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Saackesches Anwesen: Unterschied zwischen den Versionen
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| ⚫ | Bis zu diesem Zeitpunkt lag das Gelände außerhalb der Stadt. Aber in den [[1850er]]- und [[1860er]]-Jahren erlebte die [[Schmuck- und Uhrenindustrie|Schmuckindustrie]] eine Blüte und brachte die Stadt zum Wachsen. Ebenfalls wurde etwa zu selben Zeit die [[Deutsche Bahn|Eisenbahn]] gebaut, weshalb sich die Stadt deutlich in Richtung zum und um das Saackesche Anwesen ausdehnte. |
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| ⚫ | Die Gebrüder Saacke kauften [[1857]] noch die Häuser Bahnhofstraße 9 und 11 |
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| ⚫ | Die Gebrüder Saacke kauften [[1857]] noch die Häuser Bahnhofstraße 9 und 11 und bauten sie zusammen zu einem großen Haus aus. Georg Saacke kaufte [[1863]] von Frau Georg Ludwig Kiehnle westlich des Platzes noch ein Stück Land, auf dem später die [[Gebr. Saacke GmbH & Co KG|Saackesche Fabrik]] entstand, die am [[23. Februar 1945]] zerstört wurde. Im selben Jahr wurde quer durch den Garten die [[Luisenstraße]] gebaut und beidseitig mit einem Bretterzaun versehen. In den Jahren [[1864]] und [[1865]] verkaufte Saacke den abgetrennten Teil des Gartens in zwei großen Teilen. Den Rest des abgetrennten Bereichs kaufte [[1867]] die Bahn. |
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| ⚫ | Vom verbliebenen Garten kaufte die [[Post]]direktion [[1877]] einen nördlichen Teil für ein neues Postgebäude. Den Rest erbten die Kinder von Georg Christian Friedrich Saacke, Frau Emil Wehe Witwe, Karl Julius Saacke, Paul Saacke und Imanuel Saacke, bei seinem Tod am [[13. Mai]] [[1879]]. [[1929]] wurde durch den Bau der Kiehnlestraße wieder ein größeres nördliches Stück des Gartens abgeschnitten. |
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* Ausstellung: Hinter den Dingen, Villa Saacke; im [[Stadtmuseum]] (28.03.2010 bis 09.05.2010) |
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* {{pz-online|Home/Nachrichten/Pforzheim/arid,218765_puid,1_pageid,17.html|Saacke-Carré als Vorbild im Städtebau|15. September 2010}} zum Saackeschen Anwesen |
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Aktuelle Version vom 15. November 2020, 10:19 Uhr

Das Saackesche Anwesen war ein Areal in der Pforzheimer Innenstadt nördlich der Bahnhofstraße im Bereich der Poststraße und Kiehnlestraße. Heute ist der südliche Teil mit dem Saacke-Bau genannten Gebäudekomplex bebaut.
Geschichte
Ursprünglich kaufte 1785 der Pforzheimer Tuchfabrikant Daniel Konrad Wohnlich das Gelände in vielen einzelnen Grundstücken zusammen. Er baute 1791 dort sein Wohnhaus, später ein Gartenhaus und ließ einen Park anlegen. Als Wohnlich 1801 nach Augsburg übersiedelte, verkaufte er 1804 das Anwesen für 11 250 Gulden an den Gärtner Nikolaus Weber. Dieser verkaufte es bereits 1805 für 13 150 Gulden an den Bürger und Bauer Kaspar Eberle aus Brötzingen weiter. Dieser verkaufte den Besitz schon nach einem halben Jahr für nur noch 10 000 Gulden an die Witwe des Goldfabrikinhabers Johann Georg Kiehnle. Danach übernahm ihr Sohn Heinrich Kiehnle das Anwesen. Seine Witwe verkaufte dann am 20. August 1853 das Gelände an Georg Christian Friedrich und seinen Bruder Karl Reinhard Saacke für 24.000 Gulden und zog nach Stuttgart.
Bis zu diesem Zeitpunkt lag das Gelände außerhalb der Stadt. Aber in den 1850er- und 1860er-Jahren erlebte die Schmuckindustrie eine Blüte und brachte die Stadt zum Wachsen. Ebenfalls wurde etwa zu selben Zeit die Eisenbahn gebaut, weshalb sich die Stadt deutlich in Richtung zum und um das Saackesche Anwesen ausdehnte.
Die Gebrüder Saacke kauften 1857 noch die Häuser Bahnhofstraße 9 und 11 und bauten sie zusammen zu einem großen Haus aus. Georg Saacke kaufte 1863 von Frau Georg Ludwig Kiehnle westlich des Platzes noch ein Stück Land, auf dem später die Saackesche Fabrik entstand, die am 23. Februar 1945 zerstört wurde. Im selben Jahr wurde quer durch den Garten die Luisenstraße gebaut und beidseitig mit einem Bretterzaun versehen. In den Jahren 1864 und 1865 verkaufte Saacke den abgetrennten Teil des Gartens in zwei großen Teilen. Den Rest des abgetrennten Bereichs kaufte 1867 die Bahn.
Vom verbliebenen Garten kaufte die Postdirektion 1877 einen nördlichen Teil für ein neues Postgebäude. Den Rest erbten die Kinder von Georg Christian Friedrich Saacke, Frau Emil Wehe Witwe, Karl Julius Saacke, Paul Saacke und Imanuel Saacke, bei seinem Tod am 13. Mai 1879. 1929 wurde durch den Bau der Kiehnlestraße wieder ein größeres nördliches Stück des Gartens abgeschnitten.
Der Garten war von einer Mauer umgeben. In dem großen zweistöckigen Gartenpavillon der Saackes war Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts ein Raum der Hahnschen Gemeinschaft als Stundensaal zur Verfügung gestellt.
Bilder
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Der Saackesche Pavillon von der Rückseite etwa 1910
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Der Stundensaal der Hahnschen Gemeinschaft im Saackeschen Pavillon etwa 1910
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Saackescher Gartenpavillon 1925
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Bauzeichnungen der Villa Saacke
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Die Bahnhofstraße etwa 1905, links der Saackesche Park
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Der Saackesche Park und Garten
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Der Saackesche Park mit dem Hotel International etwa 1911
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Das Nachbarhaus am Saackeschen Park etwa 1910
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Das Saackesche Anwesen nach der Zerstörung
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Das Saackesche Anwesen nach der Zerstörung
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Das Saackesche Anwesen nach der Zerstörung
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Das Saackesche Anwesen nach der Zerstörung
Quelle
- von Oscar Trost 1940; Das Saackesche Anwesen in der Bahnhofstraße zu Pforzheim und seine Besitzer.
- Ausstellung: Hinter den Dingen, Villa Saacke; im Stadtmuseum (28.03.2010 bis 09.05.2010)
Weblinks
- Saacke-Carré als Vorbild im Städtebau, Online-Artikel der Pforzheimer Zeitung vom 15. September 2010 zum Saackeschen Anwesen
