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Karl Dürr

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Karl Heinrich Dürr (* 31. Januar 1892 in Pforzheim; † 29. September 1976 ebenda) war ab 1924 erst Vikar, dann ab 1925 Pfarrer der heutigen Lukasgemeinde in der Pforzheimer Weststadt.

Leben und Wirken

Der Weltkriegs-Veteran Dürr kam durch Martin Niemöller zur „Bekennenden Kirche“. Am 22. November 1933 waren im Melanchthonhaus und im Saalbau zusammen über 3.400 evangelische Christen versammelt, um gegen die Deutschen Christen (DC), eine NS-nahe Gruppierung, zu protestieren, die das Alte Testament als "Viehhändler- und Zuhältergeschichten" verunglimpft hatten. Dürr nannte die DC „Totengräber des evangelischen Bekenntnisses und Schrittmacher eines neuen Heidentums".

Dürr schrieb 1934 an den Landesbischof Julius Kühlewein:

„Enttäuschung und Verbitterung erfüllt uns, daß Sie nur einen „ungewöhnlichen Weg” zugeben, wo brutale und zynische Beiseitesetzung von Recht und Verfassung vorliegt [...]. Denn dieser Geist [der Geist der Deutschen Christen; Anm. d. Autorin] ist im tiefsten Grund der Geist weltlicher Macht und Gewaltanwendung, dem bis aufs Blut widerstanden werden muß [...]

Seine Predigten wurden von der Gestapo überwacht, er wurde mehrmals verhört, seine Post wurde geöffnet. Die Kirchenleitung versetzte ihn 1935 nach Freiburg.

1985 wurde in Pforzheim eine Straße im Wohngebiet Maihälden nach ihm benannt.

Literatur

Weitere: Literatur über Karl Dürr in der Landesbibliographie Baden-Württemberg

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