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Erich Reutlinger: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[File:Stolperstein Pforzheim Reutlinger Erich.jpeg|thumb|Stolperstein in Pforzheim]]
{{Unterricht|10a|Osterfeld-Realschule}}
'''Erich Reutlinger''' (* [[Geburtstag::20. April]] [[Geburtsjahr::1929]] in {{Geboren in|Pforzheim}}; deportiert [[Todesjahr::1942]] ins {{gestorben in|KZ Auschwitz}}) war [[Ist (unverlinkt)::Schüler]] in seiner Heimatstadt Pforzheim und wurde Opfer der Judenverfolgung der Nationalsozialisten.

'''Erich Reutlinger''' (geb. 20. April [[1929]] in Pforzheim) war Schüler in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.


== Leben ==
== Leben ==
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===Diskriminierung===
===Diskriminierung===


Erich musste ab [[1936]] das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.
Erich musste ab [[1936]] das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder [[Osterfeld-Schule]] besuchen.



===Flucht und Deportation===
===Flucht und Deportation===


Als er Ende [[1938]] nicht mehr in die Schule gehen durfte, schickten seine Eltern ihn ins Ausland, nach Belgien.
Als er Ende [[1938]] nicht mehr in die Schule gehen durfte, schickten seine Eltern ihn ins Ausland, nach Belgien. Dort spürten ihn die Nazis auf. Im Lager Mechelen wurden die Transporte in den Osten zusammengestellt. Der 13-jährige Erich steht auf der Liste des 14. Transports ins Vernichtungslager Auschwitz am [[13. Oktober]] [[1942]].


Die Nazis verschleppten die Eltern Elsa und Louis [[1940]] ins [[Lager Gurs]], sie konnten sich wie sein Bruder Fritz nach Palästina retten.
Dort spürten ihn die Nazis auf. Im Lager Mechelen wurden die Transporte in den Osten zusammengestellt.


==Erinnerung==
Der 13-jährige Erich steht auf der Liste des 14. Transports ins Vernichtungslager Auschwitz.
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Erich Reutlinger am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.

Die Nazis verschleppten die Eltern Elsa und Louis [[1940]] ins Lager Gurs, sie konnten sich wie sein Bruder Fritz nach Palästina retten.

===Erinnerung===

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Erich Reutlinger am 27. 1. 2011 ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.


Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.
Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.



==Literatur==
==Literatur==
* {{Brändle 2000}}

* derselbe: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten",'' in: [[Osterfeldschule]]n (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: ''"„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"''; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
* {{Brändle 2011}}

- Gerhard Brändle: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten",'' in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000

- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am ''„Schul-getto“'' an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011



== Weblinks ==
== Weblinks ==
* {{Gedenkverzeichnis|R/Reutlinger,_Erich}}


{{SORTIERUNG:Reutlinger, Erich}}
Eintrag Erich Reutlinger in der Datenbank der zwischen [[1919]] und [[1945]] in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Jude]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 20. April 2020, 13:38 Uhr

Stolperstein in Pforzheim

Erich Reutlinger (* 20. April 1929 in Pforzheim; deportiert 1942 ins KZ Auschwitz) war Schüler in seiner Heimatstadt Pforzheim und wurde Opfer der Judenverfolgung der Nationalsozialisten.

Leben

Diskriminierung

Erich musste ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.

Flucht und Deportation

Als er Ende 1938 nicht mehr in die Schule gehen durfte, schickten seine Eltern ihn ins Ausland, nach Belgien. Dort spürten ihn die Nazis auf. Im Lager Mechelen wurden die Transporte in den Osten zusammengestellt. Der 13-jährige Erich steht auf der Liste des 14. Transports ins Vernichtungslager Auschwitz am 13. Oktober 1942.

Die Nazis verschleppten die Eltern Elsa und Louis 1940 ins Lager Gurs, sie konnten sich wie sein Bruder Fritz nach Palästina retten.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Erich Reutlinger am 27. Januar 2011 ein Stein vor seiner früheren Schule in den Boden eingelassen.

Sein Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks