Erschießung britischer Flieger in Huchenfeld
Von Stadtwiki
Die Erschießung britischer Flieger in Huchenfeld war ein Kriegsverbrechen, das sich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges am 17. und 18. März 1945 in der damals selbständigen Gemeinde Huchenfeld, einem heutigen Stadtteil von Pforzheim, abspielte.
Im März 1945, wenige Wochen nach dem verheerenden Luftangriff auf Pforzheim, war die Besatzung eines angeschossenen britischen Flugzeuges in der Umgebung von Huchenfeld mit dem Fallschirm abgesprungen. Fünf der Besatzungsmitglieder, Harold Frost, Gordon Hall, Sidney Matthews, Edward Percival und James Vinall, wurden aufgegriffen und auf Anordnung der nationalsozialistischen Verwaltung, entgegen den Vorschriften des Kriegsrechts, in Huchenfeld erschossen. Drei weitere Besatzungsmitglieder aus dem selben Flugzeug, Tom Tate, Norman Bradley und der Pilot John Wynne überlebten.[1]
Gedenken und Versöhnung
Für die erschossenen Flieger wurde 1992 eine Gedenktafel an der Nordwand der Huchenfelder Kirche angebracht.
In den 1990er-Jahren nahmen Huchenfelder Bürger und die Überlebenden der Flugzeugbesatzung erste Kontakte zueinander auf. John Wynne lud 1996 erstmals Schüler aus Huchenfeld in seinen damaligen Wohnort Llanbedr ein. Kurze Zeit später wurde der Freundeskreis Wales gegründet, der in Folge den Schüleraustausch zwischen Huchenfeld und Llanbedr pflegte. Nach und nach wuchsen auch auf Vereins- und Verwaltungsebene Freundschaften, die 2008 schließlich in eine offzielle Partnerschaft zwischen Huchenfeld und Llanbedr mündeten.[1]
Quellen
Weblinks
- Informationen zur Erschießung britischer Flieger auf www.angriff1945.de
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Endphaseverbrechen”
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