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Volksbank Pforzheim: Unterschied zwischen den Versionen
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Im September [[1919]] war die Rechtsform in eGmbH geändert worden. Dieser Schritt war bereits ein halbes Jahr vor Kriegsende beschlossen worden, die notwendigen Formalitäten konnten kriegsbedingt jedoch nicht vorgenommen werden. |
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In der Weltwirtschaftskrise ab [[1929]] kam der Gewerbebank in einem Einzelfall besondere Bedeutung zu. Zahlreiche Schmuckbetriebe, in den Vorjahren bereits instabil aufgestellt, gerieten in die Insolvenz. Der Firma Schupp, infolge der Krise mit Schulden im sechsstelligen Bereich kämpfend, gewährte die Bank einen Blankokredit. Dadurch konnte der bis heute (Stand 2026) existierende Betrieb gerettet werden. |
In der Weltwirtschaftskrise ab [[1929]] kam der Gewerbebank in einem Einzelfall besondere Bedeutung zu. Zahlreiche Schmuckbetriebe, in den Vorjahren bereits instabil aufgestellt, gerieten in die Insolvenz. Der Firma Schupp, infolge der Krise mit Schulden im sechsstelligen Bereich kämpfend, gewährte die Bank einen Blankokredit. Dadurch konnte der bis heute (Stand 2026) existierende Betrieb gerettet werden. |
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[[1936]] wurde die Bank beauftragt, die Wildbader [[Enztalbank Häberle & Co. KG]] zu liquidieren. Die Mitgliederzahl lag in dieser Zeit bei etwa 1.500. Sie erhöhte sich nach anfänglichen [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingten]] Einbußen in den Folgejahren wieder, vor allem durch zentralisierende Maßnahmen der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]: Im April [[1940]] erfolgte im |
[[1936]] wurde die Bank beauftragt, die Wildbader [[Enztalbank Häberle & Co. KG]] zu liquidieren. Die Mitgliederzahl lag in dieser Zeit bei etwa 1.500. Sie erhöhte sich nach anfänglichen [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingten]] Einbußen in den Folgejahren wieder, vor allem durch zentralisierende Maßnahmen der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]: Im April [[1940]] erfolgte im Zuge einer reichsweiten Vereinheitlichung in der Namensgebung vergleichbarer Banken die Umfirmierung in „Volksbank Pforzheim eGmbH“. |
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[[1943]] wurde die „Landesbank für Haus- und Grundbesitz“ zwangsweise aufgelöst. Diese hatte erst vier Jahre zuvor im Zuge der [[Arisierung]] das [[Bankhaus Robert Bloch|Privatbankhaus Bloch]] übernommen. Die Pforzheimer Filiale der Landesbank fusionierte mit der Volksbank Pforzheim. Die Mitgliederzahl der vereinigten Bank |
[[1943]] wurde die „Landesbank für Haus- und Grundbesitz“ zwangsweise aufgelöst. Diese hatte erst vier Jahre zuvor im Zuge der [[Arisierung]] das [[Bankhaus Robert Bloch|Privatbankhaus Bloch]] übernommen. Die Pforzheimer Filiale der Landesbank fusionierte mit der Volksbank Pforzheim. Die Mitgliederzahl der vereinigten Bank betrug im Jahr [[1944]] 1765. |
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Beim Bombenangriff auf Pforzheim am [[23. Februar]] [[1945]] wurden die Gebäude der Bank in der Zerrennerstraße und der Dillsteiner Straße vollständig zerstört. Die Banktresore überstanden den Angriff zwar, waren zunächst aber nicht zugänglich. Nach Kriegsende wurden sie teilweise geplündert, teilweise amtlich beschlagnahmt. |
Beim Bombenangriff auf Pforzheim am [[23. Februar]] [[1945]] wurden die Gebäude der Bank in der Zerrennerstraße und der Dillsteiner Straße vollständig zerstört. Die Banktresore überstanden den Angriff zwar, waren zunächst aber nicht zugänglich. Nach Kriegsende wurden sie teilweise geplündert, teilweise amtlich beschlagnahmt. |
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Nach Ende der NS-Herrschaft war Otto Wagner auf Anweisung der Militärregierung neuer, und zunächst alleiniger Bankvorstand. Ebenfalls auf |
Nach Ende der NS-Herrschaft war Otto Wagner auf Anweisung der Militärregierung neuer, und zunächst alleiniger Bankvorstand. Ebenfalls auf Militärregierungsbefehl wurde im September 1945 die Volksbank Brötzingen übernommen. Deren Räumlichkeiten waren nun vorübergehend Hauptstelle der Pforzheimer Volksbank. |
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[[1946]] konnte in der [[Leopoldstraße]] 6 eine Etage des zerstörten Hauses mit 500 qm gemietet werden. Zur Währungsreform vom |
[[1946]] konnte in der [[Leopoldstraße]] 6 eine Etage des zerstörten Hauses mit 500 qm gemietet werden. Zur Währungsreform vom Reichsmark auf D-Mark im Juni [[1948]] war die Geschäftsstelle betriebsbereit, obwohl das Haus als solches noch nicht fertig war. Die offizielle Einweihung wurde am [[27. September]] 1948 gefeiert. Die Bank hatte zu diesem Zeitpunkt 1766 Mitglieder; die erste Bilanzsumme, die auf D-Mark vorgelegt wurde, betrug 2,2 Millionen DM. Die Bank war die erste in der Stadt, welche wieder eine eigene Hauptstelle zur Verfügung hatte. |
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In der Hauptsache wurden in den Folgejahren Kredite vergeben, die im direkten Zusammenhang mit dem Wiederaufbau Pforzheims standen. Da die verfügbaren Geldmittel weit unterhalb des angefragten Bedarfs lagen, begann die Bank auch als Vermittler tätig zu werden und erhielt 1948 erstmals in ihrer Geschichte eine Außenhandelslizenz. |
In der Hauptsache wurden in den Folgejahren Kredite vergeben, die im direkten Zusammenhang mit dem Wiederaufbau Pforzheims standen. Da die verfügbaren Geldmittel weit unterhalb des angefragten Bedarfs lagen, begann die Bank auch als Vermittler tätig zu werden und erhielt 1948 erstmals in ihrer Geschichte eine Außenhandelslizenz. |
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*Da Entscheidungen vor Ort, und bisweilen auch aus Einschätzungen persönlicher Gespräche mit dem Umfeld der Antragsteller entstanden, waren die Wege kürzer als bei überregionalen Großbanken. Besonders das spätere Vorstandmitglied Paul Huck wurde für seine „Stammtischbesuche“ bekannt. |
*Da Entscheidungen vor Ort, und bisweilen auch aus Einschätzungen persönlicher Gespräche mit dem Umfeld der Antragsteller entstanden, waren die Wege kürzer als bei überregionalen Großbanken. Besonders das spätere Vorstandmitglied Paul Huck wurde für seine „Stammtischbesuche“ bekannt. |
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*Im November [[1949]] gründete die Bank in Zusammenarbeit mit lokalen Einzelhändlern die „Waren-Kredit-Genossenschaft Pforzheimer Einzelhändler“, was auch die Versorgung der Bevölkerung mit der im Krieg zerstörten Grundversorgung erleichterte. |
*Im November [[1949]] gründete die Bank in Zusammenarbeit mit lokalen Einzelhändlern die „Waren-Kredit-Genossenschaft Pforzheimer Einzelhändler“, was auch die Versorgung der Bevölkerung mit der im Krieg zerstörten Grundversorgung erleichterte. |
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Begünstigt wurde der Zugang zur Bank auch durch die Eröffnung einer Zahlstelle in [[Dillweißenstein]] im Oktober [[1950]]. |
Begünstigt wurde der Zugang zur Bank auch durch die Eröffnung einer Zahlstelle in [[Dillweißenstein]] im Oktober [[1950]]. |
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Eine weitere Neugründung war im Mai 1951 der „Erste Sparverein Pforzheim“, der zugleich der zweite Gewinnsparverein Deutschlands war. Bis [[1968]] war der Verein auf über 30.000 Mitglieder angewachsen. |
Eine weitere Neugründung war im Mai 1951 der „Erste Sparverein Pforzheim“, der zugleich der zweite Gewinnsparverein Deutschlands war. Bis [[1968]] war der Verein auf über 30.000 Mitglieder angewachsen. |
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Im Dezember [[1953]] wurde nach eineinhalb Jahren Bauzeit die neue Hauptstelle in der [[Westliche Karl-Friedrich-Straße]] eröffnet. Diese |
Im Dezember [[1953]] wurde nach eineinhalb Jahren Bauzeit die neue Hauptstelle in der [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlichen Karl-Friedrich-Straße]] eröffnet. Diese wies als erste Bankstelle in Pforzheim einen Tag- und Nacht-Tresor auf, in der Schalterhalle dienten Förderbänder und Rohrpostsysteme dem Belegtransport. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Bank seit der Währungsreform Kredite in Höhe von 69 Millionen DM vergeben und hatte über 700 Hausbauten sowie knapp 590 Bauten für das Gewerbe finanziert. Zwei Jahre später war die Volksbank die fünftgrößte deutsche Volksbank und hatte Ende 1956 mehr als 3.900 Mitglieder. |
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Ausdruck des Wachstums in den [[1950er]]n war auch die Eröffnung weiterer Filialen ([[1953]]] in [[Mühlacker]] sowie [[Calmbach]] und [[Niefern]] [[1955]]) und die Fusion mit kleineren Genossenschaftsbanken (''Volksbank Wiernsheim'' 1952 und ''Volksbank Neuenbürg'' [[1954]]). [[1961]] erfolgte noch die Fusion mit der ''Spar- und Darlehenskasse Dobel'' und die Eröffnung einer Zweigstelle in [[Huchenfeld]]. |
