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Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG

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Die Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG ist eine Brauerei in Pforzheim, gegründet 1888.

Die Brauerei Ketterer
Brauerei Ketterer um 1920
Das markante "Ketterermobil"
Email-Werbeschild Brauerei Ketterer um 19??

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Braumeister Wilhelm Ketterer (1861–1931) erwarb im November 1888 die Bierbrauerei des Georg Bettinger in der Sedan-Vorstadt am Weiherberg in Pforzheim. In Folge wurde die Brauerei mehrfach erweitert.

Ketterer-Bier wurde 1896 mit der Goldmedaille bei der Deutschen Hygieneausstellung und 1900 mit einer Silbermedaille bei der Weltausstellung in Paris ausgezeichnet.

1902 entstand ein stattliches Verwaltungsgebäude im Jugendstil, 1905 wurde das Kessel- und Maschinenhaus abermals wieder erweitert. Dabvei entstand auch der 56 Meter hohe Schornstein, der später zwei Weltkriege überdauern sollte und bis heute als Wahrzeichen der Firma Ketterer über die Dächer von Pforzheim hinaus ragt. Ab 1906 kamen LKWs statt der bisherigen Pferdefuhrwerke bei der Auslieferung des Bieres zum Einsatz.

Gründer Wilhelm Ketterer galt als Ästhet, der sein Bier ungern in Spelunken getrunken sah, und deswegen eigene, künstlerisch hochwertig ausgestattete Gastwirtschaften eröffnete. Seine drei Gastwirtschaften, „Goldner Adler“ (eröffnet 1906), „Braustüble“ (1908) und „Schlosskeller“ (1912) wurden schnell zu beliebten Anlaufstellen für die Belegschaften der Pforzheimer Betriebe und für Privatpersonen. Die künstlerische Ausgestaltung des Schlosskellers besorgten die Maler Fritz Quidenus und Adolf Luntz.

1914 wurden bereits 30.000 Hektoliter erzeugt und eröffnete Ketterer sein erstes Gasthaus in Karlsruhe. Nach dem Ersten Weltkrieg traten Hermann Ketterer (1893–1953) und Wilhelm Franz Ketterer (1894–1965) in das elterliche Unternehmen ein, das Inflation und Weltwirtschaftskrise überstand und zu dem bald weitere Gasthäuser in Karlsruhe und ein Hotel in Stuttgart zählten.

Beim Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 wurden die Brauerei sowie die eigenen Großgaststätten in Pforzheim zerstört. 1949 begann der Wiederaufbau, und seit 1950 wird wieder Bier gebraut. Den Ausbau des Unternehmens in der Nachkriegszeit leitete die dritte Generation der Familie, Hermann Ketterers Sohn Peter Ketterer und Wilhelm Franz Ketterers Sohn Willi Paul Ketterer.

Ab 1962 füllte Ketterer Bier auch in Flaschen ab, im selben Jahr erwarb das Unternehmen auch die Lizenz zur Herstellung von Bluna und Afri-Cola, die wenige Jahre später zu Kultgetränken avancierten.

Um die Jahrtausendwende ging das Unternehmen an die vierte Generation über. Martin Ketterer, Sohn von Willi Paul Ketterer, entwickelte mit einem obergärigen Hefe-Weißbier die erste neue Biersorte seit der Unternehmensgründung. Michael Ketterer, Sohn von Peter Ketterer, erneuerte die Technik des Sudhauses nach ökologischen Aspekten.

2012 trennte sich das Unternehmen von seinem Hotel in Stuttgart.[1]

Eigene Gastronomie

Anschrift

Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG
Jahnstraße 10
75173 Pforzheim

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Das Ende eines legendären Lokals, Stuttgarter Zeitung, 11. Juli 2012
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