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Hans-Dieter Weinschel: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Bild:Stolperstein_Hans_Dieter_Weinschel.jpg|thumb|Stolperstein am Osterfeld]]
{{Unterricht|10a|Osterfeld-Realschule}}
'''Hans-Dieter Weinschel''' (* [[Geburtstag::1. November]] [[Geburtsjahr::1927]] in {{Geboren in|Pforzheim}}) war [[Ist (unverlinkt)::Schüler]] in seiner Geburtsstadt [[Tätig in::Pforzheim]] und wurde dort Opfer der Judenverfolgung im [[Nationalsozialismus]].

'''Hans – Dieter Weinschel''' (geb. 1. Nov. [[1927]] in Pforzheim) war Schüler in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.



== Leben ==
== Leben ==

===Diskriminierung===
===Diskriminierung===
Hans-Dieter musste ab [[1936]] das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder [[Osterfeld-Schule]] besuchen; es gibt dazu jedoch kein Foto oder Dokumente, nur seine Unterschrift auf einer Postkarte.


Die Eltern Adolf und Klara Weinschel besaßen ein Wäsche- und Aussteuergeschäft in der [[Dillsteiner Straße]], das am Morgen des [[10. November 1938]] nach der Zerstörung der [[Synagoge]] geplündert wurde.
Hans-Dieter musste ab [[1936]] das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen - leider gibt es kein Foto oder Dokumente, nur seine Unterschrift auf einer Postkarte.

Die Eltern Adolf und Klara Weinschel besaßen ein Wäsche- und Aussteuergeschäft in der Dillsteiner Straße, das am Morgen des 10. Nov. [[1938]] nach der Zerstörung der Synagoge geplündert wurde.



===Abschiebung===
===Abschiebung===
Hans-Dieters Vater Adolf wurde am [[28. November]] [[1938]], die Söhne Günther (*[[1923]]) und Hans-Dieter im Frühjahr [[1939]] nach Polen abgeschoben. Der Vater Adolf „starb“ unter unbekannten Umständen am [[20. August]] [[1943]] im Getto Lemberg in der Westukraine, die Söhne überlebten die NS-Zeit.
Die Mutter Klara, die der evangelischen Kirche angehörte, überlebte in Pforzheim.


==Erinnerung==
Hans-Dieters Vater Adolf wurde am 28. Nov. [[1938]], die Söhne Günther (*[[1923]]) und Hans - Dieter im Frühjahr [[1939]] nach Polen abgeschoben, sie überlebten die NS-Zeit,
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Hans-Dieter Weinschel am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.
die Mutter Klara, die der evangelischen Kirche angehörte, überlebte in Pforzheim.
Der Vater Adolf „starb“ unter unbekannten Umständen am 20. August [[1943]] im Getto Lemberg in der Westukraine.


===Erinnerung===

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Hans-Dieter Weinschel am 27. 1. 2011 ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.

Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.


Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der [[Osterfeldschule]] in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]].


==Literatur==
==Literatur==
*{{Brändle 2000}}
*derselbe: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
*{{Brändle 2011}}


==Weblinks==
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: ''"„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"''; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
*{{Gedenkverzeichnis|W/Weinschel,_Hans-Dieter}}

- Gerhard Brändle: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten",'' in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000

- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am ''„Schul-getto“'' an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011


== Weblinks ==


{{SORTIERUNG:Weinschel, Hans-Dieter}}
Eintrag Hans-Dieter Weinschel in der Datenbank der zwischen [[1919]] und [[1945]] in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Jude]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 7. Juli 2019, 20:28 Uhr

Stolperstein am Osterfeld

Hans-Dieter Weinschel (* 1. November 1927 in Pforzheim) war Schüler in seiner Geburtsstadt Pforzheim und wurde dort Opfer der Judenverfolgung im Nationalsozialismus.

Leben

Diskriminierung

Hans-Dieter musste ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen; es gibt dazu jedoch kein Foto oder Dokumente, nur seine Unterschrift auf einer Postkarte.

Die Eltern Adolf und Klara Weinschel besaßen ein Wäsche- und Aussteuergeschäft in der Dillsteiner Straße, das am Morgen des 10. November 1938 nach der Zerstörung der Synagoge geplündert wurde.

Abschiebung

Hans-Dieters Vater Adolf wurde am 28. November 1938, die Söhne Günther (*1923) und Hans-Dieter im Frühjahr 1939 nach Polen abgeschoben. Der Vater Adolf „starb“ unter unbekannten Umständen am 20. August 1943 im Getto Lemberg in der Westukraine, die Söhne überlebten die NS-Zeit.

Die Mutter Klara, die der evangelischen Kirche angehörte, überlebte in Pforzheim.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Hans-Dieter Weinschel am 27. Januar 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeldschule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks