Feier mit! 20 Jahre Pfenz!
Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!
Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenz![]()
mail.de
Museum Johannes Reuchlin: Unterschied zwischen den Versionen
Seggel (Diskussion | Beiträge) +thumbs |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (12 dazwischenliegende Versionen von 7 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
{{OpenStreetMap|48.89215|8.70354|16}} |
|||
[[Bild:080823 PF-Ströer.jpg|thumb|Plakat zur Eröffnung]] |
|||
[[Bild:2007 schloßkirche reuchlinkolleg001.jpg|thumb|Baustelle des neuen Reuchlinkollegs an der Schlosskirche]] |
[[Bild:2007 schloßkirche reuchlinkolleg001.jpg|thumb|Baustelle des neuen Reuchlinkollegs an der Schlosskirche]] |
||
[[Bild:Reuchlinmuseum.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin an der [[Schlosskirche]]]] |
[[Bild:Reuchlinmuseum.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin an der [[Schlosskirche]]]] |
||
[[Bild:Reuchlinmuseum-aussen.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin von |
[[Bild:Reuchlinmuseum-aussen.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin von außen]] |
||
[[Bild:Reuchlinmuseum-innen.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin von |
[[Bild:Reuchlinmuseum-innen.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin von innen]] |
||
[[Bild:Reuchlinmuseum-innen-.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin von |
[[Bild:Reuchlinmuseum-innen-.jpg|thumb|Das neue Museum Johannes Reuchlin von innen]] |
||
Das '''Museum Johannes Reuchlin''' |
Das '''Museum Johannes Reuchlin''' bei der Schlosskirche in [[In::Pforzheim]] ist eine Dokumentationssstätte über den „ersten deutschen Humanisten“ [[Johannes Reuchlin]] (geboren 1455 in Pforzheim – gestorben 1522 in Stuttgart). Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und Sponsoren aus Pforzheim finanziert, in den Jahren 2006 bis 2008 nach Entwürfen des Hamburger Architekten Prof. [[Bernhard Hirche]] erbaut und am [[Jahrestag::7. September]] [[Eröffnet::2008]] eröffnet. |
||
== Geschichte == |
|||
Das ''Reuchlinkolleg'' ist die zweigeschossige Sakristei, in der [[Johannes Reuchlin]] |
|||
Bis zur Zerstörung am 23. Februar 1945 gab es im Gebäude der ehemaligen (Steuer-) [[Einnehmerei]] neben dem Archivbau ein Reuchlin-Museum, siehe [[Lehner's Wirtshaus]]. Es war von Stadtbaumeister Alfons Kern als Stadtmuseum und Erinnerungsstätte an Reuchlin eingerichtet worden. |
|||
von 1455 bis 1522 ein Studierzimmer und seine Bibliothek hatte. Seit 2006 wird die beim [[Luftangriff auf Pforzheim]] zerstörte Sakristei im Auftrag der [[Freunde der Schloßkirche]] wiederaufgebaut. Ursprünglich war September 2007 als Eröffnungstermin geplant. Dann war vom 22. Juni 2008 zum Beginn des nächsten [[Reuchlinkongress|Reuchlin-Kongress]]es die Rede. Inzwischen wurde der Eröffnungstermin, wegen deutlich verzögertem Baufortschritt, noch einmal verschoben. Jetzt ist September 2008 geplant. |
|||
Aus statischen Gründen |
Der früher als Reuchlinkolleg bezeichnete Raum im Obergeschoss über der ehemaligen Sakristei des Stiftskollegs, wurde von [[Hans Spryß von Zaberfeld]] geschaffen. Der Raum war der Standort der berühmten Bibliothek von [[Johannes Reuchlin]] (1455 bis 1522) und galt als sein Studierzimmer, wo er vielleicht auch Vorlesungen gehalten hat. Aus statischen Gründen waren in den [[1950er]]-Jahren anstelle der Sakristei drei Schwibbbögen an den wiederaufgebauten Stiftschor angebaut worden, auch um die darunter liegende Südgruft des badischen Fürstenhauses mit einem Dach zu sichern. Die Strebebögenn wurden, wie die alte erhaltene Nordwand, in den Neubau integriert. |
||
Ursprünglich war der September 2007 als Eröffnungszeitraum geplant. Dann war vom 22. Juni 2008 zum nächsten [[Reuchlinkongress|Reuchlin-Kongress]] die Rede. Wegen verzögertem Baufortschritt konnte erst am 7.September 2008 eröffnet werden. |
|||
Das Reuchlinkolleg wird in erster Linie eine Informationsstätte über den Humanisten Johannes Reuchlin (1455–1522) und kein Museum über Pforzheims großen Sohn. |
|||
Auf vier Etagen wird der Lebensweg Reuchlins thematisiert. |
Auf vier Etagen wird der Lebensweg und das Wirken Reuchlins thematisiert. |
||
* Das Erdgeschoss ist seiner Pforzheimer Zeit gewidmet. |
|||
| ⚫ | |||
* Das zweite Obergeschoss, in dem Reuchlins Bibliothek und sein Arbeitszimmer lagen, soll dazu dienen, seine Werke und Korrespondenz in Faksimiles zu zeigen. Ausschnitte aus seinen Werken können an einem Bildschirm und in Ringbüchern durchgeblättert werden. |
|||
| ⚫ | |||
Reste der Bibliothek Reuchlins befinden sich heute in der Badischen Landesbibliothek in [[Karlsruhe]], deren Grundbestand sie einst bildete, als der badische Markgraf nach der Säkularisation diese Bücher nach Durlach befördern ließ. Möglicherweise sind deshalb diese Bücher überhaupt erhalten, da Pforzheim durch den [[23. Februar 1945]] und auch vorher, hauptsächlich durch drei Stadtbrände während des Pfälzischen Erbfolgekriegs Zerstörungen ausgesetzt war. Und da Bücher zur Zeit Reuchlins noch Kostbarkeiten darstellten, wurden diese unter Gelehrten oder wichtigen Persönlichkeiten auch mal ausgeliehen, fanden aber unter Umständen nicht mehr zum Besitzer zurück. Reuchlin verfügte unter anderem aus diesem Grund, als er seine Bibliothek an Pforzheim vermachte, die Auflage, dass die Bücher nicht verliehen werden sollen. Bis zum heute konnte jedoch nicht der Verbleib jedes Buches aus seiner umfangreichen und wertvollen Bibliothek rekonstruiert werden. Die [[Stadt Pforzheim]] hat durch Ankäufe einen eigenen Bestand an Reuchlin-Werken gesammelt. |
|||
Das Erdgeschoss soll Reuchlins Pforzheimer Zeit gewidmet werden. Er und sein Neffe, der Reformator [[Philipp Melanchthon]], sollen mit Hilfe moderner Technik visuell über ihre Zeit berichten. |
|||
| ⚫ | |||
Das zweite Obergeschoss, in dem Reuchlins Bibliothek und sein Arbeitszimmer lagen, soll dazu dienen, seine Werke zu zeigen. Voraussichtlich werden einige ausgewählte Schriften Reuchlins an einem Bildschirm durchzublättern sein. Die Bibliothek Reuchlins befindet sich heute in der Badischen Landesbibliothek in [[Karlsruhe]], die auch deren Grundstock war. Möglicherweise sind auch deshalb einige Bücher überhaupt erhalten, da zum einen Pforzheim durch den [[23. Februar 1945]] und auch vorher durch verschiedene Bräünde häufiger der Zerstörung ausgetzt war als Karlsruhe. Und da Bücher zur zeit Reuchlins noch als Kostbarkeiten galten, wurden diese unter Gelehrten oder wichtigen Persönlichkeiten auch mal ausgeliehen, fanden aber unter Umständen nicht mehr zum Besitzer zurück. Dies ist besonders tragisch, da Reuchlin unter anderem genau aus diesem Grund und mit der besonderen Auflage, diese nicht zu verleihen, seine Bibliothek an Pforzheim vermachte. Die [[Stadt Pforzheim]] hat durch die Tätigkeit der [[Reuchlin-Forschungsstelle]] und eigene Ankäufe auch einen eigenen Bestand an Reuchlin-Werken gesammelt und damit retten können. Bis zum heutigen Tag konnte jedoch nicht der Verbleib jedes Buches aus seiner umfangreichen und wertvollen Bibliothek rekonstruiert werden. |
|||
| ⚫ | |||
== Adresse == |
== Adresse == |
||
:Museum Johannes Reuchlin |
|||
:Ev. Schloß- und Stiftskirche St. Michael |
:Ev. Schloß- und Stiftskirche St. Michael |
||
:Schloßberg 14 |
:[[Schloßberg]] 14 |
||
:75175 Pforzheim |
:[[Postleitzahl#Stadt Pforzheim|75175]] Pforzheim |
||
:{{Telefon|0 72 31|39 21 13}} |
:{{Telefon|0 72 31|39 21 13}} |
||
:{{E-Mail|kult|stadt-pforzheim.de}} |
:{{E-Mail|kult|stadt-pforzheim.de}} |
||
===Öffnungszeiten=== |
===Öffnungszeiten=== |
||
:Montag |
:Montag und Mittwoch 14:00 bis 17:00 Uhr |
||
: |
:Sonntag 12:00 bis 17:00 Uhr |
||
:Gruppenführungen auf Anfrage |
:Gruppenführungen auf Anfrage bei der [[Tourist-Information]]. |
||
:Der Eintritt ist frei. |
:Der Eintritt ist [[Eintritt frei|frei]]. |
||
== Weblinks == |
== Weblinks == |
||
* |
* [http://www.pforzheim.de/kultur-bildung/museen/museum-johannes-reuchlin.html Das Museum Johannes Reuchlin auf der Internetpräsenz der Stadt Pforzheim] |
||
*[http://www.architekt-b-hirche.de/projekte/405/index.htm Prof. Dipl. Ing. Bernhard Hirche Architekt BDA - Museum Johannes Reuchlin] |
*[http://www.architekt-b-hirche.de/projekte/405/index.htm Prof. Dipl. Ing. Bernhard Hirche Architekt BDA - Museum Johannes Reuchlin] |
||
*[http://www.loebliche-singer-pforzheim.de/TimmEinRaumfuerReuchlin.html Christoph Timm bei den Löblichen Singern] |
*[http://www.loebliche-singer-pforzheim.de/TimmEinRaumfuerReuchlin.html Christoph Timm bei den Löblichen Singern] |
||
| ⚫ | |||
[[Kategorie:Gebäude]] |
[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]] |
||
[[Kategorie: |
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]] |
||
[[Kategorie:Museum]] |
[[Kategorie:Museum]] |
||
[[ |
[[Kategorie:Reuchlin]] |
||
| ⚫ | |||
Aktuelle Version vom 27. April 2019, 12:23 Uhr






Das Museum Johannes Reuchlin bei der Schlosskirche in Pforzheim ist eine Dokumentationssstätte über den „ersten deutschen Humanisten“ Johannes Reuchlin (geboren 1455 in Pforzheim – gestorben 1522 in Stuttgart). Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und Sponsoren aus Pforzheim finanziert, in den Jahren 2006 bis 2008 nach Entwürfen des Hamburger Architekten Prof. Bernhard Hirche erbaut und am 7. September 2008 eröffnet.
Geschichte
Bis zur Zerstörung am 23. Februar 1945 gab es im Gebäude der ehemaligen (Steuer-) Einnehmerei neben dem Archivbau ein Reuchlin-Museum, siehe Lehner's Wirtshaus. Es war von Stadtbaumeister Alfons Kern als Stadtmuseum und Erinnerungsstätte an Reuchlin eingerichtet worden.
Der früher als Reuchlinkolleg bezeichnete Raum im Obergeschoss über der ehemaligen Sakristei des Stiftskollegs, wurde von Hans Spryß von Zaberfeld geschaffen. Der Raum war der Standort der berühmten Bibliothek von Johannes Reuchlin (1455 bis 1522) und galt als sein Studierzimmer, wo er vielleicht auch Vorlesungen gehalten hat. Aus statischen Gründen waren in den 1950er-Jahren anstelle der Sakristei drei Schwibbbögen an den wiederaufgebauten Stiftschor angebaut worden, auch um die darunter liegende Südgruft des badischen Fürstenhauses mit einem Dach zu sichern. Die Strebebögenn wurden, wie die alte erhaltene Nordwand, in den Neubau integriert.
Ursprünglich war der September 2007 als Eröffnungszeitraum geplant. Dann war vom 22. Juni 2008 zum nächsten Reuchlin-Kongress die Rede. Wegen verzögertem Baufortschritt konnte erst am 7.September 2008 eröffnet werden.
Auf vier Etagen wird der Lebensweg und das Wirken Reuchlins thematisiert.
- Das Erdgeschoss ist seiner Pforzheimer Zeit gewidmet.
- Das erste Obergeschoss ist der Darstellung seines humanistischen Bildungswegs zugedacht.
- Das zweite Obergeschoss, in dem Reuchlins Bibliothek und sein Arbeitszimmer lagen, soll dazu dienen, seine Werke und Korrespondenz in Faksimiles zu zeigen. Ausschnitte aus seinen Werken können an einem Bildschirm und in Ringbüchern durchgeblättert werden.
- Im obersten Stockwerk wird Reuchlins Wirken und sein "Nachleben" dargestellt.
Reste der Bibliothek Reuchlins befinden sich heute in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, deren Grundbestand sie einst bildete, als der badische Markgraf nach der Säkularisation diese Bücher nach Durlach befördern ließ. Möglicherweise sind deshalb diese Bücher überhaupt erhalten, da Pforzheim durch den 23. Februar 1945 und auch vorher, hauptsächlich durch drei Stadtbrände während des Pfälzischen Erbfolgekriegs Zerstörungen ausgesetzt war. Und da Bücher zur Zeit Reuchlins noch Kostbarkeiten darstellten, wurden diese unter Gelehrten oder wichtigen Persönlichkeiten auch mal ausgeliehen, fanden aber unter Umständen nicht mehr zum Besitzer zurück. Reuchlin verfügte unter anderem aus diesem Grund, als er seine Bibliothek an Pforzheim vermachte, die Auflage, dass die Bücher nicht verliehen werden sollen. Bis zum heute konnte jedoch nicht der Verbleib jedes Buches aus seiner umfangreichen und wertvollen Bibliothek rekonstruiert werden. Die Stadt Pforzheim hat durch Ankäufe einen eigenen Bestand an Reuchlin-Werken gesammelt.
Adresse
- Museum Johannes Reuchlin
- Ev. Schloß- und Stiftskirche St. Michael
- Schloßberg 14
- 75175 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 39 21 13
- E-Mail:
kult
stadt-pforzheim.de
Öffnungszeiten
- Montag und Mittwoch 14:00 bis 17:00 Uhr
- Sonntag 12:00 bis 17:00 Uhr
- Gruppenführungen auf Anfrage bei der Tourist-Information.
- Der Eintritt ist frei.
