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Julius Gehrum: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Julius Gehrum''' (* [[14. Juli]] [[1889]] in {{Geboren in|Tiefenbronn}}, † (hingerichtet) [[10. November]] [[1947]] in {{Gestorben in|Straßburg/Elsass}}<!-- Hinrichtungsort geht aus den zur Verfügung stehenden Quellen nicht 100% klar hervor -->) war ein Polizist, SS-Obersturmführer, Chef der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Kehl sowie ab [[1940]] in Straßburg und Kriegsverbrecher.
'''Julius Gehrum''' (* [[Geburtstag::14. Juli]] [[Geburtsjahr::1889]] in {{Geboren in|Tiefenbronn}}, † (hingerichtet) [[Todestag::10. November]] [[Todesjahr::1947]] in {{Gestorben in|Straßburg/Elsass}}<!-- Hinrichtungsort geht aus den zur Verfügung stehenden Quellen nicht 100% klar hervor -->) war ein Polizist, SS-Obersturmführer, [[Ist (unverlinkt)::Gestapochef in Kehl und Straßburg|Chef der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Kehl sowie ab 1940 in Straßburg]] und Kriegsverbrecher.


== Leben ==
Bevor er 1940 als Gestapo-Mann mit einem Verbrechen in Kehl in Erscheinung trat, war Gehrum Gendarmeriewachtmeister in Muggenschopf, heute ein Ortsteil von Lichtenau bei Achern. In Kehl war er beteiligt an der Ermordung eines elsässischen [[Nationalsozialismus|Nazi]]-Gegners, [[1942]] nahm er in Colmar teil an „verschärften Verhören“, d.h. Folterungen von Nazi-Gegnern.
Bevor er 1940 als Gestapo-Mann mit einem Verbrechen in Kehl in Erscheinung trat, war Gehrum Gendarmeriewachtmeister in Muggenschopf, heute ein Ortsteil von Lichtenau bei Achern. In Kehl war er beteiligt an der Ermordung eines elsässischen [[Nationalsozialismus|Nazi]]-Gegners, [[1942]] nahm er in Colmar teil an „verschärften Verhören“, d.h. Folterungen von Nazi-Gegnern.


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* Bundesarchiv (Außenstelle Ludwigsburg): B114 AR-Z 67/67; B 162/21388-21390; B 162/5660 ; B 162/330
* Bundesarchiv (Außenstelle Ludwigsburg): B114 AR-Z 67/67; B 162/21388-21390; B 162/5660 ; B 162/330
* Ernst Klee: ''Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Wer war was vor und nach 1945'', Frankfurt/Main, 2003
* Ernst Klee: ''Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Wer war was vor und nach 1945'', Frankfurt/Main, 2003



== Weblinks ==
== Weblinks ==
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[[Kategorie:Nationalsozialist]]
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Aktuelle Version vom 12. September 2019, 10:30 Uhr

Julius Gehrum (* 14. Juli 1889 in Tiefenbronn, † (hingerichtet) 10. November 1947 in Straßburg/Elsass) war ein Polizist, SS-Obersturmführer, Chef der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Kehl sowie ab 1940 in Straßburg und Kriegsverbrecher.

Leben

Bevor er 1940 als Gestapo-Mann mit einem Verbrechen in Kehl in Erscheinung trat, war Gehrum Gendarmeriewachtmeister in Muggenschopf, heute ein Ortsteil von Lichtenau bei Achern. In Kehl war er beteiligt an der Ermordung eines elsässischen Nazi-Gegners, 1942 nahm er in Colmar teil an „verschärften Verhören“, d.h. Folterungen von Nazi-Gegnern.

Am 1. September 1944 übergab Julius Gehrum den Befehl von Helmut Schlierbach, dem Leiter der Gestapo in Straßburg, zur Ermordung von 108 Mitgliedern der französischen Widerstandsgruppe Réseau Alliance an Karl Buck, den Kommandanten des KZ Natzweiler. Gehrum verfolgte die Durchführung der Mordaktion, denn er sagte später aus: "Zwei Tage später versicherte mir Karl Buck…, dass sie dort alle durch Genickschuss getötet worden seien".

Am Tag der Befreiung Straßburgs, am 23. November 1944, startete SS-Mann Gehrum, gleichzeitig Chef der Abwehrstelle III der Wehrmacht, zusammen mit einigen Helfern eine mörderische Tour, um die über sechzig in sieben verschiedenen badischen Gefängnissen festgehaltenen Réseau-Alliance-Mitglieder auszulöschen. Im Rahmen dieser "Blutwoche im Schwarzwald" kam es am 30. November 1944 zur Erschießung von 25 zuvor im Pforzheimer Gefängnis inhaftierten Widerstandskämpfern im Hagenschießwald bei Pforzheim, nur wenig abseits der Verbindungsstraße zwischen Pforzheim und Gehrums Heimatort Tiefenbronn.

Ein Militärgericht in Straßburg verurteilte Gehrum 1947 wie seinen Vorgesetzten Erich Isselhorst und die Helfershelfer Brunner und Stassnik zum Tode für die Ermordung britischer Fallschirmjäger 1944 in den Vogesen, das Urteil wurde vollstreckt. Zu einer juristischen Bewertung der "Blutwoche" im November 1944 kam es nie.

Quellen

  • Association Amicale « Alliance » (HRSG), "Mémorial de L’Alliance", Paris, o.J. (1948)
  • Bundesarchiv (Außenstelle Ludwigsburg): B114 AR-Z 67/67; B 162/21388-21390; B 162/5660 ; B 162/330
  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt/Main, 2003

Weblinks