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'''Kupferhammer''' heißt in [[Pforzheim]] die Einmündung des [[Würm (Fluss)|Würmtals]] in das [[Nagold (Fluss)|Nagoldtal]]. Der Begriff steht auch für den seit einigen Jahren zum Kreisverkehr ausgebauten, rechts der Würm gelegenen Verkehrsknotenpunkt am Zusammenfluss von [[Würm (Fluss)|Würm]] und [[Nagold (Fluss)|Nagold]], an dem die [[Würmtalstraße]] und [[Seebergstraße]] auf die [[Calwer Straße]] ([[Bundesstraße 463|B 463]]) treffen. |
'''Kupferhammer''' heißt in [[Pforzheim]] die Einmündung des [[Würm (Fluss)|Würmtals]] in das [[Nagold (Fluss)|Nagoldtal]]. Der Begriff steht auch für den seit einigen Jahren zum Kreisverkehr ausgebauten, rechts der Würm gelegenen Verkehrsknotenpunkt am Zusammenfluss von [[Würm (Fluss)|Würm]] und [[Nagold (Fluss)|Nagold]], an dem die [[Würmtalstraße]] und [[Seebergstraße]] auf die [[Calwer Straße]] ([[Bundesstraße 463|B 463]]) treffen. |
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Woher hat der Kupferhammer seinen Namen? |
== Woher hat der Kupferhammer seinen Namen? == |
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Im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] stand kurz vor dem Einfluß der Würm in die Nagold die ''Herrschaftliche Callert-Mühle'', - eine dem Landesfürsten gehörige Sägemühle, in der Hölzer aus den benachbarten Staatswaldungen verarbeitet wurden. Dieses Sägewerk wurde im Jahre [[1729]] durch Hochwasser zerstört und blieb lange als Ruine liegen. Erst im Jahren [[1775]] erstellten die Inhaber der ''privilegierten Pforzheimer Tuchfabrik'' an der gleichen Stelle eine Walkmühle, die im Jahre [[1807]] auf die ''Insel'', im Osten der Stadt Pforzheim, verlegt wurde. |
Im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] stand kurz vor dem Einfluß der Würm in die Nagold die ''Herrschaftliche Callert-Mühle'', - eine dem Landesfürsten gehörige Sägemühle, in der Hölzer aus den benachbarten Staatswaldungen verarbeitet wurden. Dieses Sägewerk wurde im Jahre [[1729]] durch Hochwasser zerstört und blieb lange als Ruine liegen. Erst im Jahren [[1775]] erstellten die Inhaber der ''privilegierten Pforzheimer Tuchfabrik'' an der gleichen Stelle eine Walkmühle, die im Jahre [[1807]] auf die ''Insel'', im Osten der Stadt Pforzheim, verlegt wurde. |
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In jener Zeit erhielten Wilhelm Wagner aus Durlach und der Buchbinder Euchele aus Pforzheim die Genehmigung, am Zusammenfluß der Nagold und der Würm einen Kupferhammer mit Schmelze und Schmiede zu errichten. Das neu erstellte Werk produzierte hauptsächlich Kupferdrähte für die Pforzheimer Industrie. Anfangs der [[20er]] Jahre des [[19. Jahrhundert]]s ging dann der Kupferhammer in den Besitz des Pforzheimer Handelsmannes Karl Naeher über. Dieser baute den Betrieb großzügig aus und durch drei Generationen verblieb das Unternehmen im Besitz der Familie Naeher. |
In jener Zeit erhielten Wilhelm Wagner aus Durlach und der Buchbinder Euchele aus Pforzheim die Genehmigung, am Zusammenfluß der Nagold und der Würm einen Kupferhammer mit Schmelze und Schmiede zu errichten. Das neu erstellte Werk produzierte hauptsächlich Kupferdrähte für die Pforzheimer Industrie. Anfangs der [[1820|20er]] Jahre des [[19. Jahrhundert]]s ging dann der Kupferhammer in den Besitz des Pforzheimer Handelsmannes Karl Naeher über. Dieser baute den Betrieb großzügig aus und durch drei Generationen verblieb das Unternehmen im Besitz der Familie Naeher. |
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Der Kupferhammer hatte damals drei durch Mühlräder betriebene Hämmer verschiedener Größe. Damit wurden Kupferkessel und Kupfergefäße verschiedener Art angefertigt, - (jene prächtigen, glänzenden Küchenutensilien, die damals der Stolz jeder Hausfrau waren). Leider sind heute nur noch wenige dieser schönen alten Gebrauchsgegenstände in unserem Besitz. Denn die meisten, durch Jahrzehnte hindurch sorglich gehegten Erinnerungsstücke sind den Metallsammlungen in den beiden Weltkriegen zum Opfer gefallen. |