Ausdruck des Wachstums in den [[1950er]]n war auch die Eröffnung weiterer Filialen ([[1953]]] in [[Mühlacker]] sowie [[Calmbach]] und [[Niefern]] [[1955]]) und die Fusion mit kleineren Genossenschaftsbanken (''Volksbank Wiernsheim'' 1952 und ''Volksbank Neuenbürg'' [[1954]]). [[1961]] erfolgte noch die Fusion mit der ''Spar- und Darlehenskasse Dobel'' und die Eröffnung einer Zweigstelle in [[Huchenfeld]]. |
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Modernisiert wurde 1957 die Filiale in Wildbad |
Modernisiert wurde 1957 die Filiale in Wildbad; in Dillweißenstein wurden im nächsten Jahr größere Räume angemietet, die den zeitgenössischen Ansprüchen besser entsprachen. |
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Im Jubiläumsjahr [[1958]] hatte die Bank 4.318 Mitglieder und wuchs weiter. [[1961]] war die Bank bei einer Bilanzsumme von 104 Millionen DM zur drittgrößten |
Im Jubiläumsjahr [[1958]] hatte die Bank 4.318 Mitglieder und wuchs weiter. [[1961]] war die Bank bei einer Bilanzsumme von 104 Millionen DM zur drittgrößten deutschen Volksbank angewachsen. |
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Nachdem im Januar 1961 in [[Huchenfeld]] eine weitere Filiale eröffnet wurde, widmete man sich dem Ausbau der Hauptstelle. Noch im selben Jahr war als erster seiner Art in Pforzheim ein Spätschalter eröffnet worden, der gut angenommen wurde. Insgesamt war die Hauptstelle zu klein geworden, weswegen zur [[Goethestraße]] hin ein Anbau entstand. In diesem wurde [[1962]] eine Lochkartenanlage in Betrieb genommen, ebenfalls ein Novum für Pforzheimer Kreditinstitute. |
Nachdem im Januar 1961 in [[Huchenfeld]] eine weitere Filiale eröffnet wurde, widmete man sich dem Ausbau der Hauptstelle. Noch im selben Jahr war als erster seiner Art in Pforzheim ein Spätschalter eröffnet worden, der gut angenommen wurde. Insgesamt war die Hauptstelle zu klein geworden, weswegen zur [[Goethestraße]] hin ein Anbau entstand. In diesem wurde [[1962]] eine Lochkartenanlage in Betrieb genommen, ebenfalls ein Novum für Pforzheimer Kreditinstitute. |
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* [[1972]]: ''Raiffeisenbank Tiefenbronn'', ''Warenkreditgenossenschaft Pforzheim'' und ''Spar- und Kreditbank Pforzheim'' |
* [[1972]]: ''Raiffeisenbank Tiefenbronn'', ''Warenkreditgenossenschaft Pforzheim'' und ''Spar- und Kreditbank Pforzheim'' |
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Maßgabe bei den nach und nach folgenden Renovierungen der ehemaligen Bankhauptstellen ist das Prinzip „So viel Technik wie nötig, so viel persönlicher Kundenkontakt wie möglich“ |
Maßgabe bei den nach und nach folgenden Renovierungen der ehemaligen Bankhauptstellen ist das Prinzip „So viel Technik wie nötig, so viel persönlicher Kundenkontakt wie möglich“. |
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[[1977]], kurz nach internationaler Inbetriebnahme des Datennetzes SWIFT, wurde auch die Volksbank Pforzheim daran angeschlossen. Auch der Ausbau des Filialnetzes ging weiter: Neben weiteren Anlaufstellen innerhalb von Pforzheim |
[[1977]], kurz nach internationaler Inbetriebnahme des Datennetzes SWIFT, wurde auch die Volksbank Pforzheim daran angeschlossen. Auch der Ausbau des Filialnetzes ging weiter: Neben weiteren Anlaufstellen innerhalb von Pforzheim wurden [[1979]] in [[Haidach]], [[1980]] in [[Enzklösterle]] und [[1984]] in [[Kieselbronn]] neue Geschäftsstellen eröffnet. Damit hatte die Bank ihre 50. Zweigstelle im Geschäftsgebiet in Betrieb. |
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Als es ab Mitte der [[1980er]] Jahre in der Pforzheimer Schmuckindustrie zur allgemeinen Krise kam und auch in anderen Branchen ein Niedergang einsetzte, wurde bei der Volksbank eine Sanierungsabteilung gegründet, welche den Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Umstrukturierung der Gewerbekunden legte. Kreditentscheidungen wurden weiterhin nicht ausschließlich aufgrund der Zahlen getroffen, sondern auch aufgrund persönlicher Einschätzungen. |
Als es ab Mitte der [[1980er]] Jahre in der Pforzheimer Schmuckindustrie zur allgemeinen Krise kam und auch in anderen Branchen ein Niedergang einsetzte, wurde bei der Volksbank eine Sanierungsabteilung gegründet, welche den Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Umstrukturierung der Gewerbekunden legte. Kreditentscheidungen wurden weiterhin nicht ausschließlich aufgrund der Zahlen getroffen, sondern auch aufgrund persönlicher Einschätzungen. |
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Dabei geriet die Volksbank selbst in einen Wandel, als ab den [[1990er]] Jahren zunehmender Konkurrenzdruck durch Groß- und Direktbanken entstand. Erneut entstand ein Fusionsdruck, der [[1990]] zur Fusion mit der ''Raiffeisenbank Schömberg'', [[1992]] mit der ''Knittlinger Raiffeisenbank'' und schließlich [[1994]] mit der '''Raiffeisenbank Ispringen''' führte. |
Dabei geriet die Volksbank selbst in einen Wandel, als ab den [[1990er]] Jahren zunehmender Konkurrenzdruck durch Groß- und Direktbanken entstand. Erneut entstand ein Fusionsdruck, der [[1990]] zur Fusion mit der ''Raiffeisenbank Schömberg'', [[1992]] mit der ''Knittlinger Raiffeisenbank'' und schließlich [[1994]] mit der '''Raiffeisenbank Ispringen''' führte. |
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Ein weiterer Schritt war der Anschluss an |
Ein weiterer Schritt war der Anschluss an das genossenschaftliche Rechenzentrum Fiducia, wodurch [[1989]], nach 27 Jahren, der Eigenbetrieb aufgegeben wurde. |
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Unter dem Stichwort „VobaPlus“ wurden in den 1990er Jahren die Geschäftsstellen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. [[1997]] wurde Internet-Banking eingeführt. Die Pforzheimer Volksbank war die erste Bank in Baden, die diesen Schritt unternahm. |
Unter dem Stichwort „VobaPlus“ wurden in den 1990er Jahren die Geschäftsstellen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. [[1997]] wurde Internet-Banking eingeführt. Die Pforzheimer Volksbank war die erste Bank in Baden, die diesen Schritt unternahm. |
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Die Bankenkrise der Jahren [[2008]]/[[2009|09]] überstand die Volksbank im Prinzip gut. Aufgrund der damit einhergehenden Konjunkturkrise und den deutlich strengeren Regularien für Kreditinstitute stand die Bank dennoch vor größeren Herausforderungen. |
Die Bankenkrise der Jahren [[2008]]/[[2009|09]] überstand die Volksbank im Prinzip gut. Aufgrund der damit einhergehenden Konjunkturkrise und den deutlich strengeren Regularien für Kreditinstitute stand die Bank dennoch vor größeren Herausforderungen. |
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Eine Folge war die Fusion mit der '' |
Eine Folge war die Fusion mit der ''Raiffeisenbank Birkenfeld'' im Jahr [[2012]], da diese den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnte. |
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[[2018]] wurde die Filiale Neuenbürg durch einen Neubau an einem günstiger gelegenen Standort ersetzt. |
[[2018]] wurde die Filiale Neuenbürg durch einen Neubau an einem günstiger gelegenen Standort ersetzt. |
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[[2022]] fusionierte die Volksbank Pforzheim eG mit der Volksbank [[Karlsruhe]] [[Baden-Baden]] eG und der [[VR Bank Enz plus]] eG zur [[Volksbank pur eG]] mit Sitz in Karlsruhe. |
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== Filialen == |
== Filialen == |
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Aktuelle Version vom 3. September 2026, 17:26 Uhr

Die Volksbank Pforzheim war eine 1834 gegründete, genossenschaftlich organisierte Bank, die 2022 durch Fusion in der Volksbank pur aufging. In der Westlichen Karl-Friedrich-Straße, gegenüber der Schlössle-Galerie, war die Hauptgeschäftsstelle im sogenannten VolksbankHaus untergebracht. Die Bank war in Pforzheim und dem Enzkreis mit 48 (2013) Standorten vertreten.
Geschäftsführung
2019 war Jürgen Zachmann Vorstandsvorsitzender, Aufsichtsrats-Vorsitzender war Dr. Gerhard Bossert.
Bilanzsumme (2019): 2.741 Millionen Euro; Kunden (2015): 120 000; Filialen: 47
Geschichte
Bis 1918
Mitte der 1860er Jahre gab es in Pforzheim vier Privatbankiers. Sie konnten den gestiegenen Bedarf an Krediten bei Pforzheims stark wachsender Schmuckindustrie und handwerklichen Kleinbetrieben mit Investitionsbedarf nicht decken.
Großer Verfechter der Genossenschaftsidee nach Schutze-Delitzsch war der Industrielle Moritz Müller. Er , weitere Industrielle, Oberbürgermeister Kaspar Schmidt, Bürgermeister Carl Gruner, einige Bezirksräte und Landtagsabgeordnete sowie Vertreter des wenige Jahre zuvor gegründeten Karlsruher Vorschussvereins versammelten sich am 17. November 1867 in einem Pforzheimer Gasthaus, um über die Gründung eines Vorschussvereins zu diskutieren.
Bei einer zweiten Beratung am 1. Dezember des selben Jahres wurde die Ausarbeitung einer Satzung beschlossen. 183 Pforzheimer Bürger trugen sich als Interessenten für eine Mitgliedschaft ein.
Neben Moritz Müller war Ferdinand Zerrenner eine treibende Kraft hinter der Gründung, die formal am 19. Januar 1869 mit 104 Gründungsmitgliedern als „Vorschussverein für Stadt und Bezirk Pforzheim“ erfolgte. Zerrenner wurde Mitglied des „Ausschusses“, dessen Vorsitzender wurde Bürgermeister Gruner. Vereinsvorstand wurde Schmuckfabrikant Christoph Becker, erster Kassierer war Carl Ferdinand Strauß und zum Buchhalter wurde Julius Heintz gewählt.
Am 1. März 1868 nahm die Bank in gemieteten Räumen in der Baumstraße D 188 ihren Betrieb auf. Bereits zweieinhalb Monate später wurde in die untere Leopoldstraße D 182 gewechselt.
Nach sechs Monaten Betrieb waren Darlehen in einer Gesamthöhe von 34.715 Gulden vergeben. Zum Ende des ersten Geschäftsjahres hatte der Verein 522 Mitglieder und einen Reingewinn von 758 Gulden und 8 Kronen erwirtschaftet.
Zu Beginn des Deutsch-Französischen Kriegs war der Verein kurzzeitig zahlungsunfähig, nachdem zahlreiche Gläubiger ihre Guthaben zurückforderten. Kaum ein Viertel der geforderten Summe konnte die Bank aufbringen, weswegen man die Kreditvergabe einstellte, bis sich die Situation entspannte.
Mit Ende des Kriegs setzte in Pforzheims Schmuckindustrie ein überdurchschnittliches Wachstum ein, das sich auch auf den Vorschussverein auswirkte. Mitte der 1870er Jahre waren Kredite in Höhe von über 3,5 Millionen Mark vergeben worden, dazu kamen Prolongationen über etwa 6 Millionen Mark.
1874 wurde, den neuen gesetzlichen Bestimmungen folgend, der Verein in eine „eingetragene Genossenschaft“ umgewandelt. Der neue Name lautete „Vorschussverein Pforzheim eG“. Das Genossenschaftsanteil betrug 600 Mark und konnte in Monatsraten zu 50 Pfennig eingezahlt werden. Aufsichtsratsvorsitzender war der bisherige Ausschussvorsitzende Ferdinand Zerrenner.
Ende 1875 wurden Mitgliedern aus Brötzingen keine Kredite mehr gewährt, nachdem aus dem dortigen Bürgermeisteramt infolge eines falschen Zeugnisses der Bank ein finanzieller Schaden entstanden war.
Die so genannte „Gründerkrise“, die in einem Börsencrash im Mai 1873 in Wien ihren Anfang nahm, erreichte Pforzheim drei Jahre später: Einige erst entstandene Schmuckfabriken mussten wieder schließen. Die Bank selbst war schnell gewachsen, die Mitgliederzahl hatte sich seit 1871 fast verdreifacht auf rund 3.600 Mitglieder. Entsprechend wurden Darlehen gewährt. Verstärkt durch die „Baukrise“ im Jahr 1877, bei der zahlreiche laufende Bauprojekte mangels Kreditratenzahlungen eingestellt werden mussten, verlor die Bank innerhalb kurzer Zeit über 1.500 Mitglieder, und damit Einlagen, Mitgliedsbeiträge und Darlehenserträge. Um einen Teil der Forderungen einzubringen, erwarb der Verein Grundstücke aus dem Eigentum der Schuldner.
Während die Krise noch nicht bewältigt war, starb 1877 Vereinsdirektor Becker. Sein Nachfolger, Wilhelm Hepp, äußerte zu Beginn Zweifel, ob der Vorschussverein die Krise überstehen könne.
Bis Ende der 1880er Jahre gelang die Konsolidierung. Im Februar 1890 erfolgte aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben die Änderung des Vereins in eine eGmuH, also die Einführung der unbeschränkten Haftpflicht.
Im Juni 1892 wurde ein Haus in der Zerrennerstraße 27 erworben, welches bis dahin der Familie des langjährigen Vereins-Buchhalters Heintz gehört hatte. Im Hinterhaus des Gebäudes wurden die Geschäftsräume eingerichtet. Drei Jahre später wurde erstmals Kontokorrentverkehr eingeführt. Dies hatte einen Anstieg der Mitgliederzahlen zur Folge.
Im April 1907 wurde die Umbenennung in „Pforzheimer Gewerbebank eGmuH“ beschlossen. Damit einher ging die vollständige bankmäßige Führung des Geschäfts. Um dieses besser ausüben zu können, wurde für 90.000 Mark statt der Räume im Hinterhaus ein dreigeschössiger Neubau in der Zerrennerstraße 27 geschaffen.
Der Erste Weltkrieg brachte der Bank die nächste Krise: Kurz vor Kriegsbeginn war der Pforzheimer Bankenverein, ein wichtiger Finanzier der stark gewachsenen Schmuckindustrie, geschlossen worden. Mit Beginn der Kampfhandlungen waren die Absatzmärkte und die Rohstoffquellen für die Industrie weggebrochen. Viele Mitglieder hoben ihr Geld ab, mehr als 500 Menschen beendeten ihre Mitgliedschaft. Kredite gewährte die Bank in dieser Zeit vor allem kleinen Handwerksbetrieben, die ebenfalls unter den Kriegsfolgen litten. Zwar konnte sich die Bank bis Kriegsende erholen, doch die beginnende Inflation, die 1923 ihren Höhepunkt erreichte, stellte die Bank vor neue Probleme.
