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Karl Fecht

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Karl Fecht (* 12. April 1890 in Engelswies bei Meßkirch, † 2. Februar 1963) war Schleifer, KPD-Stadtverordneter in Pforzheim, Gegner der Nationalsozialisten und 1944 Opfer der „Aktion Gitter“.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Karl Fecht arbeitete nach dem Besuch der Volksschule in der Landwirtschaft. Ab 1915 war er im Ersten Weltkrieg drei Jahre lang Soldat. 1919 kam er nach Pforzheim und arbeitete als Schleifer zuerst bei der Firma Fahrner, dann bei der Firma Seitter. Schon 1909 wurde er Gewerkschaftsmitglied, kurz vor dem Ersten Weltkrieg auch Mitglied der SPD, 1920 trat er der KPD bei, ab 1922 bis 1930 wurde er zum Stadtverordneten gewählt, 1930 jedoch aus der KPD ausgeschlossen. In der Weimarer Zeit war er Mitglied im Arbeiter-Rad- und Kraftfahrbund Solidarität Brötzingen, den das badische Staatsministerium, inzwischen von der NSDAP okkupiert, am 4. April 1933 auflöste.

Im Widerstand

Am 5. April 1934 wurde Karl Fecht am Arbeitsplatz festgenommen, bis zum 10. Januar 1935 war er in Untersuchungshaft zuerst im Gefängnis Pforzheim, dann in Karlsruhe. Vom 24. September 1934 stammt die Anklage wegen Hochverrat, der Vorwurf lautet, er habe Mitgliedsbeiträge für die 1933 in die Illegalität gedrängte RGO (Revolutionäre Gewerkschaftsopposition, eine von der KPD gegründete Gewerkschaft) eingesammelt und so das „hochverräterische Unternehmen, die Verfassung des deutschen Reiches gewaltsam zu ändern“, unterstützt.

Gefängnis und Konzentrationslager

Das Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilte Karl Fecht am 1. Oktober 1935 zu 15 Monaten Gefängnis, die er in den Gefängnissen Karlsruhe und Mannheim absaß. Gegen seine ebenfalls am 5. April 1934 verhaftete Frau Hedwig Fecht geb. Herrmann wurde keine Anklage erhoben.

Vom 29. August bis zum 6. Oktober 1944 ist er wie 14 weitere frühere SPD- bzw. KPD-Stadtverordnete aus Pforzheim im Zuge der „Aktion Gitter“ im Konzentrationslager Dachau eingesperrt.

Nach 1945

Nach der Befreiung setzen die US-Militärbehörden Karl Fecht kommissarisch als Bürgermeister in Niefern ein.

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