Der Kupferhammer hatte damals drei durch Mühlräder betriebene Hämmer verschiedener Größe. Damit wurden Kupferkessel und Kupfergefäße verschiedener Art angefertigt, - (jene prächtigen, glänzenden Küchenutensilien, die damals der Stolz jeder Hausfrau waren). Leider sind heute nur noch wenige dieser schönen alten Gebrauchsgegenstände in unserem Besitz. Denn die meisten, durch Jahrzehnte hindurch sorglich gehegten Erinnerungsstücke sind den Metallsammlungen in den beiden Weltkriegen zum Opfer gefallen. |
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Am [[Ludwig Auerbach|Auerbach]]-[[Auerbachstein|Denkmal]] bei der Gaststätte Kupferhammer beginnen die drei Schwarzwaldhöhenwege des [[Schwarzwaldverein]]s: [[Westweg]] (Pforzheim – Basel), [[Mittelweg]] (Pforzheim – Waldshut) und [[Ostweg]] (Pforzheim – Schaffhausen). Der Ostweg entlang des Würmhangs führt zum [[Jettenbrunnen]] östlich des [[Bundeswehrdepot]]s. |
Am [[Ludwig Auerbach|Auerbach]]-[[Auerbachstein|Denkmal]] bei der Gaststätte Kupferhammer beginnen die drei Schwarzwaldhöhenwege des [[Schwarzwaldverein]]s: [[Westweg]] (Pforzheim – Basel), [[Mittelweg]] (Pforzheim – Waldshut) und [[Ostweg]] (Pforzheim – Schaffhausen). Der Ostweg entlang des Würmhangs führt zum [[Jettenbrunnen]] östlich des [[Bundeswehrdepot]]s. |
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== Buslinie == |
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[[Buslinie 3]] Richtung Dillweißenstein oder Kupferhammer, Haltestelle Kupferhammer |
[[Buslinie 3]] Richtung Dillweißenstein oder Kupferhammer, Haltestelle Kupferhammer |
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Version vom 2. Juni 2010, 20:05 Uhr

Kupferhammer heißt in Pforzheim die Einmündung des Würmtals in das Nagoldtal. Der Begriff steht auch für den seit einigen Jahren zum Kreisverkehr ausgebauten, rechts der Würm gelegenen Verkehrsknotenpunkt am Zusammenfluss von Würm und Nagold, an dem die Würmtalstraße und Seebergstraße auf die Calwer Straße (B 463) treffen.
Woher hat der Kupferhammer seinen Namen?
Im 17. und 18. Jahrhundert stand kurz vor dem Einfluß der Würm in die Nagold die Herrschaftliche Callert-Mühle, - eine dem Landesfürsten gehörige Sägemühle, in der Hölzer aus den benachbarten Staatswaldungen verarbeitet wurden. Dieses Sägewerk wurde im Jahre 1729 durch Hochwasser zerstört und blieb lange als Ruine liegen. Erst im Jahren 1775 erstellten die Inhaber der privilegierten Pforzheimer Tuchfabrik an der gleichen Stelle eine Walkmühle, die im Jahre 1807 auf die Insel, im Osten der Stadt Pforzheim, verlegt wurde. In jener Zeit erhielten Wilhelm Wagner aus Durlach und der Buchbinder Euchele aus Pforzheim die Genehmigung, am Zusammenfluß der Nagold und der Würm einen Kupferhammer mit Schmelze und Schmiede zu errichten. Das neu erstellte Werk produzierte hauptsächlich Kupferdrähte für die Pforzheimer Industrie. Anfangs der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts ging dann der Kupferhammer in den Besitz des Pforzheimer Handelsmannes Karl Naeher über. Dieser baute den Betrieb großzügig aus und durch drei Generationen verblieb das Unternehmen im Besitz der Familie Naeher. Der Kupferhammer hatte damals drei durch Mühlräder betriebene Hämmer verschiedener Größe. Damit wurden Kupferkessel und Kupfergefäße verschiedener Art angefertigt, - (jene prächtigen, glänzenden Küchenutensilien, die damals der Stolz jeder Hausfrau waren). Leider sind heute nur noch wenige dieser schönen alten Gebrauchsgegenstände in unserem Besitz. Denn die meisten, durch Jahrzehnte hindurch sorglich gehegten Erinnerungsstücke sind den Metallsammlungen in den beiden Weltkriegen zum Opfer gefallen.
Am Auerbach-Denkmal bei der Gaststätte Kupferhammer beginnen die drei Schwarzwaldhöhenwege des Schwarzwaldvereins: Westweg (Pforzheim – Basel), Mittelweg (Pforzheim – Waldshut) und Ostweg (Pforzheim – Schaffhausen). Der Ostweg entlang des Würmhangs führt zum Jettenbrunnen östlich des Bundeswehrdepots.
Quelle
Aus - Pforzheim lädt ein Mai 1955 - von Oskar Trost.
Dort befindet sich heute die Gaststätte Kupferhammer mit einem großen Biergarten. Der Waldweg, ins Würmtal wurde 1975
lt. Dr. Christoph Timm nach dem dort gelegenen früheren Kupferhammer benannt und wird von der Straße Am Kupferhammer erschlossen.
Buslinie
Buslinie 3 Richtung Dillweißenstein oder Kupferhammer, Haltestelle Kupferhammer
