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Ketterers Braustüble

Ketterers Braustüble war eine Gaststätte an der Jahnstraße 10 in Pforzheim. Es war die Brauereigaststätte der Privatbrauerei Wilhelm Ketterer KG und befand sich im selben Gebäude wie die Brauerei. Während der Covid-19-Pandemie 2020 wurde die Gaststätte geschlossen und blieb es seitdem, die Räumlichkeiten sind aber noch in unverändertem Zustand (Stand: Mai 2026).
Die Gaststätte bot bodenständige, badisch-schwäbische Küche. Die Einrichtung erinnert ein wenig an die 1970er Jahre. Als Besonderheit gibt es Sitznischen in alten Fässern.
Geschichte
Das historische Gebäude wurde im Jahre 1910 nach Entwürfen von Hermann Walder erbaut. Das im Krieg beschädigte Gebäude wurde verändert wieder aufgebaut. Das Portal mit seinen Bildhauerarbeiten ist noch original erhalten.
Der Münchner Maler und Designer Fritz Quidenus war regelmäßig für die Brauerei Ketterer tätig. 1908 war sein erstes Bild für Pforzheim „Die Bierprobe von anno dazumal“ im Braustüble. Nach Ansicht des Künstlers war es „anno dazumal“ üblich, dass der Gastwirt den Biertrinkern etwas Bier auf die Sitzbank goss, auf der die Trinker saßen. Wenn der Gast daran kleben blieb, war das Bier einwandfrei. Das Gemälde zeigte den Wirt, der im Vorbeigehen die Bank etwas anhob, um so eine bessere Qualität vorzutäuschen.
Im Zuge der Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie musste die Gaststätte 2020 einstweilig geschlossen werden. Da der Pächter seinen im selben Jahr auslaufenden Pachtvertrag nicht verlängerte, entband ihn die Brauerei von seinem Pachtvertrag. Seitdem wurde die Gaststätte nicht mehr geöffnet, auch nach Ende der Pandemie nicht mehr, und befindet sich in einer Art "Dornröschenschlaf".
Weitere Bilder
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Eingangsbereich mit Reliefbild
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Eingangsrelief bei Ketterers Braustüble mit dem Spruch "Trink mer no a Tröpfche".
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Historische Aufnahme
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Historische Postkarte
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Vor der Kriegszerstörung
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Veränderter Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung
Adresse
- Ketterers Braustüble
- Jahnstraße 10
- 75173 Pforzheim
- Telefon: (0 72 31) 2 17 32
- Telefax: (0 72 31) 44 06 64
Weblink
Literatur
- Walder, Hermann . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 374-375.
