheuern-]], Lamm- und Brüderstraße 17 Häuser abgerissen.
Die Geschichte des größten Kaufhauses in der Pforzheimer Innenstadt beginnt im März [[1890]] am [[Marktplatz (Pforzheim)|Marktplatz]] an der Ecke zur [[Apothekergasse]] mit der Eröffnung eines "Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäfts" namens "S. Wronker & Co." 1899 entsteht an gleicher Stelle ein [[Kaufhaus Wronker|Neubau]] im [[Jugendstil]] mit vier Verkaufsetagen. Am 17. März 1914 eröffnet das Warenhaus Wronker einen [[Warenhaus "Schlomo Salman Schocken & Simon Schocken" (Westliche Karl-Friedrich-Straße 17)|Neubau in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 17]], der heutigen Adresse der "Galeria Kaufhof". Dafür wurden in dem Häuserblock zwischen der Westlichen, der [[Scheuernstraße|Scheuern-]], Lamm- und Brüderstraße 17 Häuser abgerissen.


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=== Zeit des Nationalsozialismus ===
=== Zeit des Nationalsozialismus ===
Am [[31. März]] [[1933]] beginnt die erste offene [[Antisemitismus|antisemitische]] Aktion der [[NSDAP]] mit dem Boykott von Läden, Arztpraxen und Rechtsanwaltsbüros, deren Besitzer zur [[jüdisch]]en Gemeinde gehören. SA-Männer unter Leitung des Standartenführers Rilling versperren den Zugang von der Brüderstraße her und fordern die Käufer zum Verlassen des Hauses auf. In der Nacht zum Samstag kleben Nationalsozialisten an jüdische Geschäfte Zettel mit Aufschriften wie ''"Ein Lump und Landesverräter ist, wer in jüdischen Geschäften kauft!"'' oder ''"Geschlossen, da abgereist nach Palästina"''. Am [[1. April]] 1933 stehen ab 10 Uhr morgens SA- und SS-Männer vor den Eingängen der boykottierten Geschäfte, blockieren sie und halten mögliche Käufer durch Warnungen vom Betreten der Geschäfte ab.
Am [[31. März]] [[1933]] beginnt die erste offene antisemitische Aktion der [[NSDAP]] mit dem Boykott von Läden, Arztpraxen und Rechtsanwaltsbüros, deren Besitzer zur [[jüdisch]]en Gemeinde gehören. SA-Männer unter Leitung des Standartenführers Rilling versperren den Zugang von der Brüderstraße her und fordern die Käufer zum Verlassen des Hauses auf. In der Nacht zum Samstag kleben Nationalsozialisten an jüdische Geschäfte Zettel mit Aufschriften wie ''"Ein Lump und Landesverräter ist, wer in jüdischen Geschäften kauft!"'' oder ''"Geschlossen, da abgereist nach Palästina"''. Am [[1. April]] 1933 stehen ab 10 Uhr morgens SA- und SS-Männer vor den Eingängen der boykottierten Geschäfte, blockieren sie und halten mögliche Käufer durch Warnungen vom Betreten der Geschäfte ab.


Durch das "Gesetz zum Schutz des deutschen Einzelhandels" mit Einschränkungen für Warenhäuser und durch das Verbot für NSDAP-Mitglieder, in Warenhäusern einzukaufen, kam es zu Umsatzeinbußen. Am [[9. Mai]] 1933 beschloss der gleichgeschaltete neue Stadtrat Pforzheims, dass städtische Betriebe und das Wohlfahrtsamt nichts mehr aus Warenhäusern, Konsumvereinen und jüdischen Geschäften beziehen dürfen.
Durch das "Gesetz zum Schutz des deutschen Einzelhandels" mit Einschränkungen für Warenhäuser und durch das Verbot für NSDAP-Mitglieder, in Warenhäusern einzukaufen, kam es zu Umsatzeinbußen. Am [[9. Mai]] 1933 beschloss der gleichgeschaltete neue Stadtrat Pforzheims, dass städtische Betriebe und das Wohlfahrtsamt nichts mehr aus Warenhäusern, Konsumvereinen und jüdischen Geschäften beziehen dürfen.
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Andere Angestellte des Kaufhauses Schocken wie [[Isaak Goldberg]], [[Siegfried Hermann]], [[Josef Lowry]], [[Hans Mayer]] und [[Sophie Mlotek]], die ebenfalls zur jüdischen Gemeinde gehören, können zwischen 1934 und 1939 noch rechtzeitig Pforzheim verlassen und entgehen so der Deportation am 22. Oktober 1940 ins [[Lager Gurs]] bzw. von dort 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz.
Andere Angestellte des Kaufhauses Schocken wie [[Isaak Goldberg]], [[Siegfried Hermann]], [[Josef Lowry]], [[Hans Mayer]] und [[Sophie Mlotek]], die ebenfalls zur jüdischen Gemeinde gehören, können zwischen 1934 und 1939 noch rechtzeitig Pforzheim verlassen und entgehen so der Deportation am 22. Oktober 1940 ins [[Lager Gurs]] bzw. von dort 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz.


