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Adolf Baier: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Adolf Baier''' (* [[Geburtstag::13. September]] [[Geburtsjahr::1907]] in {{Geboren in|Oberkirch/Baden}}; † [[Todestag::30. Oktober]] [[Todesjahr::1982]] in {{Gestorben in|Berlin}}) war Kommunist, [[Ist::Gewerkschafter]] und [[Ist (unverlinkt)::Kämpfer in den Internationalen Brigaden]] gegen den Militärputsch Francos in Spanien.
Adolf Baier


Widerstand gegen Nazi-Diktatur
== Im Widerstand gegen die Nazis ==


Adolf Baier war Schlosser und Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands [[KPD]] sowie des Metallarbeiter-Verbandes in Pforzheim.
13. 9. 1907 – 30. 10. 1982
[[1933]] war er von März bis Mai ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Haft. Vor einer erneuten Festnahme floh er im Juli 1933 nach Frankreich, organisierte von dort den Transport illegaler Flugschriften nach [[Nationalsozialismus|Nazi]]-Deutschland und wechselte selbst mehrmals über die Grenze, um den Aufbau antinazistischer Organisationen in [[Baden]] zu unterstützen.


== Bei den Internationalen Brigaden in Spanien ==
A. B. ist Schlosser und Mitglied der KPD sowie des Metallarbeiter-Verbandes in Pforzheim.
1933 ist er von März bis Mai ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Haft. Vor einer erneuten Festnahme flieht er im Juli 1933 nach Frankreich, organisiert von dort den Transport illegaler Flugschriften nach Nazi-Deutschland und wechselt selbst mehrmals über die Grenze, um den Aufbau antinazistischer Organisationen in Baden zu unterstützen.
1936 geht er nach Spanien und kämpft in den Internationalen Brigaden für die Verteidigung der Republik gegen den Militärputsch Francos. Er wird dreimal verwundet und kann nach dem Sieg der von Hitlerdeutschland unterstützten Putschisten über Frankreich nach Norwegen fliehen.
In Schweden organisiert A. B. Sabotageaktionen gegen Kriegstransporte der NS-Wehrmacht, wird deswegen 1941 verhaftet und sieht nach 3 ½ Jahren Zuchthaus erst im Oktober 9145 seine zerstörte Heimatstadt Pforzheim wieder.
Hier hilft er mit beim Aufbau freier Gewerkschaften und ist der erste Vorsitzende der neugegründeten Industriegewerkschaft Metall. Sein Name steht unter dem ersten Tarifvertrag, der in Pforzheim nach zwölf Jahren Unterdrückung der Arbeiterbewegung abgeschlossen wird.
19152 siedelt er in die DDR über und wird Mitarbeiter des ZK der SED. Wegen Betätigung für die verbotene KPD ist er 1963 in der Bundesrepublik inhaftiert.
A. B. stirbt 1982.


[[1936]] ging Adolf Baier nach Spanien und kämpfte in den Internationalen Brigaden für die Verteidigung der Republik gegen den Militärputsch Francos. Er wurde dreimal verwundet und konnte nach dem Sieg der von Hitlerdeutschland unterstützten Putschisten über Frankreich nach Norwegen fliehen.
In Schweden organisierte Adolf Baier Sabotageaktionen gegen Kriegstransporte der NS-Wehrmacht, wurde deswegen [[1941]] verhaftet und sah nach 3 ½ Jahren Zuchthaus erst im Oktober [[1945]] seine zerstörte Heimatstadt Pforzheim wieder.
Literatur:
Rapp, Hermann, Aus schwerer und bewegter Zeit, Pforzheim, 1975


== Nach 1945 ==
Links:


In Pforzheim half Adolf Baier mit beim Aufbau freier Gewerkschaften und war der erste Vorsitzende der neugegründeten [[IG Metall|Industriegewerkschaft Metall]]. Sein Name stand unter dem ersten Tarifvertrag, der in Pforzheim nach zwölf Jahren Unterdrückung der Arbeiterbewegung abgeschlossen wurde.
Bild: bisher nicht vorhanden, event. Bild von Antifa-Demo Juli 1932

[[1952]] siedelte Adolf Baier in die DDR über und wurde Mitarbeiter des ZK der SED.

Wegen Betätigung für die verbotene KPD wurde er [[1963]] in der Bundesrepublik inhaftiert.

Adolf Baier starb 1982 in Berlin.

== Literatur ==
* [[Hermann Rapp]]: Aus schwerer und bewegter Zeit, Pforzheim, 1975

== Weblinks ==
*[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/adolf-baier bundesstiftung-aufarbeitung.de]
{{wikipedia}}

{{DEFAULTSORT:Baier, Adolf}}
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Schlosser]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]
[[Kategorie:NS-Gegner]]
[[Kategorie:KPD]]
[[Kategorie:Gewerkschafter]]

Aktuelle Version vom 11. Oktober 2020, 10:23 Uhr

Adolf Baier (* 13. September 1907 in Oberkirch/Baden; † 30. Oktober 1982 in Berlin) war Kommunist, Gewerkschafter und Kämpfer in den Internationalen Brigaden gegen den Militärputsch Francos in Spanien.

Im Widerstand gegen die Nazis

Adolf Baier war Schlosser und Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands KPD sowie des Metallarbeiter-Verbandes in Pforzheim. 1933 war er von März bis Mai ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Haft. Vor einer erneuten Festnahme floh er im Juli 1933 nach Frankreich, organisierte von dort den Transport illegaler Flugschriften nach Nazi-Deutschland und wechselte selbst mehrmals über die Grenze, um den Aufbau antinazistischer Organisationen in Baden zu unterstützen.

Bei den Internationalen Brigaden in Spanien

1936 ging Adolf Baier nach Spanien und kämpfte in den Internationalen Brigaden für die Verteidigung der Republik gegen den Militärputsch Francos. Er wurde dreimal verwundet und konnte nach dem Sieg der von Hitlerdeutschland unterstützten Putschisten über Frankreich nach Norwegen fliehen.

In Schweden organisierte Adolf Baier Sabotageaktionen gegen Kriegstransporte der NS-Wehrmacht, wurde deswegen 1941 verhaftet und sah nach 3 ½ Jahren Zuchthaus erst im Oktober 1945 seine zerstörte Heimatstadt Pforzheim wieder.

Nach 1945

In Pforzheim half Adolf Baier mit beim Aufbau freier Gewerkschaften und war der erste Vorsitzende der neugegründeten Industriegewerkschaft Metall. Sein Name stand unter dem ersten Tarifvertrag, der in Pforzheim nach zwölf Jahren Unterdrückung der Arbeiterbewegung abgeschlossen wurde.

1952 siedelte Adolf Baier in die DDR über und wurde Mitarbeiter des ZK der SED.

Wegen Betätigung für die verbotene KPD wurde er 1963 in der Bundesrepublik inhaftiert.

Adolf Baier starb 1982 in Berlin.

Literatur

  • Hermann Rapp: Aus schwerer und bewegter Zeit, Pforzheim, 1975

Weblinks

Wikipedia zum Thema „Adolf Baier”