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Museum Johannes Reuchlin: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Museum Johannes Reuchlin''' wurde am [[7. September]] 2008 eröffnet. In den Jahren 2006 -2008 wurde der Bau nach Entwürfen des Hamburger Architekten Prof. Bernhard Hirche verwirklicht. Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und Sponsoren aus Pforzheim finanziert. Bis zur Zerstörung am 23. Februar 1945 gab es im Gebäude der ehemaligen (Steuer-) [[Einnehmerei]] neben dem Archivbau ein Reuchlin-Museum, siehe [[Lehner's Wirtshaus]]. Es war von Stadtbaumeister Alfons Kern als Stadtmuseum und Erinnerungsstätte an Reuchlin eingerichtet worden. |
Das '''Museum Johannes Reuchlin''' wurde am [[7. September]] 2008 eröffnet. In den Jahren 2006 -2008 wurde der Bau nach Entwürfen des Hamburger Architekten Prof. Bernhard Hirche verwirklicht. Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und Sponsoren aus Pforzheim finanziert. Bis zur Zerstörung am 23. Februar 1945 gab es im Gebäude der ehemaligen (Steuer-) [[Einnehmerei]] neben dem Archivbau ein Reuchlin-Museum, siehe [[Lehner's Wirtshaus]]. Es war von Stadtbaumeister Alfons Kern als Stadtmuseum und Erinnerungsstätte an Reuchlin eingerichtet worden. |
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Der früher als Reuchlinkolleg bezeichnete Raum im Obergeschoss über der ehemaligen Sakristei des Stiftskollegs, wurde von [[Hans Spryß von Zaberfeld]] geschaffen. |
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Der Raum war der Standort der berühmten Bibliothek von [[Johannes Reuchlin]] (1455 bis 1522) und galt als sein Studierzimmer, wo er vielleicht auch Vorlesungen gehalten hat. Ursprünglich war der September 2007 als Eröffnungszeitraum geplant. Dann war vom 22. Juni 2008 zum nächsten [[Reuchlinkongress|Reuchlin-Kongress]] die Rede. Wegen verzögertem Baufortschritt konnte erst am 7.September 2008 eröffnet werden. |
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Aus statischen Gründen waren in den [[1950er]]-Jahren anstelle der Sakristei drei Schwibbbögen an den wiederaufgebauten Stiftschor angebaut worden, auch um die darunter liegende Südgruft des badischen Fürstenhauses mit einem Dach zu sichern. Die Strebebögenn wurden, wie die alte erhaltene Nordwand, in den Neubau integriert. |
Aus statischen Gründen waren in den [[1950er]]-Jahren anstelle der Sakristei drei Schwibbbögen an den wiederaufgebauten Stiftschor angebaut worden, auch um die darunter liegende Südgruft des badischen Fürstenhauses mit einem Dach zu sichern. Die Strebebögenn wurden, wie die alte erhaltene Nordwand, in den Neubau integriert. |
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Version vom 10. Mai 2018, 22:38 Uhr






Das Museum Johannes Reuchlin wurde am 7. September 2008 eröffnet. In den Jahren 2006 -2008 wurde der Bau nach Entwürfen des Hamburger Architekten Prof. Bernhard Hirche verwirklicht. Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und Sponsoren aus Pforzheim finanziert. Bis zur Zerstörung am 23. Februar 1945 gab es im Gebäude der ehemaligen (Steuer-) Einnehmerei neben dem Archivbau ein Reuchlin-Museum, siehe Lehner's Wirtshaus. Es war von Stadtbaumeister Alfons Kern als Stadtmuseum und Erinnerungsstätte an Reuchlin eingerichtet worden.
Der früher als Reuchlinkolleg bezeichnete Raum im Obergeschoss über der ehemaligen Sakristei des Stiftskollegs, wurde von Hans Spryß von Zaberfeld geschaffen.
Der Raum war der Standort der berühmten Bibliothek von Johannes Reuchlin (1455 bis 1522) und galt als sein Studierzimmer, wo er vielleicht auch Vorlesungen gehalten hat. Ursprünglich war der September 2007 als Eröffnungszeitraum geplant. Dann war vom 22. Juni 2008 zum nächsten Reuchlin-Kongress die Rede. Wegen verzögertem Baufortschritt konnte erst am 7.September 2008 eröffnet werden.
Aus statischen Gründen waren in den 1950er-Jahren anstelle der Sakristei drei Schwibbbögen an den wiederaufgebauten Stiftschor angebaut worden, auch um die darunter liegende Südgruft des badischen Fürstenhauses mit einem Dach zu sichern. Die Strebebögenn wurden, wie die alte erhaltene Nordwand, in den Neubau integriert.
Das Museum ist eine Dokumentationssstätte über den „ersten deutschen Humanisten“ Johannes Reuchlin (geboren 1455 in Pforzheim – gestorben 1522 in Stuttgart).
Auf vier Etagen wird der Lebensweg und das Wirken Reuchlins thematisiert. Das Erdgeschoss ist seiner Pforzheimer Zeit gewidmet. Das erste Obergeschoss ist der Darstellung seines humanistischen Bildungswegs zugedacht. Das zweite Obergeschoss, in dem Reuchlins Bibliothek und sein Arbeitszimmer lagen, soll dazu dienen, seine Werke und Korrespondenz in Faksimiles zu zeigen. Ausschnitte aus seinen Werken können an einem Bildschirm und in Ringbüchern durchgeblättert werden. Reste der Bibliothek Reuchlins befinden sich heute in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, deren Grundbestand sie einst bildete, als der badische Markgraf nach der Säkularisation diese Bücher nach Durlach befördern ließ. Möglicherweise sind deshalb diese Bücher überhaupt erhalten, da Pforzheim durch den 23. Februar 1945 und auch vorher, hauptsächlich durch drei Stadtbrände während des Pfälzischen Erbfolgekriegs Zerstörungen ausgesetzt war. Und da Bücher zur Zeit Reuchlins noch Kostbarkeiten darstellten, wurden diese unter Gelehrten oder wichtigen Persönlichkeiten auch mal ausgeliehen, fanden aber unter Umständen nicht mehr zum Besitzer zurück. Reuchlin verfügte unter anderem aus diesem Grund, als er seine Bibliothek an Pforzheim vermachte, die Auflage, dass die Bücher nicht verliehen werden sollen. Bis zum heute konnte jedoch nicht der Verbleib jedes Buches aus seiner umfangreichen und wertvollen Bibliothek rekonstruiert werden.
Die Stadt Pforzheim hat durch Ankäufe einen eigenen Bestand an Reuchlin-Werken gesammelt. Im obersten Stockwerk wird Reuchlins Wirken und sein "Nachleben" dargestellt.
Adresse
- Museum Johannes Reuchlin
- Ev. Schloß- und Stiftskirche St. Michael
- Schloßberg 14
- 75175 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 39 21 13
- E-Mail:
kult
stadt-pforzheim.de
Öffnungszeiten
- Montag und Mittwoch 14:00 bis 17:00 Uhr
- Sonntag 12:00 bis 17:00 Uhr
- Gruppenführungen auf Anfrage bei der Tourist-Information.
- Der Eintritt ist frei.