=== Nach 1945: Kaufhaus Merkur ===
=== Nach 1945: [[Kaufhaus Merkur]] ===
[[Datei:Leo-.jpg|thumb|Blick von Westen auf den Neubau des Kaufhauses Merkur, Anfang der 1950er]]
Nach der Zerstörung des Gebäudes beim [[Luftangriff auf Pforzheim]] am Abend des [[23. Februar]] 1945 und dem Ende des Krieges entstand im August 1945 in der [[Nordstadt]] an der Ecke [[Salierstraße]]/[[Zähringerallee]] ein kleines Warenhaus (heute ist in diesem Haus das Café [[Rosenrot]]).
Nach der Zerstörung des Gebäudes beim [[Luftangriff auf Pforzheim]] am Abend des [[23. Februar]] 1945 und dem Ende des Krieges entstand im August 1945 in der [[Nordstadt]] an der Ecke [[Salierstraße]]/[[Zähringerallee]] ein kleines Warenhaus (heute ist in diesem Haus das Café [[Rosenrot]]).


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Um 1990 wird wie in einigen anderen Horten-Filialen ein neues Angebotskonzept eingeführt, als äußeres Anzeichen dafür darf sich das Kaufhaus nun mit dem Namen "Galeria Horten" schmücken.
Um 1990 wird wie in einigen anderen Horten-Filialen ein neues Angebotskonzept eingeführt, als äußeres Anzeichen dafür darf sich das Kaufhaus nun mit dem Namen "Galeria Horten" schmücken.


=== Galeria Kaufhof seit 1994 ===
=== Galeria Kaufhof 1994-2024 ===
Im Jahre 1994 übernimmt die Kaufhof AG die Firma Horten, damit erhält das Kaufhaus den Namen "Galeria Kaufhof".
Im Jahre 1994 übernimmt die Kaufhof AG die Firma Horten, damit erhält das Kaufhaus den Namen "Galeria Kaufhof".


Im Jahr 2014 wurde die Fassade des Kaufhauses erneuert. Die Hortenkacheln mussten dabei weichen; an ihre Stelle trat eine durchbrochene Aluminiumverkleidung mit unterschiedlich stark aufgebogenen Flügelelementen, die nach Beschreibung des Herstellers eine Wellenoptik ähnlich einer Guilloche erzeugen<ref>[http://www.ebener.de/2014/12/03/neue-kaufhof-fassade-in-pforzheim/ ''Neue Kaufhof-Fassade in Pforzheim''], Pressemeldung Ebener GmbH vom 3. Dezember 2014, abgerufen am 24. März 2018</ref>, womit offensichtlich auf die Tradition der [[Goldstadt|Pforzheimer Schmuckindustrie]] Bezug genommen werden soll.
Im Jahr 2014 wurde die Fassade des Kaufhauses erneuert. Die Hortenkacheln mussten dabei weichen; an ihre Stelle trat eine durchbrochene Aluminiumverkleidung mit unterschiedlich stark aufgebogenen Flügelelementen, die nach Beschreibung des Herstellers eine Wellenoptik ähnlich einer Guilloche erzeugen<ref>[http://www.ebener.de/2014/12/03/neue-kaufhof-fassade-in-pforzheim/ ''Neue Kaufhof-Fassade in Pforzheim''], Pressemeldung Ebener GmbH vom 3. Dezember 2014, abgerufen am 24. März 2018</ref>, womit offensichtlich auf die Tradition der [[Goldstadt|Pforzheimer Schmuckindustrie]] Bezug genommen werden soll.

Am 16.01.2024 hat das Kaufhaus seine Pforten geschlossen<ref>PZ vom 17.01.2024</ref>. Der Mutterkonzern hat mehrere Insolvenzverfahren durchlaufen.

