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Amalie Meier: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Stolperstein_Amalie_Meier.jpg|thumb|Stolperstein am Osterfeld]]
'''Amalie Meier''' (geboren [[9. November 1922]]) war Schülerin in [[Pforzheim]] und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.
'''Amalie Meier''' (geboren [[9. November]] [[1922]]) war Schülerin in [[Pforzheim]] und Opfer der Judenverfolgung im [[Nationalsozialismus]].


== Leben ==
== Leben ==


===Diskriminierung===
===Diskriminierung===
Amalie flog [[1936]] aus der [[Calw]]er Schule und musste das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.

Amalie flog 1936 aus der Calwer Schule und musste das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.


===Deportation===
===Deportation===
[[1940]] deportierten die Nazis sie und ihre Eltern Nelly und Friedrich aus der [[Wörthstraße]] 5 ins Internierungs[[lager Gurs]] am Nordrand der Pyrenäen. Im Sommer [[1942]] verschleppten die Nazis die Eltern ins Vernichtungslager Auschwitz.

1940 deportierten die Nazis sie und ihre Eltern Nelly und Friedrich aus der Wörthstr. 5 ins Internierungslager Gurs am Nordrand der Pyrenäen. Im Sommer 1942 verschleppten die Nazis die Eltern ins Vernichtungslager Auschwitz.


===Rettung===
===Rettung===
Amalie überlebte die Nazi-Zeit durch die Hilfe des französischen Kinderhilfswerks OSE und französischer Antifaschisten, im Kinderheim in St.Jean-en-Royans und in Familien. Im September [[1946]] erreichte Amalie mit einem Schiff voller [[Juden|jüdischer]] Waisenkinder New York.

Amalie überlebte die Nazi-Zeit durch die Hilfe des franz. Kinderhilfswerks OSE und franz. Antifaschisten, im Kinderheim in St.Jean-en-Royans und in Familien. Im September 1946 erreichte Amalie mit einem Schiff voller jüdischer Waisenkinder New York.



==Erinnerung==
==Erinnerung==


Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Amalie Meier am 27.01.2010 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Amalie Meier am [[27. Januar]] [[2010]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.


Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der [[Osterfeldschule]] in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]].


==Literatur==
==Literatur==
*{{Brändle 2000}}

*derselbe: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
*{{Brändle 2011}}

- Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000

- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schul-getto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 - 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. 2011


==Weblinks==
==Weblinks==
* {{Gedenkverzeichnis|M/Meier,_Amalie}}


{{SORTIERUNG:Meier, Amalie}}
Eintrag Amalie Meier in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim.
[[Kategorie:Frau]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Jude]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 7. Juli 2019, 20:28 Uhr

Stolperstein am Osterfeld

Amalie Meier (geboren 9. November 1922) war Schülerin in Pforzheim und Opfer der Judenverfolgung im Nationalsozialismus.

Leben

Diskriminierung

Amalie flog 1936 aus der Calwer Schule und musste das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.

Deportation

1940 deportierten die Nazis sie und ihre Eltern Nelly und Friedrich aus der Wörthstraße 5 ins Internierungslager Gurs am Nordrand der Pyrenäen. Im Sommer 1942 verschleppten die Nazis die Eltern ins Vernichtungslager Auschwitz.

Rettung

Amalie überlebte die Nazi-Zeit durch die Hilfe des französischen Kinderhilfswerks OSE und französischer Antifaschisten, im Kinderheim in St.Jean-en-Royans und in Familien. Im September 1946 erreichte Amalie mit einem Schiff voller jüdischer Waisenkinder New York.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Amalie Meier am 27. Januar 2010 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeldschule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks