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Erschießung französischer Widerstandskämpfer: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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Vorgang wurde nie juristisch gewürdigt, daher ist Einstufung als Kriegsverbrechen formal betrachtet fraglich
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Die '''Erschießung französischer Widerstandskämpfer''' im [[Hagenschieß]]wald bei [[Pforzheim]] am [[30. November]] [[1944]] geschah gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]]. Der Vorgang wäre bei einer juristischen Aufarbeitung sehr wahrscheinlich als [[Kriegsverbrechen]] eingestuft worden; dazu kam es aber nie, da die Haupttäter wegen anderer Verbrechen hingerichtet wurden.

Die '''Erschießung französischer Widerstandskämpfer''' im [[Hagenschieß]]wald bei [[Pforzheim]] am [[30. November]] [[1944]] war ein [[Kriegsverbrechen]] gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]].


== Das Ereignis ==
== Das Ereignis ==

Version vom 30. März 2008, 20:29 Uhr

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Gedenkstein an der Buswendeschleife
Fr. Augenstein während ihrer Rede bei der Veranstaltung im Audimax der FH Pforzheim
Schüler der Osterfeld-Realschule bei der Präsentation der Biografien der Ermordeten
Pfarrer i.R. Hans Ade - Augenzeuge der Exhumierung - an einem Bombentrichter im Hagenschieß in der Nähe des "Tatorts"

Die Erschießung französischer Widerstandskämpfer im Hagenschießwald bei Pforzheim am 30. November 1944 geschah gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Vorgang wäre bei einer juristischen Aufarbeitung sehr wahrscheinlich als Kriegsverbrechen eingestuft worden; dazu kam es aber nie, da die Haupttäter wegen anderer Verbrechen hingerichtet wurden.

Das Ereignis

Am 30. November 1944 wurden 25 im Pforzheimer Gefängnis internierte Mitglieder der französischen Widerstandsgruppe Réseau Alliance von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in den Hagenschieß gebracht und mit Genickschüssen getötet.

Bei den Getöteten handelte es sich um 18 Männer und sieben Frauen. Die Leichen wurden in einen Bombentrichter geworfen und notdürftig mit Erde und Gestrüpp zugescharrt.[1]

Während des Zweiten Weltkrieges war eine große Anzahl Widerstandskämpfer der Réseau Alliance im besetzten Frankreich durch die Gestapo verhaftet worden. Sie waren dann zunächst in verschiedenen französischen Gefängnissen, danach im Lager Schirmeck inhaftiert und wurden schließlich auf verschiedene Gefängnisse in Baden verteilt, darunter auch das Pforzheimer Gefängnis, wo die meisten der später im Hagenschieß Erschossenen am 25. Januar 1944 eingeliefert wurden. Die Inhaftierten sollten in Scheinverfahren zum Tod verurteilt werden, wozu es jedoch aufgrund des Kriegsverlaufs größtenteils nicht mehr kam. Angesichts der näher rückenden alliierten Truppen wurden die noch nicht Verurteilten in Pforzheim und sechs weiteren badischen Städten durch ein Mordkommando der Gestapo beseitigt.[2]

Französische Reaktion

Nach der Besetzung Pforzheims durch französische Truppen im Frühjahr 1945 ließen diese Ende Mai die Toten exhumieren. Ihren ersten Plan, als Vergeltung 25 Pforzheimer Bürger erschießen zu lassen, konnte der kommissarische Oberbürgermeister Wilhelm Becker durch couragiertes Auftreten abwenden. Die Pforzheimer Bevölkerung wurde per Plakatanschlag aufgefordert, am Samstag, dem 26. Mai, das Massengrab persönlich in Augenschein zu nehmen und am Sonntag, dem 27. Mai, an der militärischen Beisetzungsfeier vor dem Hauptfriedhof teilzunehmen. Im Jahr 1947 wurden die Toten nach Frankreich überführt.[3]

Gedenken

2008 wurde am 25. Januar bei der Omnibuswendeschleife an der Haltestelle Hochschule der Buslinie 5, etwa 1 km vom Ort des damaligen Geschehens entfernt, ein Gedenkstein zum Andenken an das Schicksal der französischen Widerstandskämpfer eingeweiht.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Broschüre zur Gedenkveranstaltung für die ermordeten Mitglieder der „Réseau Alliance“, Hrsg.: Stadt Pforzheim
  2. Stadt Pforzheim gedenkt 25 erschossener Widerstandskämpfer, Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 16. Januar 2008 (PDF, 75 kB)
  3. Pforzheimer Zeitung vom 19. Januar 2008, S. 28