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Reuchlin-Forschungsstelle

Von PFENZ
Version vom 19. November 2009, 18:59 Uhr von Vici (Diskussion | Beiträge) (Weitere Publikationen und Arbeit: schreibweise kongress und preis vorerst angepasst)
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Die Reuchlin-Forschungsstelle wurde 1994 geschaffen und war im Reuchlinhaus untergebracht. Getragen wurde die Forschungsstelle von der Stadt Pforzheim und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Der Briefwechsel des Pforzheimer Humanisten Johannes Reuchlin sollte unter Leitung des Prof. Dr. Fuhrmann als erste kritische Gesamtausgabe aufgearbeitet werden. Von Reuchlin sind über 500 Briefe erhalten, die großteils in lateinisch verfasst sind. Einige sind auf deutsch, wenige in griechisch und hebräisch. Die lateinischen schrieb er als Humanist, die deutschen als Jurist. Die Briefe bieten viele biographische Details, wie auch wichtige Einblicke in die Anfänge des Humanismus.

Leiter der Reuchlin-Forschungsstelle war Dr. Gerald Dörne, Mitarbeiter Matthias Dall'Asta.

Die Reuchlin-Forschungsstelle bestand bis 31.12.2007. Die Archivbestände, Bücher und z.T. Mikrofiches der Forschungsstelle wurden ins Stadtarchiv Pforzheim überführt.

Adresse

Reuchlin-Forschungsstelle
Jahnstraße 42
75173 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 39 - 11 51
Telefax: (0 72 31) 39 - 14 41
E-Mail: dallasmDatei:At sign.svgstadt-pforzheim.de

Ausstellung

Unter dem Titel "Johann Reuchlins Bibiothek - gestern & heute" fand vom 09. September - 11.November 2007 eine Ausstellung zu Johannes Reuchlin und seinen Büchern im Stadtmuseum Pforzheim statt. Anlass war die ursprünglich zu diesem Zeitpinkt bereits geplante Eröffnung des Museums Johannes Reuchlin, die sich aber dann doch verzögerte.

Bei der Ausstellung waren viele wertvolle Originale und Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zu sehen, deren urpsrung und grundstock in der Bibliothek Reuchlins zu sehen ist. Die meisten Original-Bücher aus Reuchlins Bibliothek sind aber bis heute verschollen.

Zur Ausstellung erschien eine Publikation:

  • Johannes Reuchlins Bibliothek : Gestern & Heute ; Schätze und Schicksal einer Büchersammlung der Renaissance ; Ausstellung im Stadtmuseum Pforzheim, 9. September - 11. November 2007, aus Anlass der Wiedererrichtung des Reuchlinkollegs an der Pforzheimer Schloss- und Stiftskirche St. Michael (Ausstellungskatalog) ; Katalog / bearb. von Matthias Dall'Asta und Gerald Dörner. Hrsg. von Isabel Greschat. - Heidelberg u. a. : Verl. Regionalkultur, 2007. - 128 S. ISBN 978-3-89735-505-7

Weitere Publikationen und Arbeit

Am 15.Februar 2007 präsentierte die Forschungsstelle bzw. die Stadt Pforzheim den 3. Band des Briefwechsels des berühmten Humanisten zusammen mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften in Anwesenheit von Bürgermeister Gert Hager, Kulturamtsleiterin Dr. Isabel Greschat und des Leiters der Forschungsstelle, Prof. Dr. Wilhelm Kühlmann und den beiden Mitarbeitern der Forschungsstelle Matthias Dall'Asta und Dr. Gerald Dörner sowie dem Verleger Eckhart Holzboog im Reuchlinhaus.

Den aus den Jahren 1514 bis 1517 stammenden rund 90 Briefen wird bescheinigt, dass sie "zweifelsohne zu den wichtigsten Zeugnissen des europäischen Humanismus" gehören (Dr. Dörner).

Neben der Vergabe des Reuchlinpreises sowie der Ausrichtung des Reuchlinkongresses sei die Herausgabe des Briefwechsels von Johannes Reuchlin ein zentrales Anliegen der Stadt Pforzheim.

  • Johannes Reuchlin: Briefwechsel. Bd. 3: 1514-1517, hrsg. von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften in Zusammenarbeit mit der Stadt Pforzheim, bearb. von Matthias Dall’Asta und Gerald Dörner, Stuttgart-Bad Cannstatt: Frommann-Holzboog 2007, Preis 128 Euro, ISBN 978-3-7728-1985-8.

Quellen

[[1]] Hinweis und Beschreibung zur Ausstellung und div. Leihgaben auf der Homepage der BLB, mit Download von Bildern versch. Reuchlin-Handschriften, die gezeigt wurden

[[2]] Auflösung der Reuchlinfoschungsstelle, Überführung des Archivbestandes ins Stadtarchiv, Archiv-Information auf der Stadt-Pforzheim-Seite

[3] Bericht der Heidelberger Akademie der Wissenschaften über die Veröffentlichung des 3. Bandes zum Briefwechsel Reuchlins unter dem Titel "Der Reuchlin-Briefwechsel – Spiegel des Kampfes zwischen Inquisition und Humanismus"