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Eva Fischer: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[File:Stolperstein Pforzheim Fischer Eva Margarete.jpeg|thumb|Stolperstein in Pforzheim]]
{{Unterricht|10a|Osterfeld-Realschule}}
'''Eva Margarete Fischer''' (geboren [[4. Februar 1929]] in Pforzheim) war Schülerin in [[Pforzheim]] und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.
'''Eva Margarete Fischer''' (* [[Geburtstag::4. Februar]] [[Geburtsjahr::1929]] in {{Geboren in|Pforzheim}}) war Schülerin in ihrer Geburtsstadt Pforzheim und wurde [[Ist::NS-Opfer|Opfer der Judenverfolgung]] im [[Nationalsozialismus]].


== Leben ==
== Leben ==

===Diskriminierung===
===Diskriminierung===
Eva war die Tochter von Emmy Fischer und Carl Levy und wurde entsprechend dem Glauben ihrer Mutter getauft. Als Kind eines Juden durfte sie jedoch keine öffentliche Schule besuchen. Sie musste ab [[1936]] das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.


Evas Vater, Carl Levy, verhafteten die Nazis am [[10. November 1938]] in Frankfurt. Nach einem Monat im KZ floh er nach Holland und wurde dort wieder eingesperrt. Er wurde [[1942]]/[[1943]] im Konzentrationslagers Sobibor ermordet. Über die Mutter ist nichts bekannt.
Sie musste ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.


Eva war die Tochter von Emmy Fischer und Carl Levy und wurde entsprechend dem Glauben ihrer Mutter getauft. Als Kind eines Juden durfte sie jedoch keine öffentliche Schule besuchen. Durch die Kommunion 1942 war sie weniger Repressalien ausgesetzt als andere Kinder, musste nicht den gelben Stern tragen und wurde auch nicht im Februar 1945 ins KZ Theresienstadt deportiert.
Durch die Kommunion [[1942]] war sie weniger Repressalien ausgesetzt als andere Kinder, musste nicht den gelben Stern tragen und wurde auch nicht im Februar [[1945]] ins KZ Theresienstadt deportiert. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.


===Familie===

Evas Vater, Carl Levy, verhafteten die Nazis am 10. Nov.1938 in Frankfurt. Nach einem Monat im KZ floh er nach Holland und wurde dort wieder eingesperrt.
Er wurde 1942/43 im Konzentrationslagers Sobibor ermordet. Über die Mutter ist nichts bekannt.


==Erinnerung==
==Erinnerung==
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Eva Fischer am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.


Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der [[Osterfeldschule]] in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]].
Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Evelyn Rothschild am 27.01.2010 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.



==Literatur==
==Literatur==
*{{Brändle 2000}}

*derselbe: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
*{{Brändle 2011}}

- Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000

- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schul-getto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011


==Weblinks==
==Weblinks==
* {{Gedenkverzeichnis|F/Fischer,_Eva}}


{{SORTIERUNG:Fischer, Eva}}
Eintrag Eva Fischer in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim.
[[Kategorie:Frau]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Jude]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 27. November 2020, 20:45 Uhr

Stolperstein in Pforzheim

Eva Margarete Fischer (* 4. Februar 1929 in Pforzheim) war Schülerin in ihrer Geburtsstadt Pforzheim und wurde Opfer der Judenverfolgung im Nationalsozialismus.

Leben

Diskriminierung

Eva war die Tochter von Emmy Fischer und Carl Levy und wurde entsprechend dem Glauben ihrer Mutter getauft. Als Kind eines Juden durfte sie jedoch keine öffentliche Schule besuchen. Sie musste ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.

Evas Vater, Carl Levy, verhafteten die Nazis am 10. November 1938 in Frankfurt. Nach einem Monat im KZ floh er nach Holland und wurde dort wieder eingesperrt. Er wurde 1942/1943 im Konzentrationslagers Sobibor ermordet. Über die Mutter ist nichts bekannt.

Durch die Kommunion 1942 war sie weniger Repressalien ausgesetzt als andere Kinder, musste nicht den gelben Stern tragen und wurde auch nicht im Februar 1945 ins KZ Theresienstadt deportiert. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Eva Fischer am 27. Januar 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeldschule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks