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Laura Perls

Von Stadtwiki

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Laura Perls (geb. Lore Posner; * 15. August 1905 in Pforzheim; † 13. Juli 1990 in Pforzheim) war eine Psychoanalytikerin und Mitbegründerin der Gestalttherapie, zusammen mit ihrem Mann, dem Psychoanalytiker Fritz Perls und dem Philosophen Paul Goodman.

Sie wurde 1905 in Pforzheim als Lore Posner geboren. Als Tochter einer wohlhabenden jüdischen Juweliersfamilie wuchs sie mit zwei Geschwistern auf. Schon ab ihrem fünften Lebensjahr erhält Lore Klavierunterricht. Die Musik war ihre lebenslangen Leidenschaft, sie musiziert täglich bis ins hohe Alter. Ab 1913 bekam sie auch Tanz- und Bewegungsunterricht. Nach dem kurzen Besuch einer Privatschule wechselte sie auf eine staatliche Schule, um das Abitur zu machen. In ihrer Schulklasse auf dem Reuchlin-Gymnasium war sie das einzige Mädchen.

1923 begann sie ein Jura-Studium in Frankfurt/Main. Ab 1926 wechselte sie die Studienrichtung von Jura zu Psychologie und Philosophie. Ein Jahr später begann sie eine psychoanalytische Ausbildung.

Während einer Lehrveranstaltung lernte sie ihren späteren Ehemann, den Psychoanalytiker Fritz Perls kennen.

1929(andere Quellen sagen 1930 heiratete sie Fritz Perls und zog mit ihm am 23. August 1929 nach Berlin. Sie hatten zwei Kinder, Renate (geb. 1931) und Steve (geb. 1935).

Ab 1931 betrieb sie eine eigene psychoanalytische Praxis und praktizierte und lernte sensitive Körper- und Bewegungsarbeit.

1933 schloss sie sich sofort aktiv dem antifaschistischen Widerstand an und war schon bald zur Flucht nach Holland gezwungen. Laura Perls Mutter und Schwester starben später in einem Konzentrationslager.

1934 entschlossen sich Laura Perls und ihr Mann, ins Exil nach Südafrika zu gehen. Die beiden gründeten dort das erste psychoanalytische Institut im Land.

1947 wanderten Laura und Fritz Perls von Südafrika in die USA aus. Ihre neue Heimat wird New York.

1952 waren sie an der Gründung und Arbeit des "New York Institute for Gestalt Therapy" beteiligt. Nachdem ihr Mann an die Westküste zog, übernahm sie die Leitung des Instituts, deren Vorsitzende sie bis zu ihrem Tod war.

Ihr therapeutisches Hauptziel war es, die Selbstheilungskräfte im therapeutischen Kontakt zu aktivieren und Unterstützung zu geben, die eigenen Potentiale zu nutzen.

Ab 1976 widmete sie sich ausschließlich noch der Ausbildungstätigkeit und gab ihre Privatpraxis auf.

1987 wurde Laura Perls Ehrenmitglied der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie.

Anfang 1990 hatte sie einen längeren Krankenhausaufenthalt in New York und kehrte danach überraschend wieder nach Pforzheim zurück. Hier zog sie in ein Altenheim.

1982 bekam sie die Goldene Doktorwürde der Universität Frankfurt verliehen.


Sie starb 1990 im Krankenhaus Siloah und wurde auf dem jüdischen Friedhof zusammen mit ihrem Mann Fritz Perls begraben.


Inhaltsverzeichnis

Quellen

Literatur über Laura Perls

Literatur von Laura Perls

Wichtige Anmerkung: Bei zahlreichen und v.a. wichtigen Schriften ihres Mannes zur Gestalttherapie hat sie erwiesenermaßen bedeutende Beiträge und Mitwirkung geleistet, wollte jedoch häufig nicht als Mitautorin genannt werden.

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