Bis 1945
Im September 1919 war die Rechtsform in eGmbH geändert worden. Dieser Schritt war bereits ein halbes Jahr vor Kriegsende beschlossen worden, die notwendigen Formalitäten konnten kriegsbedingt jedoch nicht vorgenommen werden.
1924 wurde in Wildbad die erste Zweigstelle eröffnet. 1927 wurde angesichts gestiegener Geschäftstätigkeit auf maschinelle Buchhaltung umgestellt.
In der Weltwirtschaftskrise ab 1929 kam der Gewerbebank in einem Einzelfall besondere Bedeutung zu. Zahlreiche Schmuckbetriebe, in den Vorjahren bereits instabil aufgestellt, gerieten in die Insolvenz. Der Firma Schupp, infolge der Krise mit Schulden im sechsstelligen Bereich kämpfend, gewährte die Bank einen Blankokredit. Dadurch konnte der bis heute (Stand 2026) existierende Betrieb gerettet werden.
1936 wurde die Bank beauftragt, die Wildbader Enztalbank Häberle & Co. KG zu liquidieren. Die Mitgliederzahl lag in dieser Zeit bei etwa 1.500. Sie erhöhte sich nach anfänglichen kriegsbedingten Einbußen in den Folgejahren wieder, vor allem durch zentralisierende Maßnahmen der Nationalsozialisten: Im April 1940 erfolgte im Zuge einer reichsweiten Vereinheitlichung in der Namensgebung vergleichbarer Banken die Umfirmierung in „Volksbank Pforzheim eGmbH“.
1943 wurde die „Landesbank für Haus- und Grundbesitz“ zwangsweise aufgelöst. Diese hatte erst vier Jahre zuvor im Zuge der Arisierung das Privatbankhaus Bloch übernommen. Die Pforzheimer Filiale der Landesbank fusionierte mit der Volksbank Pforzheim. Die Mitgliederzahl der vereinigten Bank betrug im Jahr 1944 1765.
Beim Bombenangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 wurden die Gebäude der Bank in der Zerrennerstraße und der Dillsteiner Straße vollständig zerstört. Die Banktresore überstanden den Angriff zwar, waren zunächst aber nicht zugänglich. Nach Kriegsende wurden sie teilweise geplündert, teilweise amtlich beschlagnahmt.
Nach 1945
Nach Ende der NS-Herrschaft war Otto Wagner auf Anweisung der Militärregierung neuer, und zunächst alleiniger Bankvorstand. Ebenfalls auf Militärregierungsbefehl wurde im September 1945 die Volksbank Brötzingen übernommen. Deren Räumlichkeiten waren nun vorübergehend Hauptstelle der Pforzheimer Volksbank.
1946 konnte in der Leopoldstraße 6 eine Etage des zerstörten Hauses mit 500 qm gemietet werden. Zur Währungsreform vom Reichsmark auf D-Mark im Juni 1948 war die Geschäftsstelle betriebsbereit, obwohl das Haus als solches noch nicht fertig war. Die offizielle Einweihung wurde am 27. September 1948 gefeiert. Die Bank hatte zu diesem Zeitpunkt 1766 Mitglieder; die erste Bilanzsumme, die auf D-Mark vorgelegt wurde, betrug 2,2 Millionen DM. Die Bank war die erste in der Stadt, welche wieder eine eigene Hauptstelle zur Verfügung hatte.
In der Hauptsache wurden in den Folgejahren Kredite vergeben, die im direkten Zusammenhang mit dem Wiederaufbau Pforzheims standen. Da die verfügbaren Geldmittel weit unterhalb des angefragten Bedarfs lagen, begann die Bank auch als Vermittler tätig zu werden und erhielt 1948 erstmals in ihrer Geschichte eine Außenhandelslizenz. Zu den Wiederaufbauprojekten, die maßgeblich von der Volksbank mitgetragen wurden, gehört die Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG und die Mast & Oehlert Mineralölvertrieb GmbH.
Das schnelle Wachstum der Bank – 1951 war sie die größte badische Volksbank bei einer Bilanzsumme von 12,3 Millionen DM – beruhte auf mehreren Gründen:
- Man vergab Kredite, die anderswo bereits abgelehnt worden waren. Für diese Risikobereitschaft wurde die Bank bekannt; zu größeren Ausfällen kam es nicht.
- Da Entscheidungen vor Ort, und bisweilen auch aus Einschätzungen persönlicher Gespräche mit dem Umfeld der Antragsteller entstanden, waren die Wege kürzer als bei überregionalen Großbanken. Besonders das spätere Vorstandmitglied Paul Huck wurde für seine „Stammtischbesuche“ bekannt.
