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Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
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Hermann Marx

Von PFENZ
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Hermann Marx (* 31. Oktober 1890 in Bödigheim) war Lehrer in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.


Diskriminierung

Hermann Marx war Kantor und Sekretär der jüdischen Gemeinde an der Zerrennerstraße. Er unterrichtete die Kinder des Schulgettos an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule.


Flucht

Er floh 1938 mit seiner Frau Selma nach Palästina.

Die Tochter Trude (*1920) emigrierte 1937 nach Belgien und floh 1940 nach Paris. Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Frankreich war sie kurzfristig im Lager Gurs interniert. Sie überlebte die NS-Zeit illegal in Sabarat in Südfrankreich und emigrierte 1945 nach Palästina.


Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Hermann Marx am 27. Januar 2011 ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.

Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte - Gerhard Brändle:

"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000 - Gerhard Brändle, Rebecca Eger:

Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schulgetto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 bis 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Januar 2011