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Das imposante Hotel im [[Jugendstil]] am [[Bahnhofplatz]] 5 / Ecke [[Schlossberg]] wurde [[Eröffnet::1909]] eröffnet und bis circa zur Jahrtausendwende in seiner ursprünglichen Bestimmung als Hotel genutzt. |
Das imposante Hotel im [[Jugendstil]] am [[Bahnhofplatz]] 5 / Ecke [[Schlossberg]] wurde [[Eröffnet::1909]] eröffnet und bis circa zur Jahrtausendwende in seiner ursprünglichen Bestimmung als Hotel genutzt. |
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== Geschichte == |
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Das Hotel wurde von dem aus [[Huchenfeld]] stammenden Unternehmer [[Eugen Ruf]] und seiner Frau [[Ottilie Ruf|Ottilie]] gegründet. Als das Hotel Ruf im Jahr 1909 eröffnet wurde, mangelte es an nichts: "Appartements mit Bädern, fließend kaltes und warmes Wasser in allen Zimmern" versprach die Werbung. Die Gäste aus aller Welt, die in die Schmuck- und Uhrenstadt Pforzheim kamen, fanden ein luxuriöses Ambiente vor. Auch Künstler genossen hier ihren Goldstadt-Aufenthalt im eleganten Ambiente nebst gehobener Gastronomie. |
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| ⚫ | In den [[1920]]er Jahren erlebte das Hotel seine erste Blüte, bis in der Zeit der Wirtschaftskrise von [[1930]] bis [[1936]] die Übernachtungen merklich sanken. Im Oktober [[1944]] erlitt das Gebäude erste Kriegsschäden und wurde am [[23. Februar 1945]] fast vollständig zerstört. Der Hotelier Eugen Ruf starb etwa drei Monate vor der Zerstörung. |
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[[1981]] wurde das Hotel von der [[Freudenstadt|Freudenstädter]] Unternehmensgruppe Ringwald und Winkler übernommen. Als [[1988]] das Bankhaus von Heinz Steinhart in Konkurs ging, war die Immobile mitbetroffen. |
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| ⚫ | Nach dem Krieg wurde das Hotel wieder aufgebaut und ab [[1948]] vom Sohn [[Herbert Ruf]] weitergeführt. Der Wiederaufbau wurde [[1955]] abgeschlossen. Herbert Ruf besuchte zuvor die Schweizer Hotelfachschule und sammelte Arbeitserfahrung in Belgien, England, Spanien und Frankreich. [[1981]] wurde das Hotel von der [[Freudenstadt|Freudenstädter]] Unternehmensgruppe Ringwald und Winkler übernommen. Als [[1988]] das Bankhaus von [[Heinz Steinhart]] in Konkurs ging, war die Immobile mitbetroffen. |
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Es galt lange Zeit als erstes Haus am Platz und konnte sich von den ursprünglich drei großen Hotels "Ruf", "[[Schlosshotel]]" und [[Goldene Pforte]] rund um den [[Hauptbahnhof]] am längsten halten. Mit der Erweiterung des [[Parkhotel]]s am [[CCP|Congress-Centrum]] wurde es für die Betreiber jedoch immer schwieriger, das Haus wirtschaftlich zu führen, da der Standortvorteil, die große Nähe zum Bahnhof, das Manko des quasi vollständigen Fehlens von Parkplätzen nicht ausgleichen konnte. |
Es galt lange Zeit als erstes Haus am Platz und konnte sich von den ursprünglich drei großen Hotels "Ruf", "[[Schlosshotel]]" und [[Goldene Pforte]] rund um den [[Hauptbahnhof]] am längsten halten. Mit der Erweiterung des [[Parkhotel]]s am [[CCP|Congress-Centrum]] wurde es für die Betreiber jedoch immer schwieriger, das Haus wirtschaftlich zu führen, da der Standortvorteil, die große Nähe zum Bahnhof, das Manko des quasi vollständigen Fehlens von Parkplätzen nicht ausgleichen konnte. |
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Die immer noch komfortabel ausgestattet Zimmer des "Ruf" werden heute durch eine Vermögensverwaltung, insbesondere an Studenten, monatsweise vermietet. |
Die immer noch komfortabel ausgestattet Zimmer des "Ruf" werden heute durch eine Vermögensverwaltung, insbesondere an Studenten, monatsweise vermietet. |
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Im Untergeschoss befinden sich einige Dönerimbisse, ein Internet-Callshop sowie am Schlossberg die Szenekneipe [[Sensi]] in den Räumen der früheren [[Wunderbar]] (etwa 1987 bis 2000). |
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* Pforzheimer Zeitung: ''Aufstieg und Fall einer Nobelherberge. Vor 100 Jahren: "Hotel Ruf" sorgt für Glanz in der Goldstadt. Heute erinnert nur noch Fassade an bessere Zeiten.'' Ausgabe vom 3. November 2009. |
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*[http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Pforzheim/100-Jahre-Hotel-Ruf-Aufstieg-und-Fall-einer-Nobelherberge-_arid,155073_puid,1_pageid,17.html Die Pforzheimer Zeitung über das Hotel Ruf] |
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* Pforzheimer Zeitung: ''Frischer Wind im Hotel "Ruf".'' Ausgabe vom 17. Mai 2017. |
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Version vom 7. Dezember 2019, 18:42 Uhr

Das Hotel Ruf war ein Hotel in Pforzheim. Das Gebäude des Hotels existiert noch und steht unter Denkmalschutz.
