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Museum Johannes Reuchlin: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:2007 schloßkirche reuchlinkolleg001.jpg|thumb|Baustelle des neuen Reuchlinkollegs an der Schlosskirche]] |
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[[Bild:Reuchlinmuseum.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin an der [[Schlosskirche]]]] |
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Das '''Museum Johannes Reuchlin''' wurde am [[7. September]] 2008 eröffnet. In den Jahren 2006 -2008 wurde der Bau nach Entwürfen des Architekten Prof. Bernhard Hirche verwirklicht. Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und einigen Sponsoren aus Pforzheim finanziert. Während der Bauzeit wurde das Museum Johannes Reuchlin als Reuchlinkolleg bezeichnet. |
Das '''Museum Johannes Reuchlin''' wurde am [[7. September]] 2008 eröffnet. In den Jahren 2006 -2008 wurde der Bau nach Entwürfen des Architekten Prof. Bernhard Hirche verwirklicht. Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und einigen Sponsoren aus Pforzheim finanziert. Während der Bauzeit wurde das Museum Johannes Reuchlin als Reuchlinkolleg bezeichnet. (Bis zum 2. Weltkrieg gab es bereits neben dem Archivbau ein Reuchlin-Museum, siehe [[Lehnert's Wirtshaus]]. |
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Das ''Reuchlinkolleg'' ist die zweigeschossige Sakristei, in der [[Johannes Reuchlin]] |
Das ''Reuchlinkolleg'' ist die zweigeschossige Sakristei, in der [[Johannes Reuchlin]] |
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Version vom 4. Oktober 2008, 19:14 Uhr


Das Museum Johannes Reuchlin wurde am 7. September 2008 eröffnet. In den Jahren 2006 -2008 wurde der Bau nach Entwürfen des Architekten Prof. Bernhard Hirche verwirklicht. Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und einigen Sponsoren aus Pforzheim finanziert. Während der Bauzeit wurde das Museum Johannes Reuchlin als Reuchlinkolleg bezeichnet. (Bis zum 2. Weltkrieg gab es bereits neben dem Archivbau ein Reuchlin-Museum, siehe Lehnert's Wirtshaus.
Das Reuchlinkolleg ist die zweigeschossige Sakristei, in der Johannes Reuchlin von 1455 bis 1522 ein Studierzimmer und seine Bibliothek hatte. Seit 2006 wird die beim Luftangriff auf Pforzheim zerstörte Sakristei im Auftrag der Freunde der Schloßkirche wiederaufgebaut. Ursprünglich war September 2007 als Eröffnungstermin geplant. Dann war vom 22. Juni 2008 zum Beginn des nächsten Reuchlin-Kongresses die Rede. Inzwischen wurde der Eröffnungstermin, wegen deutlich verzögertem Baufortschritt, noch einmal verschoben. Jetzt ist September 2008 geplant.
Aus statischen Gründen wurden in den 1950er-Jahren anstelle der Sakristei drei Schwibbögen an den wiederaufgebauten Stiftschor gebaut. Diese Teile werden wie die alte Außenmauer in den Neubau integriert. Die Innengestaltung wird mit viel Glas realisiert.
Das Reuchlinkolleg wird in erster Linie eine Informationsstätte über den Humanisten Johannes Reuchlin (1455–1522) und kein Museum über Pforzheims großen Sohn.
Auf vier Etagen wird der Lebensweg Reuchlins thematisiert.
Das Erdgeschoss soll Reuchlins Pforzheimer Zeit gewidmet werden. Er und sein Neffe, der Reformator Philipp Melanchthon, sollen mit Hilfe moderner Technik visuell über ihre Zeit berichten.
Das erste Obergeschoss ist der Darstellung seines humanistischen Bildungswegs zugedacht.
Das zweite Obergeschoss, in dem Reuchlins Bibliothek und sein Arbeitszimmer lagen, soll dazu dienen, seine Werke zu zeigen. Voraussichtlich werden einige ausgewählte Schriften Reuchlins an einem Bildschirm durchzublättern sein. Die Bibliothek Reuchlins befindet sich heute in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, die auch deren Grundstock war. Möglicherweise sind auch deshalb einige Bücher überhaupt erhalten, da zum einen Pforzheim durch den 23.Februar 1945 und auch vorher durch verschiedene Bräünde häufiger der Zerstörung ausgetzt war als Karlsruhe. Und da Bücher zur zeit Reuchlins noch als Kostbarkeiten galten, wurden diese unter Gelehrten oder wichtigen Persönlichkeiten auch mal ausgeliehen, fanden aber unter Umständen nicht mehr zum Besitzer zurück. Dies ist besonders tragisch, da Reuchlin unter anderem genau aus diesem Grund und mit der besonderen Auflage, diese nicht zu verleihen, seine Bibliothek an Pforzheim vermachte. Die Stadt Pforzheim hat durch die Tätigkeit der Reuchlin-Forschungsstelle und eigene Ankäufe auch einen eigenen Bestand an Reuchlin-Werken gesammelt und damit retten können. Bis zum heutigen Tag konnte jedoch nicht der Verbleib jedes Buches aus seiner umfangreichen und wertvollen Bibliothek rekonstruiert werden.
Im obersten Stockwerk wird Reuchlins Wirken und sein "Nachleben" dargestellt.
Adresse
- Museum Johannes Reuchlin
- Ev. Schloß- und Stiftskirche St. Michael
- Schloßberg 14
- 75175 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 39 21 13
- E-Mail:
kult
stadt-pforzheim.de
Öffnungszeiten
- Montag bis Freitag 15:00 bis 18:00 Uhr
- Sonntags 12:00 bis 18:00 Uhr
- Gruppenführungen auf Anfrage
- Der Eintritt ist frei.