Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzFehler beim Erstellen des Vorschaubildes: mail.de
Albert Eckstein: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (12 dazwischenliegende Versionen von 6 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
'''Albert Eckstein''' (4. |
'''Albert Eckstein''' (* [[Geburtstag::4. April]] [[Geburtsjahr::1891]]; deportiert [[10. August]] [[Todesjahr::1942]] Vernichtungslager {{Gestorben in|Auschwitz}}, f.t.e.) war [[Ist (unverlinkt)::Kultusbeamter der jüdischen Gemeinde]] [[Tätig in::Pforzheim]] und [[Ist::NS-Opfer|Opfer der Nationalsozialisten]]. |
||
== Leben == |
== Leben == |
||
Albert Eckstein zog 1939 mit seiner Frau Felicitas |
Albert Eckstein zog 1939 mit seiner [[Eckstein|Familie]]: seiner Frau [[verheiratet mit::Felicitas Eckstein|Felicitas]] sowie den beiden Kindern [[Vater von::Lore Eckstein|Lore]] und [[Vater von::Martin Eckstein|Martin]] von Weinheim nach Pforzheim um. Die Familie wohnte im Gemeindehaus hinter der zerstörten Synagoge an der Zerrennerstraße, der Vater nahm nach der Auswanderung bzw. Flucht der langjährigen Kantoren Sommer und Marx die Aufgaben des Kultusbeamten der jüdischen Gemeinde wahr. |
||
== Deportation == |
=== Deportation === |
||
Er wurde mit seiner Familie und weiteren 191 Personen aus Pforzheim am 22. |
Er wurde mit seiner Familie und weiteren 191 Personen aus Pforzheim am [[22. Oktober]] [[1940]] aus Pforzheim in das südfranzösische [[Internierungslager Gurs]] am Nordrand der Pyrenäen deportiert. Der Bericht des Sohnes Martin über diese Deportation und seinen weiteren Lebensweg ist in dessen Biografie enthalten, ebenso das Schicksal der Tochter Lore. |
||
Albert Eckstein und seine Frau waren beide in dem Deportationszug, der am [[10. August]] [[1942]] vom Sammellager Drancy bei Paris ins Vernichtungslager Auschwitz fährt. Beide wurden ermordet, in Amtsdeutsch: f.t.e., d.h. für tot erklärt. |
|||
== Erinnerung == |
== Erinnerung == |
||
| ⚫ | |||
| ⚫ | |||
== Literatur == |
== Literatur == |
||
* {{Brändle 1985}} |
|||
* Gerhard Brändle, Die jüdische Mitbürger der Stadt Pforzheim, Pforzheim, 1985 |
|||
* Martin Eckstein |
* [[Martin Eckstein]]: Bericht, veröffentlicht in der [[Pforzheimer Zeitung]] vom 22.9.1990 |
||
* Edwin Landau, Samuel Schmitt (Hrsg.) |
* Edwin Landau, Samuel Schmitt (Hrsg.): ''Lager in Frankreich'', Mannheim, 1991 |
||
== Weblinks == |
|||
* {{Gedenkverzeichnis|E/Eckstein,_Albert|Albert Eckstein}} |
|||
{{DEFAULTSORT:Eckstein, Albert}} |
|||
[[Kategorie:NS-Opfer]] |
|||
[[Kategorie:Mann]] |
|||
[[Kategorie:Jude]] |
|||
[[Kategorie:Kultusbeamter]] |
|||
[[Kategorie:Eckstein]] |
|||
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]] |
|||
Aktuelle Version vom 20. Mai 2019, 22:41 Uhr
Albert Eckstein (* 4. April 1891; deportiert 10. August 1942 Vernichtungslager Auschwitz, f.t.e.) war Kultusbeamter der jüdischen Gemeinde Pforzheim und Opfer der Nationalsozialisten.
Leben
Albert Eckstein zog 1939 mit seiner Familie: seiner Frau Felicitas sowie den beiden Kindern Lore und Martin von Weinheim nach Pforzheim um. Die Familie wohnte im Gemeindehaus hinter der zerstörten Synagoge an der Zerrennerstraße, der Vater nahm nach der Auswanderung bzw. Flucht der langjährigen Kantoren Sommer und Marx die Aufgaben des Kultusbeamten der jüdischen Gemeinde wahr.
Deportation
Er wurde mit seiner Familie und weiteren 191 Personen aus Pforzheim am 22. Oktober 1940 aus Pforzheim in das südfranzösische Internierungslager Gurs am Nordrand der Pyrenäen deportiert. Der Bericht des Sohnes Martin über diese Deportation und seinen weiteren Lebensweg ist in dessen Biografie enthalten, ebenso das Schicksal der Tochter Lore.
Albert Eckstein und seine Frau waren beide in dem Deportationszug, der am 10. August 1942 vom Sammellager Drancy bei Paris ins Vernichtungslager Auschwitz fährt. Beide wurden ermordet, in Amtsdeutsch: f.t.e., d.h. für tot erklärt.
Erinnerung
Am 13. März 2008 wurden am Platz der Synagoge an der Zerrennerstraße für die vier Mitglieder der Familie Eckstein sogenannte "Stolpersteine" gesetzt.
Literatur
- Gerhard Brändle: „Die jüdischen Mitbürger der Stadt Pforzheim“, herausgegeben von der Stadt Pforzheim, Pforzheim 1985 (1. Auflage) ISBN 3-9800843-1-0
- Martin Eckstein: Bericht, veröffentlicht in der Pforzheimer Zeitung vom 22.9.1990
- Edwin Landau, Samuel Schmitt (Hrsg.): Lager in Frankreich, Mannheim, 1991
Weblinks
- Gedenkseite für ehemalige jüdische Mitbürger auf der offiziellen Webpräsenz der Stadt Pforzheim