- Im November 1949 gründete die Bank in Zusammenarbeit mit lokalen Einzelhändlern die „Waren-Kredit-Genossenschaft Pforzheimer Einzelhändler“, was auch die Versorgung der Bevölkerung mit der im Krieg zerstörten Grundversorgung erleichterte.
Begünstigt wurde der Zugang zur Bank auch durch die Eröffnung einer Zahlstelle in Dillweißenstein im Oktober 1950.
Eine weitere Neugründung war im Mai 1951 der „Erste Sparverein Pforzheim“, der zugleich der zweite Gewinnsparverein Deutschlands war. Bis 1968 war der Verein auf über 30.000 Mitglieder angewachsen.
Im Dezember 1953 wurde nach eineinhalb Jahren Bauzeit die neue Hauptstelle in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße eröffnet. Diese wies als erste Bankstelle in Pforzheim einen Tag- und Nacht-Tresor auf, in der Schalterhalle dienten Förderbänder und Rohrpostsysteme dem Belegtransport. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Bank seit der Währungsreform Kredite in Höhe von 69 Millionen DM vergeben und hatte über 700 Hausbauten sowie knapp 590 Bauten für das Gewerbe finanziert. Zwei Jahre später war die Volksbank die fünftgrößte deutsche Volksbank und hatte Ende 1956 mehr als 3.900 Mitglieder.
Ausdruck des Wachstums in den 1950ern war auch die Eröffnung weiterer Filialen (1953] in Mühlacker sowie Calmbach und Niefern 1955) und die Fusion mit kleineren Genossenschaftsbanken (Volksbank Wiernsheim 1952 und Volksbank Neuenbürg 1954). 1961 erfolgte noch die Fusion mit der Spar- und Darlehenskasse Dobel und die Eröffnung einer Zweigstelle in Huchenfeld.
Modernisiert wurde 1957 die Filiale in Wildbad; in Dillweißenstein wurden im nächsten Jahr größere Räume angemietet, die den zeitgenössischen Ansprüchen besser entsprachen.
Im Jubiläumsjahr 1958 hatte die Bank 4.318 Mitglieder und wuchs weiter. 1961 war die Bank bei einer Bilanzsumme von 104 Millionen DM zur drittgrößten deutschen Volksbank angewachsen.
Nachdem im Januar 1961 in Huchenfeld eine weitere Filiale eröffnet wurde, widmete man sich dem Ausbau der Hauptstelle. Noch im selben Jahr war als erster seiner Art in Pforzheim ein Spätschalter eröffnet worden, der gut angenommen wurde. Insgesamt war die Hauptstelle zu klein geworden, weswegen zur Goethestraße hin ein Anbau entstand. In diesem wurde 1962 eine Lochkartenanlage in Betrieb genommen, ebenfalls ein Novum für Pforzheimer Kreditinstitute. Neu waren außerdem zwei Autoschalter, die im Januar 1963 eröffnet wurden.
Einen Autoschalter erhielt auch die Zweigstelle Mühlacker, die überdurchschnittlich gewachsen war und deswegen einen Neubau erhielt. Zusätzliche Filialen wurden im Pforzheimer Stadtgebiet eingerichtet, wodurch das Geschäft in der Hauptstelle entlastet wurde. In kurzer Folge entstanden Mitte der 1960er Jahre weitere Filialen in Höfen, Eutingen, Ispringen, Arlinger, Ötisheim sowie eine zusätzliche Filiale in Mühlacker. 1973 eröffnete eine Geschäftsstelle in Schwann.
Die gerade erst eingeführten Lochkarten wurden Mitte 1966 durch ein computergestütztes Datenverarbeitungssystem ersetzt. Ein „Gamma 10“ von Bull General Electric übernahm die Buchhaltung. Bewusst entschied sich die Bank Anfang der 1970er Jahre gegen den Anschluss an eines der genossenschaftlichen Rechenzentren, da keines den eigenen Bedürfnissen entsprach.
Kleinere Genossenschaftsbanken konnten mit der technischen Entwicklung nicht mithalten. Die Finanzmittel, um sich auf den aktuellen Stand der Technik zu erneuern, waren nicht vorhanden, während die Pforzheimer Volksbank bei vielen Modernisierungsmaßnahmen eine Vorreiterrolle unter den lokalen Banken einnahm. Folgerichtig kam es, dem bundesweiten Trend folgend, es zu einer Welle an Fusionen:
- 1969: Spar- und Darlehenskasse Grunbach
- 1970: Raiffeisenkasse Dürrn und Raiffeisenbank Büchenbronn
- 1971: Ötisheimer Bank, Illinger Bank, Genossenschaftsbank Wurmberg und Raiffeisenbank Conweiler/Schwann
- 1972: Raiffeisenbank Tiefenbronn, Warenkreditgenossenschaft Pforzheim und Spar- und Kreditbank Pforzheim
Maßgabe bei den nach und nach folgenden Renovierungen der ehemaligen Bankhauptstellen ist das Prinzip „So viel Technik wie nötig, so viel persönlicher Kundenkontakt wie möglich“.
1977, kurz nach internationaler Inbetriebnahme des Datennetzes SWIFT, wurde auch die Volksbank Pforzheim daran angeschlossen. Auch der Ausbau des Filialnetzes ging weiter: Neben weiteren Anlaufstellen innerhalb von Pforzheim wurden 1979 in Haidach, 1980 in Enzklösterle und 1984 in Kieselbronn neue Geschäftsstellen eröffnet. Damit hatte die Bank ihre 50. Zweigstelle im Geschäftsgebiet in Betrieb.
Als es ab Mitte der 1980er Jahre in der Pforzheimer Schmuckindustrie zur allgemeinen Krise kam und auch in anderen Branchen ein Niedergang einsetzte, wurde bei der Volksbank eine Sanierungsabteilung gegründet, welche den Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Umstrukturierung der Gewerbekunden legte. Kreditentscheidungen wurden weiterhin nicht ausschließlich aufgrund der Zahlen getroffen, sondern auch aufgrund persönlicher Einschätzungen.
Der erste Geldautomat wurde 1986 in Betrieb genommen, 1990 kam der erste Kontoauszugsdrucker.
Dabei geriet die Volksbank selbst in einen Wandel, als ab den 1990er Jahren zunehmender Konkurrenzdruck durch Groß- und Direktbanken entstand. Erneut entstand ein Fusionsdruck, der 1990 zur Fusion mit der Raiffeisenbank Schömberg, 1992 mit der Knittlinger Raiffeisenbank und schließlich 1994 mit der Raiffeisenbank Ispringen führte.
Ein weiterer Schritt war der Anschluss an das genossenschaftliche Rechenzentrum Fiducia, wodurch 1989, nach 27 Jahren, der Eigenbetrieb aufgegeben wurde.
Unter dem Stichwort „VobaPlus“ wurden in den 1990er Jahren die Geschäftsstellen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. 1997 wurde Internet-Banking eingeführt. Die Pforzheimer Volksbank war die erste Bank in Baden, die diesen Schritt unternahm.
Ende der 1980er Jahre war auch das Gebäude in der Westlichen zu klein geworden, zudem war eine Modernisierung erforderlich. Es wurde entschieden, am bisherigen Standort zu bleiben und einen vollständigen Neubau in Auftrag zu geben. 1993 begannen die Abrissarbeiten, im Juni 1997 war das VolksbankHaus bei 120 Millionen Mark Baukosten vollendet.
Bewusst wurde auch eine Kindertagesstätte im Gebäude angesiedelt. Das Konzept wurde beim Neubau der Filialen Mühlacker im Jahr 2009 und Tiergarten im Jahr 2013 in kleinerem Maßstab wiederholt, um dem Kinderbetreuungsbedarf der Region nachzukommen.
2007 wurde die „Erste Bürgerstiftung Pforzheim-Enz“ gegründet, die gemeinnützige Einrichtungen finanziell fördert.
Die Bankenkrise der Jahren 2008/09 überstand die Volksbank im Prinzip gut. Aufgrund der damit einhergehenden Konjunkturkrise und den deutlich strengeren Regularien für Kreditinstitute stand die Bank dennoch vor größeren Herausforderungen.
Eine Folge war die Fusion mit der Raiffeisenbank Birkenfeld im Jahr 2012, da diese den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnte.
2018 wurde die Filiale Neuenbürg durch einen Neubau an einem günstiger gelegenen Standort ersetzt.
2022 fusionierte die Volksbank Pforzheim eG mit der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden eG und der VR Bank Enz plus eG zur Volksbank pur eG mit Sitz in Karlsruhe.
Filialen
- Dobel; Hauptstraße 8
- Knittlingen; Brettener Straße 2
- Neuenbürg; Gräfenhäuser Straße 14
- Niefern-Öschelbronn; Schulstraße 1
- Ölbronn-Dürrn; Obere Steinbeisstraße 1
- Ötisheim; Maulbronner Straße 47
- Stein; Königsbacher Straße 85
Auszeichnungen
- 1984 Für beispielhafte Leistungen in der Berufsausbildung junger Menschen erhielt die Bank durch Bundespräsident Dr. Karl Carstens eine Auszeichnung.
- 2003 Gewinner des Internationalen Trainingspreis.
- 2005 Branchensieger beim 2. Pforzheimer Kundenmonitor.
- 2006 Der TÜV zeichnete die Volksbank Pforzheim für ihre Servicequalität mit einer Bewertung von 1,92 aus.
- 2007 Erhalt des Gütesiegel „TOP JOB“ der Universität St. Gallen.
- 2008 Erneute Auszeichnung durch den TÜV mit einer Bewertung von 1,82.
Ehemalige Adresse
- Volksbank Pforzheim eG
- Westliche Karl-Friedrich-Straße 53
- 75172 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 1 84 - 0
- Telefax: (0 72 31) 1 84 - 8800
- E-Mail:
info
vobaplus.de
Literatur
- 100 Jahre Volksbank Pforzheim eGmbH, ca 100 Seiten, ohne ISBN.
- Natalie Frank: 150 Jahre Volksbank Pforzheim eG. Die Erfolgsgeschichte einer genossenschaftlichen Idee, Ohne ISBN