Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Industriehaus: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
+ Bild SVP-Service Center
Henriette (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(16 dazwischenliegende Versionen von 7 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{OpenStreetMap|48.891831|8.698801|16}}
[[Bild:Industriehaus.jpg|thumb|Industriehaus mit Schmuckwelten]]
[[Datei:Industriehaus am östlichen Ende des Leopoldplatzes an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 56, Ecke Poststraße in Pforzheim.jpg|thumb|Historische Ansichtskarte, 1950 ]]

[[Bild:Industriehaus.jpg|thumb|Industriehaus mit Schmuckwelten, 2006]]
[[Bild:SVP Service Center.jpg|thumb|SVP-Service Center im Industriehaus]]
[[Bild:SVP Service Center.jpg|thumb|SVP-Service Center im Industriehaus]]
[[Datei:Hansahaus am Leopoldsplatz in Pforzheim.jpg|thumb|Vorkriegsbau des Hansahauses]]
Das '''Industriehaus''' befindet sich am östlichen Ende des [[Leopoldplatz]]es an der [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlichen Karl-Friedrich-Straße]] 56 / Ecke [[Poststraße]]. Es wurde am [[Jahrestag::1. Oktober]] [[Eröffnet::1926]]<ref>[[Olaf Schulze]]: ''Pforzheim. Ein verlorenes Stadtbild'', Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen, 1. Auflage 1994, ISBN 3-86134-207-3, S. 57</ref> als Ausstellungsgebäude für die Pforzheimer [[Schmuck]]industrie erbaut und umfasst heute auch die Erweiterung an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 58. Die Entwürfe des Architekten Karl Schradin entstanden unter beratender Mitwirkung von Prof. Hermann Billing (Karlsruhe) nach vorangehendem Wettbewerb im Jahr 1924.


Das Industriehaus ist eines der wenigen Gebäude der Innenstadt, die den [[Luftangriff auf Pforzheim]] vom 23. Februar [[1945]] fast unbeschadet überstanden. Vor und nach dem Krieg befand sich im Industriehaus und dem angrenzenden [[Hansahaus]] an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 58 die ''Ständige Musterausstellung'' der Pforzheimer Schmuckbetriebe. Den Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung leitete der Pforzheimer Architekt [[Theodor Preckel (jun.)|Theo Preckl]] jun. wobei insbesondere die Fenster zum Leopoldplatz in Lage und Form verändert wurden.
Das '''Industriehaus''' befindet sich am östlichen Ende des [[Leopoldplatz]]es an der [[Westliche]]n 56/Ecke [[Poststraße]]. Es wurde [[1921]] als Ausstellungsgebäude für die Pforzheimer [[Schmuck]]industrie erbaut und umfasst heute auch die Erweiterung an der Westlichen 58.


Das Gebäude Westliche Karl-Friedrich-Straße 58, das ehemalige ''[[Hansahaus]]'', war vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] (1914-18) als einer der ersten Stahlbetonbauten in der Pforzheimer Innenstadt entstanden und hatte den Luftangriff ebenfalls überstanden, wobei die beschädigte Jugendstilfassade nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] allerdings im nüchternen Zeitgeschmack neu gestaltet wurde. Nach dem Krieg bis zum Abriss befand sich dort auch das Kino [[Roxy]].
Das Industriehaus ist eines der wenigen Gebäude der Innenstadt, die den [[Luftangriff auf Pforzheim]] vom 23. Februar [[1945]] fast unbeschadet überstanden. Vor und nach dem Krieg befand sich im Industriehaus und dem angrenzenden Haus Westliche 58 die ''Ständige Musterausstellung'' der Pforzheimer Schmuckbetriebe.

Das Gebäude Westliche 58, das ehemalige ''Hansa-Haus'', war vor dem Ersten Weltkrieg als einer der ersten Stahlbetonbauten in der Pforzheimer Innenstadt entstanden und hatte den Luftangriff ebenfalls überstanden, wobei die beschädigte Jugendstilfassade nach dem Krieg allerdings im nüchternen Zeitgeschmack neu gestaltet wurde. Nach dem Krieg bis zum Abriss befand sich dort auch das Kino [[Roxy]].
Die beiden bestehenden Gebäude wurde [[2003]] abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, wobei ursprünglich geplant war, die historische Fassade des Industriehauses zu erhalten. Aufgrund der Bausubstanz erwies sich das allerdings als nicht möglich, so dass sie stattdessen beim Neubau originalgetreu wiederhergestellt wurde.
Die beiden bestehenden Gebäude wurde [[2003]] abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, wobei ursprünglich geplant war, die historische Fassade des Industriehauses zu erhalten. Aufgrund der Bausubstanz erwies sich das allerdings als nicht möglich, so dass sie stattdessen beim Neubau originalgetreu wiederhergestellt wurde. Die Rosetten-Ornamente am Turmkopf, entworfen von dem Bildhauer [[Max Kassube]], wurden beim Abbruch geborgen.


Seit dem Neubau befinden sich im erweiterten Industriehaus die [[2005]] eröffneten, aus der Ständigen Musterausstellung hervorgegangenen [[Schmuckwelten]].
Seit dem Neubau befinden sich im erweiterten Industriehaus die [[2005]] eröffneten, aus der Ständigen Musterausstellung hervorgegangenen [[Schmuckwelten]]. Außerdem ist im Erdgeschoss an der [[Poststraße]] das gemeinsame Kundenzentrum von [[SVP|Stadtverkehr Pforzheim]] und [[Stadtmobil]] untergebracht.


== Weblinks ==
== Weblinks ==
*{{wikipedia2|Industriehaus_Pforzheim|Industriehaus Pforzheim}}
*{{wikipedia|Industriehaus_Pforzheim|Industriehaus Pforzheim}}

== Quellen ==
<references/>


[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Pforzheim]]
[[Kategorie:Geschäftsgebäude]]
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]

Aktuelle Version vom 24. Juni 2020, 17:10 Uhr

OpenStreetMap
OpenStreetMap
Karte anzeigen
Historische Ansichtskarte, 1950
Industriehaus mit Schmuckwelten, 2006
SVP-Service Center im Industriehaus
Vorkriegsbau des Hansahauses

Das Industriehaus befindet sich am östlichen Ende des Leopoldplatzes an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 56 / Ecke Poststraße. Es wurde am 1. Oktober 1926[1] als Ausstellungsgebäude für die Pforzheimer Schmuckindustrie erbaut und umfasst heute auch die Erweiterung an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 58. Die Entwürfe des Architekten Karl Schradin entstanden unter beratender Mitwirkung von Prof. Hermann Billing (Karlsruhe) nach vorangehendem Wettbewerb im Jahr 1924.

Das Industriehaus ist eines der wenigen Gebäude der Innenstadt, die den Luftangriff auf Pforzheim vom 23. Februar 1945 fast unbeschadet überstanden. Vor und nach dem Krieg befand sich im Industriehaus und dem angrenzenden Hansahaus an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 58 die Ständige Musterausstellung der Pforzheimer Schmuckbetriebe. Den Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung leitete der Pforzheimer Architekt Theo Preckl jun. wobei insbesondere die Fenster zum Leopoldplatz in Lage und Form verändert wurden.

Das Gebäude Westliche Karl-Friedrich-Straße 58, das ehemalige Hansahaus, war vor dem Ersten Weltkrieg (1914-18) als einer der ersten Stahlbetonbauten in der Pforzheimer Innenstadt entstanden und hatte den Luftangriff ebenfalls überstanden, wobei die beschädigte Jugendstilfassade nach dem Krieg allerdings im nüchternen Zeitgeschmack neu gestaltet wurde. Nach dem Krieg bis zum Abriss befand sich dort auch das Kino Roxy.

Die beiden bestehenden Gebäude wurde 2003 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, wobei ursprünglich geplant war, die historische Fassade des Industriehauses zu erhalten. Aufgrund der Bausubstanz erwies sich das allerdings als nicht möglich, so dass sie stattdessen beim Neubau originalgetreu wiederhergestellt wurde. Die Rosetten-Ornamente am Turmkopf, entworfen von dem Bildhauer Max Kassube, wurden beim Abbruch geborgen.

Seit dem Neubau befinden sich im erweiterten Industriehaus die 2005 eröffneten, aus der Ständigen Musterausstellung hervorgegangenen Schmuckwelten. Außerdem ist im Erdgeschoss an der Poststraße das gemeinsame Kundenzentrum von Stadtverkehr Pforzheim und Stadtmobil untergebracht.

Weblinks

Quellen

  1. Olaf Schulze: Pforzheim. Ein verlorenes Stadtbild, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen, 1. Auflage 1994, ISBN 3-86134-207-3, S. 57