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Hans Bensinger: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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stil; form; wikilinks; korr: Stolpersteinverlegung nicht 2010 (vgl. Stolpersteine 27. Januar 2011); Weblink repariert: auf Pforzheim.de als „Hans ISAAK Bensinger“
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'''Hans Bensinger''' (geboren [[19. Juli]] [[1928]] in Pforzheim) war Schüler in Pforzheim und Opfer der [[Judenverfolgung]] im [[Nationalsozialismus]].
'''Hans Bensinger''' (geboren [[19. Juli]] [[1928]] in {{Geboren in|Pforzheim}}) war Schüler in seiner Geburtsstadt Pforzheim und wurde Opfer der [[Judenverfolgung]] im [[Nationalsozialismus]].


== Diskriminierung ==
== Diskriminierung und Verfolgung ==
Hans Bensinger musste [[1936]] die Adolf-Hitler – heute wieder Nordstadt-Schule verlassen das Schulgetto an der Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule besuchen.
Hans Isaak Bensinger musste [[1936]] die Adolf-Hitler – heute wieder [[Nordstadtschule|Nordstadt-Schule]] – verlassen und das Schulgetto an der Hindenburg-, heute wieder [[Osterfeld-Schule]], besuchen.


Hans musste miterleben, wie die [[Gestapo]] am [[10. November 1938]] seinen Vater abholte, ohne Angabe des „Warum“ und „Wohin“:
== [[10. November 1938]] ==
Hans musste miterleben, wie die Gestapo am [[10. November]] [[1938]] seinen Vater abholte, ohne Angabe des „Warum“ und „Wohin“:


''„Mein Vater war gerade dabei, die Fensterläden zuzumachen, als es zwischen ½ 6 und 6 Uhr klingelte. Ich machte die Tür auf, und es waren zwei von der Gestapo, die ‚mit Herrn Bensinger sprechen wollten’.
''„Mein Vater war gerade dabei, die Fensterläden zuzumachen, als es zwischen ½ 6 und 6 Uhr klingelte. Ich machte die Tür auf, und es waren zwei von der Gestapo, die ‚mit Herrn Bensinger sprechen wollten’.
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''Sie sagten meinem Vater, dass sie Befehl hätten, ihn abzuholen…Meine Mutter machte einen kleinen Koffer fertig, wir wusste natürlich nicht, dass Dachau die Endstation war, dies erfuhren wir erst später…
''Sie sagten meinem Vater, dass sie Befehl hätten, ihn abzuholen…Meine Mutter machte einen kleinen Koffer fertig, wir wusste natürlich nicht, dass Dachau die Endstation war, dies erfuhren wir erst später…
''Man kann sich die Angst nicht vorstellen, die wir alle hatten um unseren Vater sowie um uns selbst…“''
''Man kann sich die Angst nicht vorstellen, die wir alle hatten um unseren Vater sowie um uns selbst…“''
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== Flucht ==
== Flucht ==
Hans konnte mit seiner Mutter Eugenie und seiner Schwester [[Idel Bensinger|Ida]] [[1939]] nach Bolivien ausreisen; der Vater Salomon erreichte im selben Jahr noch rechtzeitig eine Überfahrt in die USA.
Hans konnte [[1939]] mit seiner Mutter Eugenie und seiner Schwester [[Idel Bensinger|Ida]] nach Bolivien ausreisen; der Vater Salomon erreichte im selben Jahr noch rechtzeitig eine Überfahrt in die USA.


==Erinnerung==
==Erinnerung==
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Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Hans Bensinger am [[27. Januar]] [[2010]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Hans Bensinger am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.


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Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der [[Osterfeldschule]] in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]].
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==Weblinks==
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Version vom 21. Februar 2012, 18:31 Uhr

Hans Bensinger (geboren 19. Juli 1928 in Pforzheim) war Schüler in seiner Geburtsstadt Pforzheim und wurde Opfer der Judenverfolgung im Nationalsozialismus.

Diskriminierung und Verfolgung

Hans Isaak Bensinger musste 1936 die Adolf-Hitler – heute wieder Nordstadt-Schule – verlassen und das Schulgetto an der Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule, besuchen.

Hans musste miterleben, wie die Gestapo am 10. November 1938 seinen Vater abholte, ohne Angabe des „Warum“ und „Wohin“:

„Mein Vater war gerade dabei, die Fensterläden zuzumachen, als es zwischen ½ 6 und 6 Uhr klingelte. Ich machte die Tür auf, und es waren zwei von der Gestapo, die ‚mit Herrn Bensinger sprechen wollten’.

Sie sagten meinem Vater, dass sie Befehl hätten, ihn abzuholen…Meine Mutter machte einen kleinen Koffer fertig, wir wusste natürlich nicht, dass Dachau die Endstation war, dies erfuhren wir erst später… Man kann sich die Angst nicht vorstellen, die wir alle hatten um unseren Vater sowie um uns selbst…“

Flucht

Hans konnte 1939 mit seiner Mutter Eugenie und seiner Schwester Ida nach Bolivien ausreisen; der Vater Salomon erreichte im selben Jahr noch rechtzeitig eine Überfahrt in die USA.

Erinnerung

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Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Hans Bensinger am 27. Januar 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeldschule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks