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Klara Müßle

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Klara Müßle (* 1901 in Pforzheim; ermordet 24. September 1942 in Auschwitz), geb. Vogt, war als Angehörige der "Zeugen Jehovas" Kriegsgegnerin und Opfer des NS-Regimes.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Die Näherin Klara Müßle, geb. Vogt, gehört zu den „Ernsten Bibelforschern“, heute „Zeugen Jehovas“ genannt. Die kleine religiöse Gruppe wird schon im Mai 1933 verboten, da ihre Mitglieder mit Berufung auf die Bibel jegliche Eidesleistung verweigern und auf dem fünften Gebot: „Du sollst nicht töten“ beharren.

Widerstehen aus dem Glauben

1939 kommt Klara Müßle in die Schusslinie der Gestapo, weil sie sich weigert, am Betriebsappell der Firma Schmidt und Bruckmann in der Bleichstraße mit kollektivem Anhören der im Rundfunk übertragenen Hitler-Rede teilzunehmen. 1940 verhaftet die Pforzheimer Gestapo Klara Müßle, die Mutter von zwei kleinen Kindern, weil sie aus Glaubens- und Gewissensgründen die Beteiligung an Kriegsvorbereitung und Krieg ablehnt und sich deswegen weigert, einen Luftschutzkurs mitzumachen.

Gefangenschaft

Im Pforzheimer Gefängnis ist sie in einer Dunkelzelle eingesperrt und soll so gezwungen werden zu unterschreiben, dass sie ihrem Glauben abschwört. Ohne Anklage oder Urteil ist sie von September 1940 bis Juli 1942 im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, dann wird sie in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort am 24. September 1942 ermordet.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion "Stolpersteine" wurde für Klara Müßle am 13. März 2008 ein Stein vor ihrer letzten Arbeitsstätte, der Firma Schmidt & Bruckmann in der Bleichstraße 84-86, in den Boden eingelassen.

Literatur

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