Das imposante Hotel im Jugendstil am Bahnhofplatz 5 / Ecke Schlossberg wurde 1909 eröffnet und bis circa zur Jahrtausendwende in seiner ursprünglichen Bestimmung als Hotel genutzt.
Geschichte
Das Hotel wurde von dem aus Huchenfeld stammenden Unternehmer Eugen Ruf und seiner Frau Ottilie gegründet. Als das Hotel Ruf im Jahr 1909 eröffnet wurde, mangelte es an nichts: "Appartements mit Bädern, fließend kaltes und warmes Wasser in allen Zimmern" versprach die Werbung. Die Gäste aus aller Welt, die in die Schmuck- und Uhrenstadt Pforzheim kamen, fanden ein luxuriöses Ambiente vor. Auch Künstler genossen hier ihren Goldstadt-Aufenthalt im eleganten Ambiente nebst gehobener Gastronomie.
In den 1920er Jahren erlebte das Hotel seine erste Blüte, bis in der Zeit der Wirtschaftskrise von 1930 bis 1936 die Übernachtungen merklich sanken. Im Oktober 1944 erlitt das Gebäude erste Kriegsschäden und wurde am 23. Februar 1945 fast vollständig zerstört. Der Hotelier Eugen Ruf starb etwa drei Monate vor der Zerstörung.
Nach dem Krieg wurde das Hotel wieder aufgebaut und ab 1948 vom Sohn Herbert Ruf weitergeführt. Der Wiederaufbau wurde 1955 abgeschlossen. Herbert Ruf besuchte zuvor die Schweizer Hotelfachschule und sammelte Arbeitserfahrung in Belgien, England, Spanien und Frankreich. 1981 wurde das Hotel von der Freudenstädter Unternehmensgruppe Ringwald und Winkler übernommen. Als 1988 das Bankhaus von Heinz Steinhart in Konkurs ging, war die Immobile mitbetroffen.
Es galt lange Zeit als erstes Haus am Platz und konnte sich von den ursprünglich drei großen Hotels "Ruf", "Schlosshotel" und Goldene Pforte rund um den Hauptbahnhof am längsten halten. Mit der Erweiterung des Parkhotels am Congress-Centrum wurde es für die Betreiber jedoch immer schwieriger, das Haus wirtschaftlich zu führen, da der Standortvorteil, die große Nähe zum Bahnhof, das Manko des quasi vollständigen Fehlens von Parkplätzen nicht ausgleichen konnte.
Die immer noch komfortabel ausgestattet Zimmer des "Ruf" werden heute durch eine Vermögensverwaltung, insbesondere an Studenten, monatsweise vermietet. Im Untergeschoss befinden sich einige Dönerimbisse, ein Internet-Callshop sowie am Schlossberg die Szenekneipe Sensi in den Räumen der früheren Wunderbar (etwa 1987 bis 2000).
Quellen
- Pforzheimer Zeitung: Aufstieg und Fall einer Nobelherberge. Vor 100 Jahren: "Hotel Ruf" sorgt für Glanz in der Goldstadt. Heute erinnert nur noch Fassade an bessere Zeiten. Ausgabe vom 3. November 2009.
- Pforzheimer Zeitung: Frischer Wind im Hotel "Ruf". Ausgabe vom 17. Mai 2017.
