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Johann(es) von Trarbach

Von PFENZ
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Die lateinische Inschrift des Sockels am Grabdenkmal Karls II. weist Johannes von Tarbach als Schöpfer des Kunstwerks aus: „Cum gemina Carolum thala / mi consorte Ioannes / Tarbachius mira sculpsit / feliciter arte (=Die Gestalt Karls zusammen mit dem Paar seiner Frauen zu schaffen, ist Johann von Tarbach in wunderbarer Kunstfertigkeit glücklich gelungen).“

Johann(es) von Trarbach (geb. 1530; gest. 15.11.1586 in Simmern, Hunsrück) war ein niederländisch beeinflusster Renaissance-Bildhauer, der Grabdenkmäler in der Pforzheimer Schloßkirche schuf.

Die lateinische Inschrift des Sockels am Grabdenkmal Karls II. weist Johannes von Tarbach als Schöpfer des Kunstwerks aus: „Cum gemina Carolum thala / mi consorte Ioannes / Tarbachius mira sculpsit / feliciter arte (=Die Gestalt Karls zusammen mit dem Paar seiner Frauen zu schaffen, ist Johann von Tarbach in wunderbarer Kunstfertigkeit glücklich gelungen).“[1]

Trarbach, der das Grabdenkmal für Karl II. signierte, zählt Christoph Timm zufolge zu den „namhaftesten südwestdeutschen Bildhauern der Renaissancezeit“.[2]

Karl II. verlor mit Albrecht d. J. († 1574) und Anna Maria († 1573) zwei Kinder in jungen Jahren. Karl beauftragte daraufhin den „Modebildhauer“[3] das Grabdenkmal des Sohnes Albrecht zu schaffen. Nachdem das Denkmal für Albrecht um 1576 fertiggestellt wurde, hat Karl II. noch zu Lebzeiten – also vor 1577 – das Grabdenkmal für sich und seine beiden Frauen bei dem Bildhauer in Auftrag gegeben.[4]

Werke in Pforzheim

Literatur

  • Johann(es) von Trarbach . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 357.
  • Hans Rott: Kunst und Künstler am Baden-Durlacher Hof, Karlsruhe, S. 68.

Einzelnachweise

  1. Timm 2004, S. 229–230.
  2. Zur regionalen Geschichte der Baukunst. Renaissance. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet, Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 73-102, hier S. 76-77.
  3. DIE INSCHRIFTEN DER STADT PFORZHEIM
  4. DIE INSCHRIFTEN DER STADT PFORZHEIM