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Herta Dreifuß: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[File:Stolperstein Pforzheim Dreifuss Herta.jpeg|thumb|Stolperstein in Pforzheim]]
{{Unterricht|10a|Osterfeld-Realschule}}
'''Herta Dreifuß''' (geb. 14. Nov. [[1924]] in Pforzheim) war Schülerin in Pforzheim und Opfer der antisemitischen Maßnahmen der NS-Herrschaft.
'''Herta Bloch''', geborene Dreifuß (* [[Geburtstag::14. November]] [[Geburtsjahr::1924]] in {{Geboren in|Pforzheim}}), war [[Ist (unverlinkt)::Schülerin]] in ihrer Geburtsstadt Pforzheim und wurde Opfer der Judenverfolgung im Nationalsozialismus.



== Diskriminierung ==
== Diskriminierung ==
Herta berichtet über Diskriminierung, nämlich ''„dass in der [[Hilda-Gymnasium|Hildaschule]] die jüdischen Kinder abseits saßen und am Unterricht wenig teilnehmen durften... So blieb ich (an der [[Osterfeld-Schule]]), bis [[1936]] alle jüdischen Kinder in zwei separaten Klassen abgesondert wurden“''; gemeint ist das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule.

Herta berichtet über Diskriminierung, nämlich „dass in der Hildaschule die jüdischen Kinder abseits saßen und am Unterricht wenig teilnehmen durften“…
So blieb ich (an der Osterfeld-Schule), bis [[1936]] alle jüdischen Kinder in zwei separaten Klassen abgesondert wurden; gemeint ist das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule.



== Erinnerung an das Schulgetto ==
== Erinnerung an das Schulgetto ==
''„Damit wir nicht mit den anderen Kindern in Kontakt kommen, mussten wir unser ‚Vesperle’ im Gang einnehmen oder auf der Straße bei guten Wetter.“''


== Erinnerung an den Morgen des [[10. November 1938|10. November]] ==
Damit wir nicht mit den anderen Kindern in Kontakt kommen, mussten wir unser ‚Vesperle’ im Gang einnehmen oder auf der Straße bei guten Wetter“.
''„Wir hatten nur kurz Schule. Ich ging mit meiner Freundin Ursula Nathan auf Umwegen nachhause. An der [[Zerrennerstraße]] war ein großer Auflauf vor der [[Synagoge]], wo dichter Rauch aus den zerstörten Fenstern strömte und der Stern Davids an der Cupola (Kuppel) umgebogen war - ein Anblick, den ich nie vergessen werde...


== Erinnerung an den Morgen des 10. November ==

„Wir hatten nur kurz Schule. Ich ging mit meiner Freundin Ursula Nathan auf Umwegen nachhause.
An der Zerrennerstraße war ein großer Auflauf vor der Synagoge, wo dichter Rauch aus den zerstörten Fenstern strömte und der Stern Davids an der Cupola (Kuppel) umgebogen war - ein Anblick, den ich nie vergessen werde…

Am Nachmittag wurde mein Vater verhaftet, er war bis zum 16. Dezember [[1938]] in Dachau eingesperrt“.


''Am Nachmittag wurde mein Vater verhaftet, er war bis zum [[16. Dezember]] [[1938]] in Dachau eingesperrt“.''


== Flucht ==
== Flucht ==
Herta Dreifuß konnte mit ihren Eltern [[1939]] [[Ist (unverlinkt)::jüdische Emigrantin|in die USA fliehen]].


==Erinnerung==
Herta konnte mit ihren Eltern [[1939]] in die USA fliehen.
Im Rahmen der Aktion „[[Stolpersteine]]“ wurde für Herta Bloch am [[Stolpersteine 27. Januar 2011|27. Januar 2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.


== Erinnerung ==

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Herta Dreifuß am 27. 1. [[2011]] ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeld-Schule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.


== Literatur ==


Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der [[Osterfeldschule]] in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des [[Kulturhaus Osterfeld|Kulturhauses Osterfeld]].
- Gerhard Brändle, Sarah Hary: "„... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim [[1933]] bis [[1945]]: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs"; herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4 erschienen in der Reihe Pforzheimer Hefte


==Literatur==
- Gerhard Brändle: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli [[2000]], Pforzheim, [[2000]]
*{{Brändle 2000}}
*derselbe: ''"Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten"'', in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
*{{Brändle 2011}}


==Weblinks==
- Gerhard Brändle, Rebecca Eger: Biografien der Kinder und Lehrkräfte am „Schulgetto“ an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim [[1936]] - [[1938]], veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld - 27. Jan. [[2011]]
*{{Gedenkverzeichnis|B/Bloch,_Herta}}


{{SORTIERUNG:Dreifuß, Herta}}
== Weblinks ==
[[Kategorie:Frau]]
Eintrag Herta Dreifuß in der Datenbank der zwischen [[1919]]und [[1945]] in Pforzheim geborenen bzw. ansässigen jüdischen Bürgerinnen und Bürger und deren Schicksale auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim
[[Kategorie:Jude]]
[[Kategorie:Schüler der Osterfeldschule]]
[[Kategorie:NS-Opfer]]
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]

Aktuelle Version vom 8. Juli 2019, 23:36 Uhr

Stolperstein in Pforzheim

Herta Bloch, geborene Dreifuß (* 14. November 1924 in Pforzheim), war Schülerin in ihrer Geburtsstadt Pforzheim und wurde Opfer der Judenverfolgung im Nationalsozialismus.

Diskriminierung

Herta berichtet über Diskriminierung, nämlich „dass in der Hildaschule die jüdischen Kinder abseits saßen und am Unterricht wenig teilnehmen durften... So blieb ich (an der Osterfeld-Schule), bis 1936 alle jüdischen Kinder in zwei separaten Klassen abgesondert wurden“; gemeint ist das Schulgetto für jüdische Kinder an der damaligen Hindenburg-, heute wieder Osterfeld-Schule.

Erinnerung an das Schulgetto

„Damit wir nicht mit den anderen Kindern in Kontakt kommen, mussten wir unser ‚Vesperle’ im Gang einnehmen oder auf der Straße bei guten Wetter.“

Erinnerung an den Morgen des 10. November

„Wir hatten nur kurz Schule. Ich ging mit meiner Freundin Ursula Nathan auf Umwegen nachhause. An der Zerrennerstraße war ein großer Auflauf vor der Synagoge, wo dichter Rauch aus den zerstörten Fenstern strömte und der Stern Davids an der Cupola (Kuppel) umgebogen war - ein Anblick, den ich nie vergessen werde...

Am Nachmittag wurde mein Vater verhaftet, er war bis zum 16. Dezember 1938 in Dachau eingesperrt“.

Flucht

Herta Dreifuß konnte mit ihren Eltern 1939 in die USA fliehen.

Erinnerung

Im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ wurde für Herta Bloch am 27. Januar 2011 ein Stein vor ihrer früheren Schule in den Boden eingelassen.

Ihr Name steht auf den Erinnerungstafeln für die Kinder und Lehrkräfte am Schulgetto an der Osterfeldschule in den Eingangsbereichen der Osterfeld-Schule und des Kulturhauses Osterfeld.

Literatur

  • Gerhard Brändle mit Sarah Hary: „... als ob wir Feinde wären“: jüdische Kinder und Jugendliche in Pforzheim 1933 bis 1945: vom Schul-Getto am Osterfeld zur Deportation ins Lager Gurs (= Pforzheimer Hefte Nr. 10); herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Pforzheim, Pforzheim 2000 ISBN 3-933924-01-4
  • derselbe: "Die wechselhafte Geschichte der Osterfeld-Schule in zehn Abteilungen mit 50 Bildern und Dokumenten", in: Osterfeldschulen (Hrsg.), Festschrift zum Schuljubiläum Juli 2000, Pforzheim, 2000
  • Gerhard Brändle, mit Rebecca Eger: Schikaniert, diskriminiert, vertrieben, deportiert...: Biographien der Kinder und Lehrkräfte am "Schulgetto" an der Osterfeld- bzw. Hindenburg-Schule in Pforzheim 1936–1938, veröffentlicht anlässlich der Einweihung der Gedenktafeln in der Osterfeld-Schule und im Kulturhaus Osterfeld am 27.1.2011; herausgegeben von der Osterfeld-Realschule, Pforzheim 2011 [ohne ISBN]

Weblinks