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Lilli Braun: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[File:Stolperstein Pforzheim Braun Lilly.jpeg|thumb|Stolperstein für Lilly Braun]]
'''Lilli Braun''' (geb. 1. Mai [[1925]] in Pforzheim) war Schülerin in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.
'''Lilli Braun''' (* [[Geburtstag::1. Mai]] [[Geburtsjahr::1925]] in {{Geboren in|Pforzheim}}) war [[Ist (unverlinkt)::Schülerin]] in ihrer Geburtsstadt [[Tätig in::Pforzheim]] und wurde Opfer der Judenverfolgung im [[Nationalsozialismus]].


==Verfolgung und Rettung==
Lilli musste [[1936]] das [[Hilda-Gymnasium]] verlassen und das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder an der [[Osterfeld-Schule]], besuchen:


''„Wenn wir von Zuhause zur Osterfeld-Schule weggingen, hatten wir immer Angst, von älteren Schülern unangenehm in der Bahnhofsunterführung erwartet zu werden..“''
== Diskriminierung ==

Lilli musste [[1936]] das Hilda-Gymnasium verlassen und das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder an der Osterfeld-Schule besuchen:

„Wenn wir von zuhause zur Osterfeld-Schule weggingen, hatten wir immer Angst, von älteren Schülern unangenehm in der Bahnhofsunterführung erwartet zu werden..“


== Deportation ==


Ihren Bruder Edgar verschleppten die Nazis [[1943]] aus Berlin in ein Vernichtungslager im Osten.
Ihren Bruder Edgar verschleppten die Nazis [[1943]] aus Berlin in ein Vernichtungslager im Osten.
Sie wurde mit ihrer Mutter Marta am 22.10.[[1940]] ins Lager Gurs deportiert. Die Nazis transportierten ihre Mutter [[1942]] und ihren Vater [[1944]] aus den Niederlanden ins Vernichtungslager Auschwitz.
Sie wurde mit ihrer Mutter Marta am [[22. Oktober]] [[1940]] ins [[Lager Gurs]] deportiert. Die Nazis transportierten ihre Mutter [[1942]] und ihren Vater [[1944]] aus den Niederlanden ins Vernichtungslager Auschwitz.


== Rettung ==


Lilli überlebte:
Lilli überlebte:
„Protestantische Kirchenmitglieder empfingen mich und ein paar Mitschüler in einem Kinderheim in Le-Chambon-sur-Lignon ein Jahr danach, jedoch nach kurzer Zeit fanden wiederum Verhaftungen statt, denen Transporte nach Deutschland in Konzentrationslager folgten…“
''„Protestantische Kirchenmitglieder empfingen mich und ein paar Mitschüler in einem Kinderheim in Le-Chambon-sur-Lignon ein Jahr danach, jedoch nach kurzer Zeit fanden wiederum Verhaftungen statt, denen Transporte nach Deutschland in Konzentrationslager folgten…“''

== Erinnerung ==

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Lilli Braun am 27. 1. [[2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.


== Literatur ==


==Erinnerung==
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim [[1933]] bis [[1945]]: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Lilli Braun am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.


Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der [[Osterfeldschule]] in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]].
- Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, [[2000]]


==Literatur==
- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schulgetto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim [[1936]] - [[1938]], veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. [[2011]]
*{{Brändle 2000}}
*derselbe: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
*{{Brändle 2011}}


==Weblinks==
* {{Gedenkverzeichnis|B/Braun,_Lilly|„Lill'''y''' Braun“}}


{{SORTIERUNG:Braun, Lilli}}
== Weblinks ==
[[Kategorie:Frau]]
Eintrag Lilli Braun in der Datenbank der zwischen [[1919]] und [[1945]] in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim
[[Kategorie:Jude]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 8. Juli 2019, 23:33 Uhr

Stolperstein für Lilly Braun

Lilli Braun (* 1. Mai 1925 in Pforzheim) war Schülerin in ihrer Geburtsstadt Pforzheim und wurde Opfer der Judenverfolgung im Nationalsozialismus.

Verfolgung und Rettung

Lilli musste 1936 das Hilda-Gymnasium verlassen und das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder an der Osterfeld-Schule, besuchen:

„Wenn wir von Zuhause zur Osterfeld-Schule weggingen, hatten wir immer Angst, von älteren Schülern unangenehm in der Bahnhofsunterführung erwartet zu werden..“

Ihren Bruder Edgar verschleppten die Nazis 1943 aus Berlin in ein Vernichtungslager im Osten. Sie wurde mit ihrer Mutter Marta am 22. Oktober 1940 ins Lager Gurs deportiert. Die Nazis transportierten ihre Mutter 1942 und ihren Vater 1944 aus den Niederlanden ins Vernichtungslager Auschwitz.

Lilli überlebte: „Protestantische Kirchenmitglieder empfingen mich und ein paar Mitschüler in einem Kinderheim in Le-Chambon-sur-Lignon ein Jahr danach, jedoch nach kurzer Zeit fanden wiederum Verhaftungen statt, denen Transporte nach Deutschland in Konzentrationslager folgten…“

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Lilli Braun am 27. Januar 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeldschule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks