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Adolf Hildenbrand

Von Stadtwiki

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Prof. Adolf Hildenbrand (* 14. September 1881 in Löffingen, Schwarzwald; † 12. Dezember 1944 in Pforzheim) war ein Pforzheimer Zeichner und Maler.

1881 in Löffingen im Hochschwarzwald geboren, verbrachte Adolf Hildenbrand seine Jugend in Waldshut. Ab 1898 besuchte er die großherzogliche Kunstgewerbeschule in Karlsruhe, wo er zum Zeichenlehrer und Emailleur ausgebildet wurde und die Techniken der Lithographie, des Kupferstichs und der Radierung erlernte.

Im Jahr 1902 wurde Hildenbrand als Hilfszeichenlehrer und Leiter der Emaillierklasse an die Kunstgewerbeschule Pforzheim berufen. 1907 wurde er dort als Zeichenlehrer angestellt, 1908 zum Professor ernannt. Im selben Jahr heiratete er die Pforzheimerin Gertrud Maischhofer; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

In den folgenden Jahren bildete Adolf Hildenbrand sich künstlerisch unter anderem durch mehrere Auslandsreisen und Studienaufenthalte fort. Einen Ruf an die Kunstakademie Berlin 1913 lehnte er ab.

1915 wurde Adolf Hildenbrand Mitglied der Pforzheimer Freimaurerloge Reuchlin. Im selben Jahr wurde er als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen und ab 1916 an der Ostfront eingesetzt, was er in verschiedenen Zeichnungen künstlerisch verarbeitete. An eine 1917 erlittene Verwundung schlossen sich Lazarett-Aufenthalte bis 1918 an, zuletzt in Pforzheim selbst.

Im Jahr 1919 erwarb Hildenbrand ein Haus in Bernau im Südschwarzwald, wo er sich von da an in den Ferien häufig aufhielt. Auch einen Ruf an die Karlsruher Kunstakademie, den er 1920 erhielt, lehnte er ab.

Als Freimaurer wurde Adolf Hildenbrand 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten von seinem Lehramt an der Kunstgewerbeschule suspendiert und 1939 endgültig in den Ruhestand abgeschoben. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lähmte seine Schaffenskraft weitgehend, so dass er sich in den folgenden Jahren darauf beschränkte, sein künstlerisches Werk zu ordnen. Auf Initiative eines dortigen Bürgermeisters, der auf die Einrichtung eines Hildenbrand-Museums hinarbeitete, wurden 1943 ca. 450 seiner Werke in Hildenbrands Jugendheimat Waldshut sicher eingelagert.

1944 erkrankte der Künstler schwer. Im gleichen Jahr wurde sein Pforzheimer Haus durch einen Luftangriff zerstört und mit ihm ein Teil seiner Gemälde und Zeichnungen. Am 12. Dezember, wenige Monate vor Ende des Krieges, starb Adolf Hildenbrand.

Quellen

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