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Emil Strauß: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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== Ehrungen ==
== Ehrungen ==
[[Bild:Grab Emil Strauss.jpg|thumb|Grabmal von Emil Strauß auf dem Pforzheimer [[Hauptfriedhof]]]]
[[Bild:Grab Emil Strauss.jpg|thumb|Grabmal von Emil Strauß auf dem Pforzheimer [[Hauptfriedhof]]]]
Nach Emil Strauß ist in Pforzheim die [[Geehrt mit Straße::Emil-Strauß-Straße]] benannt.
Nach Emil Strauß ist in Pforzheim die [[Geehrt mit Straße::Emil-Strauß-Straße]] benannt. In seiner Sitzung am 14.12.2010 beschließt der Gemeinderat einstimmig deren Umbenennung ([http://buergerinfo.pforzheim.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1000058&TOLFDNR=1001376 Sitzungsprotokoll]).


Seit 1937 war er [[Ehrenbürger]] Pforzheims<ref>{{pz-online|Home/Nachrichten/Pforzheim/arid,212757_puid,1_pageid,17.html|Ist Schriftsteller mit Nazi-Nähe zu Recht Ehrenbürger?|15. August 2010}}</ref>.
Seit 1937 war er [[Ehrenbürger]] Pforzheims<ref>{{pz-online|Home/Nachrichten/Pforzheim/arid,212757_puid,1_pageid,17.html|Ist Schriftsteller mit Nazi-Nähe zu Recht Ehrenbürger?|15. August 2010}}</ref>.

Version vom 16. Januar 2011, 10:25 Uhr

Emil Strauß (* 31. Januar 1866 in Pforzheim; † 10. August 1960 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Dichter.

Leben

Emil Strauß stammte aus einer Pforzheimer Schmuckfabrikanten-Familie.

Er ist ein Enkel des aus Österreich stammenden Komponisten Joseph Strauß der von 1824 bis 1864 unter Eduard Devrient erfolgreich die Karlsruher Oper leitete. Der Vater von Emil Strauß war Kaufmann in Pforzheim und ehelichte ein Mädchen aus der angesehenen Familie Hepp.

Emil Strauß besuchte die Schulen seiner Heimatstadt, dann das Gymnasium in Karlsruhe, studierte danach in Freiburg, Lausanne und Berlin; war mit Emil Gött befreundet, war 1891 in Italien, Ende 1892 nach Brasilien, lebte später am Bodensee, in Kappelrodeck, Hellerau, Freiburg und in Schlierbahn bei Stockach.

Sein Studium der Philosophie, Germanistik und Volkswirtschaftslehre brach er frühzeitig ab, um freier Schriftsteller zu werden.

Mit dem Roman "Der nackte Mann" und der Novelle "Euphemia" setzte Emil Strauß seiner Heimatstadt Pforzheim literarische Denkmale. "Der nackte Mann" schildert den Konflikt zwischen dem kalvinistischen Markgraf von Baden und der lutherischen Stadt Pforzheim.

Sein bekanntester Roman ist "Freund Hein", der thematisch Ähnlichkeiten zu "Unterm Rad" von Hermann Hesse aufweist.

Emil Strauß ist wegen seiner Nähe zum Nationalsozialismus umstritten. So schreibt Hermann Hesse 1948 in einem Brief an Wilhelm Schäfer: „Um Strauß tut es mir leid, ich habe ihn einst geliebt. Aber ich kann mir nicht denken, dass sich in der Schweiz ein Finger für ihn rühren würde. Er war seit 1914 ein typischer Deutsch-Nationaler, seit 19 Saboteur und Verhöhner der jungen Republik, dann fanatischer Hitlerjünger und von der Partei auf einen Ehrenposten gestellt. Fanatischer Antisemit war er auch. Wir haben längst unter Trauern von ihm Abschied genommen.“

Emil Strauß trat 1929 in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ein. Durch Joseph Goebbels wurde er 1936 in den Reichskultursenat berufen. Strauß erzielte als Schriftsteller hohe Auflagen, weil er durch seine Mitgliedschaft in der NSDAP und seine Ideologischen Gedanken für völkische Erneuerung deutscher Lebensgemeinschaft, einige Ehrungen vom dem nationalsozialistischen Regime erhielt. Die Stadt Freiburg verlieh ihm 1936 die Ehrenbürgerschaft, 1946 wurde sie ihm wieder aberkannt.

Ehrungen

Grabmal von Emil Strauß auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof

Nach Emil Strauß ist in Pforzheim die Emil-Strauß-Straße benannt. In seiner Sitzung am 14.12.2010 beschließt der Gemeinderat einstimmig deren Umbenennung (Sitzungsprotokoll).

Seit 1937 war er Ehrenbürger Pforzheims[1].

Literatur

  • Joachim Noob: Der Schülerselbstmord in der deutschen Literatur um die Jahrhundertwende. Heidelberg: Winter 1998. (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte; F. 3; 158) ISBN 3-8253-0696-8
  • "Wahr sein kann man". Dokumentation zu Leben und Werk von Emil Strauss (1866-1960). Ausstellung der Stadt Pforzheim 8. Mai bis 14. Juni 1987. 2. Auflage, herausgegeben von Bärbel Rudin. Pforzheim: Stadt Pforzheim 1990.

Einzelnachweise

Weblinks