Im Zusammenahng mit der Schließung kam es zu mehreren Aktionen von Gemeinderäten, die zum Teil den OB beschuldigten, hier Chancen versäumt zu haben, zum Teil Verwendungsvorschläge für die Immobilie lieferten.
Von Billig-Mode-Märkten über Nutzung durch die [[Hochschule Pforzheim]] bis zu einer weiteren Mall.


== Adresse ==
== Adresse ==

Aktuelle Version vom 28. März 2026, 15:23 Uhr

OpenStreetMap
OpenStreetMap
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Galeria Kaufhof von Nordwesten (2011)
Galeria Kaufhof von Nordwesten (2006)
Galeria Kaufhof von Nordosten (2006)

Galeria Kaufhof hieß das größte Kaufhaus in der Innenstadt von Pforzheim. Das Gebäude-Ensemble nimmt das gesamte Gelände im Straßenviereck von Westlicher Karl-Friedrich-Straße, Lammstraße, Brüderstraße und Blumenstraße ein. Früher firmierte es im Laufe der Jahre als Kaufhaus S. Wronker & Co., Kaufhaus Schocken, Merkur, Horten und Galeria Horten.

Geschichte

Gründung und erste Jahrzehnte als Kaufhaus Wronker

Kaufhaus Wronker in der Westichen 17

Die Geschichte des größten Kaufhauses in der Pforzheimer Innenstadt beginnt im März 1890 am Marktplatz an der Ecke zur Apothekergasse mit der Eröffnung eines "Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäfts" namens "S. Wronker & Co." 1899 entsteht an gleicher Stelle ein Neubau im Jugendstil mit vier Verkaufsetagen. Am 17. März 1914 eröffnet das Warenhaus Wronker einen Neubau in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 17, der heutigen Adresse der "Galeria Kaufhof". Dafür wurden in dem Häuserblock zwischen der Westlichen, der Scheuern-, Lamm- und Brüderstraße 17 Häuser abgerissen.

Übernahme durch Schocken 1931

Im Zuge der für Wronker desaströsen Weltwirtschaftskrise übernahm 1931 der Kaufmann Schlomo Salman Schocken dieses Warenhaus.

Zeit des Nationalsozialismus

Am 31. März 1933 beginnt die erste offene antisemitische Aktion der NSDAP mit dem Boykott von Läden, Arztpraxen und Rechtsanwaltsbüros, deren Besitzer zur jüdischen Gemeinde gehören. SA-Männer unter Leitung des Standartenführers Rilling versperren den Zugang von der Brüderstraße her und fordern die Käufer zum Verlassen des Hauses auf. In der Nacht zum Samstag kleben Nationalsozialisten an jüdische Geschäfte Zettel mit Aufschriften wie "Ein Lump und Landesverräter ist, wer in jüdischen Geschäften kauft!" oder "Geschlossen, da abgereist nach Palästina". Am 1. April 1933 stehen ab 10 Uhr morgens SA- und SS-Männer vor den Eingängen der boykottierten Geschäfte, blockieren sie und halten mögliche Käufer durch Warnungen vom Betreten der Geschäfte ab.

Durch das "Gesetz zum Schutz des deutschen Einzelhandels" mit Einschränkungen für Warenhäuser und durch das Verbot für NSDAP-Mitglieder, in Warenhäusern einzukaufen, kam es zu Umsatzeinbußen. Am 9. Mai 1933 beschloss der gleichgeschaltete neue Stadtrat Pforzheims, dass städtische Betriebe und das Wohlfahrtsamt nichts mehr aus Warenhäusern, Konsumvereinen und jüdischen Geschäften beziehen dürfen.

„Arisierung“ als Kaufstätte Merkur

Ende September 1938 übernimmt ein Konsortium verschiedener Banken die Schocken AG in Zwickau, damit wird auch das Warenhaus Schocken in Pforzheim arisiert und bekommt den Namen "Kaufstätte Merkur".

Der Geschäftsführer Kurt Aschner emigriert im Herbst 1938 mit seiner Familie in die Niederlande. Dort verhaftet sie die Gestapo 1942 und deportiert sie in das Konzentrationslager Westerbork und 1944 ins Konzentrationslager Bergen-Belsen. Dort stirbt Kurt Aschner am 29. Januar 1945, seine Frau Hedwig wird im "Verlorenen Zug", der sein Ziel Theresienstadt nicht mehr erreicht, nach Tröbitz verschleppt und kommt dort am 23. April 1945 ums Leben[1], einzig der Sohn Manfred überlebt die Nazi-Zeit.

Andere Angestellte des Kaufhauses Schocken wie Isaak Goldberg, Siegfried Hermann, Josef Lowry, Hans Mayer und Sophie Mlotek, die ebenfalls zur jüdischen Gemeinde gehören, können zwischen 1934 und 1939 noch rechtzeitig Pforzheim verlassen und entgehen so der Deportation am 22. Oktober 1940 ins Lager Gurs bzw. von dort 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz.

Nach 1945: Kaufhaus Merkur

Nach der Zerstörung des Gebäudes beim Luftangriff auf Pforzheim am Abend des 23. Februar 1945 und dem Ende des Krieges entstand im August 1945 in der Nordstadt an der Ecke Salierstraße/Zähringerallee ein kleines Warenhaus (heute ist in diesem Haus das Café Rosenrot).

Nach der Rückgabe der Merkur AG an die Familie Schocken 1949 übernimmt die Firma Horten das Warenhaus, das jedoch weiter als "Kaufhaus Merkur" firmiert, und läßt am alten Platz an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße ein neues Gebäude nach einem Entwurf des Architekten Theo Preckel errichten. Einige Jahre später wird dieses unter Auflassung der Scheuernstraße zur Blumenstraße hin erweitert und, wie für Kaufhausbauten des Horten-Konzerns üblich, mit den von Egon Eiermann entwickelten sogenannten Hortenkacheln (siehe Weblinks) verkleidet.

Kaufhaus Horten 1977-1994

Im Jahr 1977 erhält das Pforzheimer Haus schließlich den Namen "Horten"; etwa um diese Zeit wird das Gebäude zur Blumenstraße hin noch einmal um einen sich vom Rest des Gebäudes deutlich abhebenden Anbau erweitert.

Um 1990 wird wie in einigen anderen Horten-Filialen ein neues Angebotskonzept eingeführt, als äußeres Anzeichen dafür darf sich das Kaufhaus nun mit dem Namen "Galeria Horten" schmücken.

Galeria Kaufhof 1994-2024

Im Jahre 1994 übernimmt die Kaufhof AG die Firma Horten, damit erhält das Kaufhaus den Namen "Galeria Kaufhof".

Im Jahr 2014 wurde die Fassade des Kaufhauses erneuert. Die Hortenkacheln mussten dabei weichen; an ihre Stelle trat eine durchbrochene Aluminiumverkleidung mit unterschiedlich stark aufgebogenen Flügelelementen, die nach Beschreibung des Herstellers eine Wellenoptik ähnlich einer Guilloche erzeugen[2], womit offensichtlich auf die Tradition der Pforzheimer Schmuckindustrie Bezug genommen werden soll.

Am 16.01.2024 hat das Kaufhaus seine Pforten geschlossen[3]. Der Mutterkonzern hat mehrere Insolvenzverfahren durchlaufen.

Im Zusammenahng mit der Schließung kam es zu mehreren Aktionen von Gemeinderäten, die zum Teil den OB beschuldigten, hier Chancen versäumt zu haben, zum Teil Verwendungsvorschläge für die Immobilie lieferten. Von Billig-Mode-Märkten über Nutzung durch die Hochschule Pforzheim bis zu einer weiteren Mall.

Adresse

Galeria Kaufhof
Westliche Karl-Friedrich-Straße 17-19
75172 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 3 77-0
Telefax: (0 72 31) 3 77-3 21

Quellen

  • Gerhard Brändle: „Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim“, herausgegeben von der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1985 (1. Auflage) ISBN 3-9800843-1-0
  • Michail Fundaminski: "Aus der Vergangenheit Pforzheimer Warenhäuser", in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 155. Bd. (116. Bd. der neuen Folge), Stuttgart, 2007, S. 505 ff.
  • Pforzheimer Anzeiger vom 1. April 1933
  • Karl Schroth: "Und immer wieder für die Freiheit: Pforzheimer sozialdemokratische Arbeiterbewegung 1924-1939", Pforzheim (SPD-Kreisverband Pforzheim) 1977
  • Olaf Schulze: "Pforzheim, Ein verlorenes Stadtbild", Gudensberg-Gleichen, 1994

Einzelnachweise

  1. Wikipedia zum Thema „Verlorener Zug”
  2. Neue Kaufhof-Fassade in Pforzheim, Pressemeldung Ebener GmbH vom 3. Dezember 2014, abgerufen am 24. März 2018
  3. PZ vom 17.01.2024

Weblinks