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Marga Karle: Unterschied zwischen den Versionen

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Ernst Feuerle (Diskussion | Beiträge)
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[[Marga Karle]] ([[geb. 7. Juli 1924 in Pforzheim]]) war Schülerin in [[Pforzheim]] und Opfer der antisemitischen [[Maßnahmen der NS-Herrschaft]].
'''Marga Karle''' (geb. [[7. Juli]] [[1924]] in Pforzheim) war Schülerin in [[Pforzheim]] und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.




==Diskriminierung==
==Diskriminierung==


Sie musste ab [[1936]] das Schulgetto für [[jüdische]] Kinder an der damaligen
Sie musste ab [[1936]] das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder [[Osterfeldschule|Osterfeld-Schule]] besuchen.
[[Hindenburg-]], heute wieder [[Osterfeld-Schule]] besuchen.




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==Zwangsarbeit==
==Zwangsarbeit==


Wie die Geschwister Hanna und Ursula Nathan deportierten die [[Nazis]] sie nicht am [[22. Okt. 1940]] ins [[Lager Gurs]], da die drei Mädchen durch einen [[nichtjüdischen]] Elternteil vorläufig geschützt waren.
Wie die Geschwister Hanna und Ursula Nathan deportierten die [[Nationalsozialismus|nationalsozialisten]] sie nicht am [[22. Oktober]] [[1940]] ins [[Lager Gurs]], da die drei Mädchen durch einen nichtjüdischen Elternteil vorläufig geschützt waren.
Die Mädchen mussten [[Zwangsarbeit]] leisten und den diskriminierenden ''„Judenstern“'' tragen - siehe Dokument bei [[Ursula Nathan]].
Die Mädchen mussten Zwangsarbeit leisten und den diskriminierenden ''„Judenstern“'' tragen - siehe Dokument bei [[Ursula Nathan]].




==Deportation==
==Deportation==


Marga wurde am [[14. Feb.1945]] mit ihrer Mutter Irene und den Geschwister Nathan ins [[Konzentrationslager Theresienstadt]] deportiert; beide überlebten.
Marga wurde am [[14. Februar]] [[1945]] mit ihrer Mutter Irene und den Geschwister Nathan ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert; beide überlebten.
Ihren Vater Hermann zwangen die [[Nazis]] zum [[Volkssturm]], auf seiner ''Grabplatte auf dem Friedhof in [[Dillweißenstein]]'' steht der [[31. März 1945]], ''18 Tage vor der Befreiung [[Pforzheims]]''.
Ihren Vater Hermann zwangen die Nationalsozialisten zum Volkssturm, auf seiner ''Grabplatte auf dem Friedhof in [[Dillweißenstein]]'' steht der [[31. März]] 1945, ''18 Tage vor der Befreiung [[Pforzheim]]s''.




==Erinnerung==
==Erinnerung==


Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Marga Karle am 27.01.2010 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.
Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Marga Karle am [[27. Januar]] [[2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.


Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.
Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.
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==Literatur==
==Literatur==


- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: [[jüdische]] Kinder und Jugendliche in [[Pforzheim]] [[1933]] bis [[1945]]: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt [[Pforzheim]], [[Pforzheim 2000]] ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim [[1933]] bis [[1945]]: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe [[Pforzheimer Hefte]]
- Gerhard Brändle:
- Gerhard Brändle:


"Die wechselhafte Geschichte der [[Osterfeld-Schule]] in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: [[Osterfeldschulen]] (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum [[Juli 2000]], [[Pforzheim]], 2000
"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
- Gerhard Brändle, Rebecca Eger:
- Gerhard Brändle, Rebecca Eger:


Biografien der Kinder und Lehrkräfte am ''„Schulgetto“'' an der [[Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule]] in [[Pforzheim]] [[1936 - 1938]], veröffentlicht anlässlich der Einweihung der [[Gedenktafeln]] in der [[Osterfeld-Schule]] und im Kulturhaus Osterfeld - [[27. Jan. 2011]]
Biografien der Kinder und Lehrkräfte am ''„Schulgetto“'' an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim [[1936]] bis [[1938]], veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Januar 2011




==Weblinks==
==Weblinks==
Eintrag Marga Karle in der Datenbank der zwischen [[1919]] und [[1945]] in [[Pforzheim]] geborenen bzw. ansässigen [[jüdischen]] Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt [[Pforzheim]].
Eintrag Marga Karle in der Datenbank der zwischen [[1919]] und [[1945]] in [[Pforzheim]] geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt [[Pforzheim]].

Version vom 8. Juni 2011, 11:36 Uhr

Marga Karle (geb. 7. Juli 1924 in Pforzheim) war Schülerin in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.


Diskriminierung

Sie musste ab 1936 das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.


Erinnerungen

Die erste Klasse habe ich in der Nordstadt-Schule (1934: Adolf - Hitler -Schule) verbracht… dann sind wir jüdischen Kinder in die Judenschule, die auf Parterre war… gekommen. Wir waren, glaube ich, drei Klassen in einem Zimmer mit Fräulein Halberstadt als Lehrerin… Meine Freundinnen konnten nicht mehr mit mir reden und spielen und haben uns immer angesehen, als ob wir Feinde wären; es hat sehr weh getan.


Zwangsarbeit

Wie die Geschwister Hanna und Ursula Nathan deportierten die nationalsozialisten sie nicht am 22. Oktober 1940 ins Lager Gurs, da die drei Mädchen durch einen nichtjüdischen Elternteil vorläufig geschützt waren. Die Mädchen mussten Zwangsarbeit leisten und den diskriminierenden „Judenstern“ tragen - siehe Dokument bei Ursula Nathan.


Deportation

Marga wurde am 14. Februar 1945 mit ihrer Mutter Irene und den Geschwister Nathan ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert; beide überlebten. Ihren Vater Hermann zwangen die Nationalsozialisten zum Volkssturm, auf seiner Grabplatte auf dem Friedhof in Dillweißenstein steht der 31. März 1945, 18 Tage vor der Befreiung Pforzheims.


Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Marga Karle am 27. Januar 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.


Literatur

- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte - Gerhard Brändle:

"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000 - Gerhard Brändle, Rebecca Eger:

Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schulgetto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936 bis 1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Januar 2011


Weblinks

Eintrag Marga Karle in der Datenbank der zwischen 1919 und 1945 in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim.