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Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule

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Goldschmiedeschule,Inschrift
goldene Uhrmachertradition am Leopoldplatz in Pforzheim
goldene Uhrmachertradition am Leopoldplatz in Pforzheim, Detail

Die Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule befindet sich an an der Sankt-Georgen-Steige 65 in Pforzheim. Sie ist eine Berufsschule für Schmuck- und Uhrenberufe und Galvaniseure. Sie umfasst eine Berufsfachschule für Goldschmiede, eine Berufsfachschule für Uhrmacher, eine Meisterschule für Goldschmiede und Graveure, dazu ein Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät, eine Meisterschule für Goldschmiede und Graveure und eine Fachschule für Gestaltung im Bereich Schmuck und Gerät.

Schularten
Adresse
Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule
Sankt-Georgen-Steige 65
75175 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 93 25 32
Telefax: (0 72 31) 39 21 21
E-Mail: gmus(at)Stadt-Pforzheim.de

Inhaltsverzeichnis

Architektur und Ausstattung

Goldschmiedeschule

Das Schulgebäude wurde nach Entwürfen des Architekten Hans Schürle (Städtisches Hochbauamt) in den Jahren 1957 bis 1960 erbaut. Die Architektur steht in der "Tradition der architektonischen Moderne der 1920er Jahre, die das Prinzip der Terrassen- und Pavillonbauweise bereits vorformuliert hatte".[1] Seitlich vom Haupteingang befindet sich seit dem Jahre 1987 ein Mauertorso vom ehemaligen Waisenhaus.[2]

Chronik

Geschichte

Altes Gebäude der Kunstgewerbeschule an der Jahnstraße 35 in Pforzheim. Nach Auszug der Kunstgewerbeschule und dem Kunstgewerbeverein 1912 diente das Gebäude an der Jahnstraße der Goldschmiedeschule

Die Goldschmiedeschule Pforzheim ist hervorgegangen aus der Goldschmiedeabteilung der Gewerbeschule. Diese Abteilung ist aus der Goldschmiedefachklasse entstanden, die erstmalig 1889 errichtet wurde, nachdem die auf 1278 angewachsene Schülerzahl der Gewerbeschule die Bildung von Fachklassen allgemein gestattete. Im Jahr 1891 wurde die Bildung mehrerer Parallelklassen notwendig. In der Zeit von 1894 bis 1900, in der ein ständiges Anwachsen der Goldschmiedeabteilung zu verzeichnen war, wurde in den theoretischen Fächern der Unterricht für die Goldschmiede beruflich ausgebildet. Während im allgemeinen der Schulbesuch der Fachschule für die Lehrlinge der Pforzheimer Bijouterie-Industrie ein freiwilliger war, wurden durch Ortsstatut im Jahr 1900 die Graveure und Emailleure auf 3 Jahre zum Besuch derselben verpflichtet, jedoch nur für 4 Stunden wöchentlich.

Bis zu dieser Zeit hatten der vorbereitende Zeichenunterricht in der Gewerbeschule und der kunstgewerblichfachliche Unterricht im Alten Gebäude der Kunstgewerbeschule an der Jahnstraße 35 den Bedürfnissen der Industrie genügt. . Nach Auszug der Kunstgewerbeschule und dem Kunstgewerbeverein 1912 diente das Gebäude der früheren Kunstgewerbeschule an der Jahnstraße 35 der Goldschmiedeschule. Immer mehr aber machte sich jetzt die Notwendigkeit geltend, dass auch denjenigen Lehrlingen, die sich nicht zum Besuch der Kunstgewerbeschule eigneten, ein fachlich durchgebildeter Unterricht auch im Zeichnen und Modellieren geboten würde. Die ersten Vorschläge dazu wurden im Jahr 1902 durch eine Denkschrift über „Die Neu-Organisation der Goldschmiedeschule“ gemacht. Weitere Schritte in dieser Richtung waren die Umarbeitung des Lehrplans der Goldschmiedeschule und der Kursus in praktischer Goldschmiedearbeit für die Lehrer der Goldschmiedeabteilung an der Montierwerkstätte der großen Kunstgewerbeschule.

Im Jahr 1905, nachdem die Goldschmiedeabteilung der Gewerbeschule auf 1036 Schüler angewachsen war, wurde sie selbständig unter einem eigenen Vorstand organisiert. Zunächst verblieben beide Schulen in einem Gebäude. Um den kunstgewerblichen und fachlichen Charakter des Unterrichts besser pflegen zu können, wurde der Unterrichtsbetrieb insofern geändert, als der Zeichen- und Modellierunterricht von den Realien getrennt, und beide, soweit als tunlich, besonderen Fachlehrern überwiesen wurden. Die Schüler der Goldschmiedeschule unterteilte man in Vollschüler, Klassenschüler und Zeichenschüler (Gäste).

Die Gesamtschülerzahl stieg im Schuljahr 1907/1908 von rund 1.000 auf etwa 1.200. Der Unterrichtsbedarf erfuhr eine Vermehrung von etwa 25 %. Soweit sich ein Mangel an Lehrern in den Realien bemerkbar machte, traten Lehrkräfte von der Städtischen Volksschule, zum Teil auch von der höheren Mädchenschule, aushilfsweise in die Lücken. Der Lehrkörper bestand im selben Schuljahr, außer dem Vorstand Professor Rücklin, aus 2 Gewerbelehrern, 3 Zeichenlehrern, 1 Reallehrer, 2 Hauptlehrern sowie 5 Lehramtskandidaten und 2 Hilfslehrern. Im zweiten Berichtsjahr wurde die Zahl der etatmäßigen Lehrer vermehrt, indem die Zeichenlehrer Klumpp und Pfeiffer, Reallehrer Köhler und Hauptlehrer Gramlich eintraten. Die Zahl der Zeichenlehramtskandidaten verringerte sich dafür um 2. Im September 1908 veranstaltete das Landesgewerbeamt an der Anstalt einen Kursus für badische Gewerbelehrer in Metalltreiben, Modellieren, Ornamentieren und Methodik des Zeichenunterrichts. Der Unterricht wurde von Lehrern der Goldschmiedeschule erteilt.

Weblink

Einzelnachweise

  1. Timm 2004, S. 435.
  2. Timm 2004, S. 249.

Literatur

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