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'''Alfons Kern''' (* [[13. März]] [[1859]] in [[Pforzheim]]; † [[1. März]] [[1941]]) war Architekt und Historiker. |
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Alfons Kern wurde in [[Pforzheim]] geboren und besuchte hier die Schule. 1876 begann er sein Architekturstudium in [[Karlsruhe]]. Nach Studium und Praktikantenzeit trat er 1882 eine Stelle im städtischen Hochbauamt Freiburg an. [[1885]] kehrte er nach Pforzheim zurück um den Umbau der elternlichen Gastwirtschaft zu planen und betreuen. Danach machte er eine längere Italienreise, nach der Rückkehr nach Deutschland arbeitete er zunächst in Offenburg, dann wieder in Freiburg. 1891 wurde er dann, zum einstimmig vom Stadtrat gewählten, Stadtbaumeister der [[Stadt Pforzheim]]. Sein erstes größeres Projekt als Stadtbaumeister war der Bau des Pforzheimer Rathauses. Er überarbeitete die angekauften Pläne eines bundesweiten Wettbewerbs. Sein Stil war damals ''zeitgenössisch historisch''. |
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[[1905]] kündigte er dann nach Personalpolitischen Streitereien seine Stelle als Stadtbaumeister. Ab da widmete er sich vorwiegend seinen Archiv und Museumsprojekten. |
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Kurz darauf, im selben Jahr wurde er in den Stadrat gewählt. Mit kurzer Unterbrechung gehörte er bis [[1922]] dem Stadtrat an. 1919 wurde er auch in den Kreisrat gewählt. Für kurze Zeit während des ersten Weltkriegs arbeitet Kern nochmals bei der Stadtverwaltung um Militärdienst Verpflichtete zu ersetzen. Bis [[1919]] war er Mitglied der Nationalliberalen Partei, dann wechselte er bis [[1926]] in die Demokratische Partei. 1924 wurde nach jahrelangen Bemühen von Alfons Kern das nach Johannes Reuchlin benannte Heimatmuseum im Steueramtsgebäude und [[Archivturm]] eröffnet. Neben seiner Umfangreichen Arbeit für das Museum widmete er sich noch stark dem Aufbau eines [[Stadtarchiv]]s das auf seine Initiative [[1936]] erstmals eigene Räume erhielt. Kern hat in seiner Sammelleidenschaft auch noch eine städtische Gemäldesammlung zusammengetragen, die wie das Stadtarchiv im Bohnenberger Schlößle sein Domizil hatte. |
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Version vom 1. Mai 2007, 10:02 Uhr


Alfons Kern (* 13. März 1859 in Pforzheim; † 1. März 1941) war Architekt und Historiker.
Alfons Kern wurde in Pforzheim geboren und besuchte hier die Schule. 1876 begann er sein Architekturstudium in Karlsruhe. Nach Studium und Praktikantenzeit trat er 1882 eine Stelle im städtischen Hochbauamt Freiburg an. 1885 kehrte er nach Pforzheim zurück um den Umbau der elternlichen Gastwirtschaft zu planen und betreuen. Danach machte er eine längere Italienreise, nach der Rückkehr nach Deutschland arbeitete er zunächst in Offenburg, dann wieder in Freiburg. 1891 wurde er dann, zum einstimmig vom Stadtrat gewählten, Stadtbaumeister der Stadt Pforzheim. Sein erstes größeres Projekt als Stadtbaumeister war der Bau des Pforzheimer Rathauses. Er überarbeitete die angekauften Pläne eines bundesweiten Wettbewerbs. Sein Stil war damals zeitgenössisch historisch.
Er erstellte unter anderem das Rathaus, den Saalbau, das Elektrizitäts- und Wasserwerk und die Osterfeld-Schule.
1905 kündigte er dann nach Personalpolitischen Streitereien seine Stelle als Stadtbaumeister. Ab da widmete er sich vorwiegend seinen Archiv und Museumsprojekten.
Kurz darauf, im selben Jahr wurde er in den Stadrat gewählt. Mit kurzer Unterbrechung gehörte er bis 1922 dem Stadtrat an. 1919 wurde er auch in den Kreisrat gewählt. Für kurze Zeit während des ersten Weltkriegs arbeitet Kern nochmals bei der Stadtverwaltung um Militärdienst Verpflichtete zu ersetzen. Bis 1919 war er Mitglied der Nationalliberalen Partei, dann wechselte er bis 1926 in die Demokratische Partei. 1924 wurde nach jahrelangen Bemühen von Alfons Kern das nach Johannes Reuchlin benannte Heimatmuseum im Steueramtsgebäude und Archivturm eröffnet. Neben seiner Umfangreichen Arbeit für das Museum widmete er sich noch stark dem Aufbau eines Stadtarchivs das auf seine Initiative 1936 erstmals eigene Räume erhielt. Kern hat in seiner Sammelleidenschaft auch noch eine städtische Gemäldesammlung zusammengetragen, die wie das Stadtarchiv im Bohnenberger Schlößle sein Domizil hatte.
1939 wurde er, anläßlich seines 80. Geburtstages, zum Ehrenbürger der Stadt Pforzheim ernannt.
Nach ihm wurde in Pforzheim die Alfons-Kern-Schule benannt. Auch der Alfons-Kern-Brunnen und die Alfons-Kern-Staffel sollen an Ihn erinnern.